Donnerstag, 22. Dezember 2011

Der Frühling ist da - zwei Tage vor Weihnachten

Gerade eben war ich im Garten - und schicke hiermit Weihnachtsgrüße ins kalte Deutschland.
Frohes Fest an alle!





und in der Mühle sitzt - natürlich! - momentan der Weihnachtsmann 

Mittwoch, 21. Dezember 2011

Heut früh war es e bissle arg frisch

Zumindest, als ich mit Jenny zum obligatorischen Spaziergang war (um 8 Uhr! - ich. um 8 Uhr)
Danach musst ich dann nach Monchique:
Treffen mit dem amazon-Auslieferer
Schlüssel nachmachen lassen
Frisörtermin ausmachen.
Und dann war mir immer noch leicht kalt.
Also Ofen anheizen und lecker Süppchen kochen.
Das Rezept war/ist eine Zwiebel-Tomaten-Suppe, wie ich sie auf Madeira kennengelernt hab.
Mal nachkochen? Aber bitte:
für 2 Personen
ca. 3-4 große Zwiebeln
3-4 Knoblaubzehen
3-4 Tomaten (ich nehm immer chuchas, das sind die in Deutschland unter Flaschentomaten bekannten leicht länglichen Teile)
1 l Brühe
Olivenöl
Salz, Pfeffer
1 Schuss Weißwein oder weißer Port
Und so geht's à la Chica:
Zwiebeln grob schneiden oder hacken - sollen schon noch große Stücke sein.
Knoblauch ebenfalls und dann beides in Olivenöl (kann ruhig reichlich sein) andünsten lassen. Goldgelb soll's werden.
Währenddessen die Tomaten halbieren und die Kerne mit einem Teelöffel rausmachen. Fruchtfleisch grob würfeln.
Zwiebeln/Knoblauch mit Brühe aufgießen, und dann so 10-15 Minuten köcheln lassen, danach Tomaten zugeben und nochmals 5-10 Minuten ziehen lassen.
Abschmecken mit Salz und Pfeffer und dem Schuss Wein/Portwein
Foto-Nachtrag:
So sieht dann der beinahe leer gegessene Topf aus:




In Madeira machen sie noch ein pochiertes Ei hinein, ich hab mir das heut gespart.
Sondern lieber ein leckeres mit Butter bestrichenes frisches Sonnenblumenbrot gegönnt.
Jaaa - ich weiß jetzt, wo der nächste aldi ist!

Samstag, 17. Dezember 2011

gestern war einer dieser tage...

oh mei.
dabei hatte es so gut angefangen:
am abend vorher pünktlich zu termin buchmanuskript fertig gestellt.
gemailt und gestern früh auch erfreuliche bestätigung.

dann beschloss ich: einkaufstour nach portimão.
schon so in richtung weihnachten/heiligabend denkend, damit ich nächste woche nicht runtermuss, wenn alle einkaufen gehen und sich neben den "normalen" touris auch noch die weihnachtsurlauber drängen.

kurz vor start ruft carmo an: sie wäre ja jetzt in vilamoura, was ich von einem gemeinsamen mittagessen hielte.
hielt ich viel von. und hab ich sie also ins foz do banho bestellt.

einkaufen war erfolgreich    - treffen im foz auch, das essen - naja, kann keiner was für, ich hatte einfach das falsche bestellt. macht ja nu nix.

dann hab ich die post rausgeholt - natürlich war der paketbote dagewesen und hatte das abholkärtchen eingeworfen.
ich also erst mal einkäufe verstaut und weil's erst 15.30 war, dacht ich: fährst noch schnell zur post und holst ab. ein beutel von aldi war noch im auto und dazu ein sixpack bier (für das "pe" von pegamado bzw. ingolfen nexte woche)
nimmst auch hund mit, kannst gleich noch mal raus mit ihr.
handy nimmst nicht mit, brauchst ja nicht.

ich also post und danach hund lüften, vorm lüften alditüte vor haustüre stellen.
nach dem lüften:
ich will türe aufsperren - schlüssel weg.

kleiner panikanfall, dann die selbstberuhigung: der ist sicher im auto.
auto auf kopp gestellt. nix.
hundeweg abgegangen. nix.

mittlerer panikanfall.
nochmals zur post geeilt. natürlich war das handy, wo ALLE nummern drin gespreichert sind, IM haus.
bei der post: nix.
weg zum parkplatz: nix.

größerer panikanfall: verdammt, was mach ich jetzt?!
hoffentlich sind die arbeiter noch da, die eben den zaun ziehen.
hoffentlich haben die
1) ein handy und
2) die nummer vom hausherrn.
und
3) HOFFENTLICH HAT DER NEN ERSATZSCHLÜSSEL.

hm.
leichte hysterie breitet sich aus.

wo wohnt pegamado nochmals genau, über die ich die nummer vom hausherrn rauskriegen könnte... schwierig.
1) wurde es langsam dunkel
2) bin ich da einmal vorbeigefahren und
3) kann ich mich nimmer erinnern, wo das genau war.
großer hysterischer panikanfall.

daheim angekommen.
arbeiter bereits weg.
doppel-hm.

nochmals alles abgesucht: hunde-lüft-weg, parkplatz vorm haus, den weg zum haus.
was um himmels willen mach ich bloß?!

okayyyy - ich könnte den nachbarn fragen, wenn er daheim ist, ob er vielleicht die nummer des hausherrn...

dann die letzte chance erkannt: die ALDI-TÜTE.
alles rausgeräumt. das war ne menge.

dann, ganz unten: GENAU. da war er.
stein vom herzen gefallen.

den plumps müsste man noch an der küste gespürt haben.
gestern abend dann den wiedergefundenen schlüssel gefeiert 

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Frisch geputzt!

Und deshalb zeig ich mal n büschen was. 
Frühstück - jeden Tag hier. Auch bei Regen...

 Das letzte Foto von Gio - beim Fresschen mit Jenny.


Schöner Wohnen ists noch nicht, aber: 
Hier wird gelebt.
Vor drei Wochen wars das reinste Chaos, jetzt sieht man scho, wie es mal werden soll...
 Die Speisekammer - wohl gefüllt. ;)
 Blick über die Küchentheke auf die Sitz-Kuschel-Wohn-TV-Ecke.
 Geschirrschrank zwischen Küche und dem Korridor in den "Westflügel"

 nochmals die Sitzecke im Wohnbereich
 Doris ihr ganz besonderer Sitzplatz ;)
 Eingangsbereich mit Essplatz
Blick auf Küche
 Sitz-Lese-Ecke im Schlafzimmer
 Blick ins Schlafzimmer aufs Wasserbett ;)

Arbeitszimmer zeig ich noch nicht, weil da ists noch chaotischst.
Aber: Gästezimmer zeig ich: 

Dazu gehört ein eigenes Bad, gell Bille?!

Nur noch 5 Kisten...

Denn in einem Anfall von Nicht-Manuskript-Schreiben-Wollen hab ich mich gestern übers Arbeitszimmer hergemacht. Das bestand praktisch nur aus Bücherkisten, nem Tisch und ner Stehlampe sowie Regalen, Regalen, Regalen.
Nun ist zumindest das Meiste verstaut, sogar einigermaßen nach Themen geordnet. :)

Mit anderen Worten: Es wird.
Und heut nachmittag, wenn Fátima gewirket hat, mach ich mal n paar Fotos von meinem neuen Heim.

Montag, 5. Dezember 2011

Fátima ist nicht nur Wallfahrtsort

Sondern auch der Name meiner neuen Perle.
Gefunden hab ich sie, weil ich vor zwei Wochen (oder so) mit Gaby und Peter in Monchique essen war. Urige "Arbeiterkneipe", gutes und preiswertes Essen - und der Treffpunkt von allen Handwerkern der Umgebung.
Wer's ausprobieren will: "O Parque" heißt die Kneipe.

Irgendwann kamen wir auf die Putzfrauenfrage - und Gaby meinte:
"Frag doch Luisa - das ist die Chefin hier -, ob die niemanden weiß."
Wusste die zwar niemanden, meinte aber:
Sie notiert gerne meinen Namen und meine Telefonnummer, vielleicht meldet sich jemand.

Vier Tage später: Handy klingelt.
Weitere zwei Tage später: Treffen an der Cooperativa von Monchique.
Hochgefahren, alles angeschaut - und bingo!
Sogar Jenny hat nicht gebellt.

Am 1.12. war sie zum ersten Mal da - und sie ist eine Wunder"perle".
Klingt jetzt ein bisschen doof, aber das ist die erste meiner Putzis, die ganz selbstverständlich alle Couchdecken mal ausgeschüttelt hat und nicht nur kurz mit dem Staubsauger drüber ist.
Weil: "Ich habe selbst Tiere, und ich weiß, was da an Haaren..."

Preislich ists auch ok: 7€/Stunde, und gebraucht hat sie beim ersten Mal - ohne Bügeln - drei Stunden.
Und ich hab wieder Gelegenheit, mein Portugiesisch zu verbessern: Fátima versteht zwar e bissle Englisch, aber reden tut sies nicht. Muss ich also glücklicherweise auf portugiesisch quatschen.

Freitag, 2. Dezember 2011

Leider nichts Neues

War gestern nochmals unterwegs mit Auto und auch Jenny - aber:
Gio ist immer noch nicht aufgetaucht. :(

Ergänzung vom Wochenende:
Am Freitagabend gabs wieder mal Pöbelkommentare aufm "alten" Blog. Dazwischen dann ein portugiesischer Kommentar, der neben merkwürdig anmutenden Beschmimpfungen auch einen konkreten Hinweis zu enthalten schien, dass Gio in Estômbar sei. Mit Straßenangabe.
Ich hab das erst am Samstag gesehen und am Abend gleich Freunden gezeigt, und die beiden meinten: Da fahren wir mit dir hin. Wohl wissend-ahnend, alle drei, dass es vermutlich nichts bringt. Aber wenn ich nicht nachgeschaut hätt, wäre mir das ewig im Kopf herumgespukt.

Es kam so wie vermutet: Das Ganze war ein Fake.
Wir sind deshalb sicher, dass es ein Fake war, weil wir ein altes Ehepaar trafen, das alles, wirklich ALLES über die Nachbarschaft und die Leut in der Straße (wahrscheinlich sogar vom ganzen Ort!) wussten. Und die sagten beide: Da ist kein neuer Hund.
Wir waren dann gleich noch in einem privaten Tierheim in der Nähe und haben das Suchfoto von Gio abgegeben.

Was mich aber wirklich schockt und zutiefst entsetzt:
Die gezielte Bösartigkeit, mit der Trauer um ein Tier Schindluder zu treiben und sich einen "Scherz" draus zu machen, in jemanden Hoffnung zu erwecken ... Dafür gibt es keine, absolut keine Entschuldigung. Außer der: mieser Charakter und - wie schon gesagt: Bösartigkeit.

Freitag, 25. November 2011

Noch immer nichts...

... Gio bleibt verschwunden.
Bin gestern nochmals alles abgefahren, und denke: Wenn er aufs Motorengeräusch nicht reagiert, ist er entweder nicht mehr in der Umgebung, irgendwo eingesperrt - oder...

Donnerstag, 24. November 2011

Manchmal könnt ich mich echt aufregen...

... da meinen irgendwelche Leute, die keine Ahnung haben, ich würde meine Hunde mit Elektroschock-Halsbändern und Ähnlichem traktieren.
Im Portugallierforum wird wenigstens erst mal nachgefragt, was das für ein Kästchen an Gios Halsband ist.
Anderswo wird unter dem Vorwand und Titel "Eine freundliche Geste an Gio" erstens ein Thema eröffnet.
Dann zweitens gleich mal munter Seitenhiebe ausgeteilt.
Und drittens werden dann im Verlauf des Themas wilde und haltlose Vermutungen angestellt.
Toll.
Aber so typisch!

Klartext:
Ich habe seit Jahren auf den Rat mehrerer HUNDE-EXPERTEN (z.B. Petra K., der man nun wirklich nicht nachsagen kann, sie sei eine Tierquälerin!) einen sogenannten "unsichtbaren Hundezaun". (PAC-Zaun).
Man kann nämlich nicht um jedes Garten- bzw. Geländestück mal eben nen hundesicheren, also sowohl im Erdreich versenkten wie auch in der Höhe entsprechend passenden Zaun oder gar ne Mauer ziehen.
Nicht nur aus Kostengründen, sondern schlicht und ergreifend, weil das z.B. in der Quinta in Cascais, wo ich den ersten dieser Pac-Zäune hatte, nicht möglich war. Weil kein eigener großer Garten, sondern eben ein Grundstück für alle. Und da hab ich dann "meinen Bereich" unsichtbar eingezäunt, des HUNDES wegen, damit der nicht von anderen Nachbarn traktiert wird. Klar??

In Azóia war es genauso - und da hatte Gio, und später auch Jenny, mal eben knapp 1000 qm Garten zum Rumlaufen, Toben, Spielen. Ebenfalls mit diesem Zaun, und der einzige, der trotzdem hin und wieder abgehauen ist, war Monsieur Gio: manchmal mit Max, manchmal alleine. Soooo schlimm kann's also nicht sein, oder?!

Der Radio-Fence ist keine Tierquälerei, wie manche meinen, und gerade eben KEIN Teletakter, und man muss auch nicht vermuten "armer kleiner Kerl, was hat er nur erdulden müßen" (Rechtschreibfehler nicht von mir).

Noch was:
Natürlich ist der Empfänger des Pac-Zauns nicht das einzige "Erkennungsmerkmal".
Gio hat am "eigentlichen" Halsband Namen und meine Telefonnummer eingraviert.
Er hat die Tasso-Marke um.
Er ist gechipt.
Ich habe ihn bei den Tierheimen gemeldet, bei Tasso natürlich und bei der GNR.
Ich habe außerdem die Nachbarn per mail und mit Foto verständigt, die hier in der Gegend wohnen.

Mehr kann man im Moment nicht tun. Außer abwarten. Und natürlich selbst Ausschau halten, mit dem Wagen durch die Gegend fahren und rufen.
Leckerlis rauslegen.
Der Zaun ist natürlich momentan abgeschaltet, damit er wieder rein kann.

PS:
Jede Kuhweide hat nen Elektrodraht ums Gelände. Und die Kühe rennen da rein ohne akustische Vorwarnung. Nur mal so als Denkanstoß...

Mittwoch, 23. November 2011

Gio ist immer noch weg...

... und ich denke echt - selbst wenn Max nach 12 Tagen wiederkam: Das war es.
Gestern hab ich mit dem vetenario von der Câmara Municipal Monchique telefoniert: eine Dame, sehr nett und hilfsbereit. Ich solle ihr doch ein Foto mit "Suchanzeige" schicken, sie würd das dann weiterleiten an die entsprechenden Tierheime in Faro und Portimão. Außerdem bei der GNR angerufen, bei TASSO ist er auch schon gemeldet und hier ebenfalls.


ach menno: Gio, mit dem ich mich sooo zusammenraufen musste.
Der am Anfang so schwierig war, der ein richtig toller Hund geworden ist.
Der seiner kleinen weißen "Schwester" alles beigebracht hat.

Mittwoch, 16. November 2011

Angekommen! Angekommen?

So ganz weiß ich's noch nicht.
Ist halt immer viel Chaos bei so nem Umzug.
Genaueres schreib ich die Tage mal in Ruhe.
Aber soviel kann ich schon verraten:
Allein die Terrasse ist eine Verbesserung. Einfach aus der Tür treten, nicht vom Wind weggeblasen werden. Unterm (dichten) Dach sitzen und den morgendlichen Kaffee genießen.
Wärmer ist es hier auch - entschieden.
Hunde haben sich solala eingelebt, sind nur 2x ausgebüxt bis jetzt, aber das wird scho.
Fotos folgen dann ebenfalls.
Hier und an dieser Stelle auch mal: ganz ganz vielen Dank an Doris, die nicht nur mental unterstützt hat (aber das war auch wichtig und nötig), sondern tatkräftig zugelangt hat.
Hätt sie gerne noch bleiben können, aber sie wollt ja unbedingt nach Hause, um mit den bombeiros irgendne Festivität zu begehen.
Pffffff.

Immerhin: Wohnzimmer und Küche sind einigermaßen fertig. Morgen geh ich ans Schlafzimmer, und die anderen Räume pack ich auch so nach und nach.
Es ist übrigens - alle Resis werdens nachvollziehen können! - eine Woooooooohltat, in nem Haus zu sein, das
1) dicht
2) durchdacht gebaut
3) WARM ist.

Monchique hab ich heut auch schon erkundet - dank Navi auch die Post gefunden. Nettes Örtchen, und Kneipen hamse ohne Ende. Gut gegessen hab ich mit Doris dort ebenfalls - im "o Fernando", am Freitagabend.

---

Mittlerweile war ich auch mit meinen neuen Nachbarn, Gaby und Peter sowie Tommi mal abends in der Kneipe. Lecker gegessen, gut getrunken - und wenn sich jetzt noch die restlichen 20 Kisten von selber auspacken täten...
Egal: Heut abend muss alles fertig sein. Denn morgen kommt Jens, bringt "Reste" und will vor allem die leeren Kartons wieder mitnehmen.

Achja: Hunde sind mir gestern - zum 3.Mal - abgehauen. Jenny kam nach 3 Stunden total verdreckt wieder, Gio ist noch unterwegs :( Passt mir gar nicht, aber im Wald suchen, kann man knicken. Wenn er Hunger kriegt, wird er schon auftauchen... hoffentlich.

Sonntag, 23. Oktober 2011

Das 15. Mal...

... steht ein Umzug an. Der fünfzehnte in meinem Leben.
Ich hab ein neues, wunderschönes Haus gefunden - nicht mehr am Meer, aber in den Bergen. Trotzdem unweit zum Atlantik, denn hier in Portugal ist man ja nirgends wirklich weit weg vom Ozean. Spätestens am 15. November wohn ich also hier:


Hundeparadies:
knapp 3 Hektar - nicht "nur" Garten, sondern "terreno" mit Kastanienbäumen und Korkeichen. Und Gartenteich:
Für Frauchen und liebe Gäste ist ebenfalls gesorgt:
Fürs leibliche Wohl kann man sich hier verlustieren:
Und natürlich gibt es ein Gästezimmer...


5.11.2012 - Entpuppungen
Kaum zu glauben, aber leider wahr: 
Es zeigt sich, dass mein Noch-Hausherr im Grunde leider kein netter ist.Hab ich mich also fünfeinhalb Jahre lang geirrt. Rein menschlich gesehen ist das schon eine ziemliche Enttäuschung!

Die gesamte Situation hier mutiert immer mehr zum Kindergarten à la "mein Schäufelchen, dein Schäufelchen". 
Okay: Ich kann nachvollziehen, dass er "not amused" ist, dass seine Mieterin auszieht, und das auch noch so schnell. Immerhin hab ich treudoof ne Menge investiert und verbessert im Haus. Das ist mir eine Selbstverständlichkeit gewesen, war auch IMMER mit ihm abgesprochen.Mit der Aussage seinerseits: Wenn ich ausziehe und er das Haus verkauft, krieg ich die Kohle wieder...
Der erste Schock über meine Kündigung sollte ja nun vorbei sein. So langsam, dachte ich, könnte man wieder auf Normallevel in Sachen Umgang miteinander zurückkehren.
Aber nein.Ich muss mir sagen lassen: Der Umbau der Casinhota (auf meine Kosten!) sei ja ein Gewinn für mich gewesen, denn ich hätte ja nun 25 qm mehr "Wohnfläche" und dafür könnt er ja im Grunde mehr Miete verlangen und nur weil er soooo großzügig ist, hätt er das nicht getan blablabla - das ist schon ein Hammer. Das meint er wirklich ernst. Genauso wie das Holzdeck hinten im Garten: Da seien ja auch 12 qm mehr gewesen, die ich hätte nutzen können (vorher stand da so ein Riesengras-Puschel), und da hätte er mir ja auch nicht mehr Miete abgefordert.
Irgendwie verkehrte Welt.
Dass es seit Jahren (und immer wieder moniert!) IM Haus regnet? Irrelevant.Dass das Dach nicht "richtig" repariert, sondern mit tela und Silikon (!) geflickt wird? Egal. Da muss ich durch. Schließlich zahle ich ja auch, so meinte er wörtlich Anfang September, keine sehr hohe Miete. Oops - ich find 750€ für ein undichtes Haus schon ziemlich viel. Aber das seh ich falsch, weil ich hab ja diesen tollen Blick und den großen Garten (den übrigens auch ich hab mehr oder weniger anlegen lassen). Dass ich das Bad renoviert hab? Meine Sache, das ist keine Verbesserung des Hauses.Dass ich den recuperador einbauen ließ? Okay - ist eine Verbesserung, aber das Ding ist ja schon den jetzt zweiten Winter drin und deshalb: Preisabschlag. Da zahlt er nicht den "Neupreis".Und so weiter und so fort. Kindergarten ist intellektuelle Hochschule dagegen.Ich find es einfach nur schade, dass er sich als kleinlicher, geiziger Typ entpuppt.Freund? Keine Spur.
Okay: Manche werden sagen "das ist doch immer so bei Vermietern". Oder "wenn es um Geld geht, hört so manche Freundschaft auf". Stimmt ja alles. Weiß ich ja alles. Dennoch: Ich hätte niiiiie gedacht...
Glücklicherweise ist Jens seit gestern Nacht wieder in Portugal und wir werden am Montag telefonieren und - so hoffe ich! - dann geht der Umzug früher über die Bühne.Jeder Tag mehr ist im Grunde Quälerei. Dass ich sowas mal sag von meinem geliebten Hexenhaus am Cabo...

Sind sie nicht alle irgendwie...? 
Ich bin in Deutschland insgesamt in knapp 30 Jahren ebenfalls etliche Male umgezogen (12x) - auch jobbedingt. Das hatte immerhin den Vorteil, dass so mancher Umzug komplett bezahlt wurde... Man muss nicht glauben, dass deutsche Vermieter da anders ticken.
Ich hatte in all den Jahren genau einen einzigen (!), der wirklich fair war.
Alle anderen:
Kaution ja nicht zurückzahlen, auf Dingen bestehen (wie etwa Ausführung der Malerarbeiten durch einen Fachbetrieb, was eindeutig verboten ist. Es reicht nämlich die "sachgerechte Ausführung" - und das kann sogar ich, auf jeden Fall aber meine handwerksbegabte Schwester!), um ja kein Bargeld raustun zu müssen.Da überlegst du dir auch in Deutschland: Lohnt es sich, nen Anwalt zu nehmen und vor Gericht zu ziehen - oder willst du in Frieden leben?Mein jetziger Vermieter ist imho einfach sauer, dass ich ihm zuvorgekommen bin.
Er hat mir selbst gesagt und geschrieben: Er wollte das Haus schon länger verkaufen, hatte aber nicht den Mut (hahaha) mir das zu sagen.Nun hab ich ihm die Entscheidung sozusagen abgenommen - und das stinkt ihm.
Da isser dann Tuga, weil das geht gaaaar nicht, dass Frauen besser und schneller entscheiden als Männer.Er hatte sogar die glorreiche Idee: Miete für 1 Jahr runter (wobei er nicht sagte um wie viel) und dann dürft ich gerne im nächsten November ausziehen.Ich wollte im Grunde auch in das neue Haus im Monchique erst im März/April 2012. Bloß sagte der Vermieter verständlicherweise: "Naja - freihalten tu ichs Ihnen nicht. Wenns noch da ist, haben Sie glück. wenn nicht... Außer Sie zahlen Miete..." Und das war mir denn doch e bissle viel: halbes Jahr doppelt Miete zahlen.
Da hab ich dann spontan entschieden: dann lieber schnell.
Auch da wollt ich fair sein, dem Vermieter gegenüber, und die vereinbarte Kündigungsfrist von 60 Tagen einhalten. Also im Januar, und so lange wärs mir auch freigehalten worden.Nur meinte der Herr dann: wenn dann schnellstens.
Tja - und nu isses schnellstens.
Hat er vielleicht auch gedacht: Das macht sie nie.
Tja Nr. 2: Pech gehabt. Wenn man nen guten Umzugsmann an der Hand hat (und Freunde, die vor Ort helfen - danke an Doris), geht so was blitzeschnelle über die Bühne.

1.12.2011 - Was wirklich geschah
Mir ist es ein Rätsel, wie jemand so bösartig sein kann, die Sorge und Trauer um den Verlust eines geliebten Hundes für persönliche Rachefeldzüge zu missbrauchen.
Das zeigt aber leider, wie schräg manche Leute ticken, wenn etwas nicht so läuft, wie sie es gerne hätten.
Klar - man kann manches sicher von unterschiedlichen Standpunkten aus betrachten.
Aber ich bin gewiss niemals heulend vor irgendjemands Haus gestanden, schluchzend, dass ich kein Geld mehr für Essen hätte - um mir damit die finanzielle Ablösung eines angeblich kaputten Kamineinsatzes zu erschleichen. Das behauptet er jetzt - in Kommentaren im Blog, bei gemeinsamen Bekannten. Er beschimpft mich als Lügnerin, als Betrügerin. Toll.
Wir hatten uns am 19.Oktober 2011 "ordentlich" verabredet und mittags getroffen, um zu besprechen, welche der (mündlich durch ihn gestatteten, weil ich hab nämlich Vertrauen gehabt) Umbauarbeiten und Investitionen als "Verbesserung" des Hauses gelten - und welche nicht.
Dabei wurde mir dann eröffnet:
Das neue Badezimmer, die endlich gut gangbare Treppe auf die Galerie im Wohnzimmer (vorher war das eher ne Hühnerleiter) - keine Verbesserung.
Der Umbau des verrotteten Gartenhauses zu einem Freisitz - keine Verbesserung.
Im Gegenteil: Ich hätte 25 qm mehr Wohnfläche gehabt, und für die hätte ich "eigentlich" auch mehr Miete zahlen müssen. Ich hatte das für einen Scherz gehalten. Musste aber nun lernen: War keiner.
Neue Poolleiter, weil die alte eher Dekoration als stabil war: okay, das wurde anerkannt.
Der "recuperador" eben auch, das wäre ebenfalls eine "Verbesserung des Hauses". Aber der sei ja nicht mehr neu, sondern knapp zwei Winter gebraucht - und deshalb: Wert nur noch 500€. Wurden auch am selben Tag überwiesen (was man jetzt bereut, und weswegen man sich jetzt die Story ausgedacht hat, ich hätte mir dieses Geld "erweint"). Gekostet hatte das Ding übrigens ca. 650€ (runtergesetzt von knapp 1300€) plus Einbau ca. 500€.
Das Malern des Hauses außen, denn zwei Jahre nach meinem Einzug sah das ehemalige Weiß (wie immer nach einem Winter in Portugal) ziemlich schäbig aus: meine Sache.
Dass Hausanstrich außen Vermieter- und nicht Mietersache ist, und dass man das in Portugal im Grunde alle zwei, drei Jahre machen muss: ok, zugestanden.
ABER: Ich hätte das ja nur machen lassen, weil ich das Weiß nicht mochte. Nicht etwa deswegen, weil es wirklich nötig gewesen wäre. Man hält mir jetzt sogar vor, dass ich - im Scherz! - mal gesagt hab: "Ich lass das Haus pink streichen!" Und natürlich war die Farbe - sand für die Mauer, helles Vanille fürs Haus - mit ihm abgesprochen bzw. "mach was du meinst und was dir gefällt!"
Einrichtungsgegenstände wie Küchenschränke - wollte er nicht haben. Hat er aber jetzt trotzdem behalten. Mit der Begründung: Wenn man die rausmacht, wären Dübellöcher in der Wand. Dasselbe gilt für die Satelliten-Antenne: Wenn man die wegmacht, sind - oh Graus! - die Befestigungslöcher an der Wand zu sehen. Den Durchlauferhitzer wollt er ebenfalls nicht haben - hat ihn aber dennoch behalten. Und und und...
Wahrscheinlich hab ich auch geträumt (obwohl mir - selbstverständlich archivierte - Emails was anderes beweisen!), dass mir ein paar Stunden nach diesem Gespräch angeboten wurde, doch noch ein Jahr länger wohnen zu bleiben, für erheblich reduzierte Miete. Allerdings ohne "Preisangabe".
Nicht ausschließlich allerdings, um MIR behilflich zu sein, übrigens.
Sondern hauptsächlich deshalb, damit man selbst Zeit hatte nen Käufer fürs Haus zu finden. Und dass man es so langsam nach und nach herrichten kann, um es vielleicht doch als Ferienhaus anzubieten.
Mit anderen Worten: ein Jahr Baustelle bzw. 1 Jahr Durchgangsstation für eventuelle Kaufinteressenten. Toll zum Wohnen, Leben und Arbeiten.
Dazu kommt: Es ist vielleicht nicht grad einfach, sondern praktisch unmöglich, genau "zu Termin" ein Jahr später genau solch ein Haus zu finden, in dem man sich wohlfühlt...
Alles unwichtig, alles irrelevant.
In genau dieser Mail steht übrigens auch drinne, dass man eigentlich froh ist, dass ICH den Entschluss zum Auszug gefasst habe, denn man selbst wollte schon seit langer Zeit verkaufen, hatte aber nicht die Traute, mir das zu sagen.
Und so weiter und so fort.
Wirklich erschreckend für mich ist nach wie vor:
Wie kann sich jemand, der immer ein Gentleman und wahrer Freund schien, mit dem man viel Spaß aber auch viel Ernstes durchlebte, so aufführen?
Grad wie ein abgewiesener Liebhaber - und das stand nun wirklich niemals niemals auf der Tagesordnung.