Donnerstag, 13. August 2026

Sonnenfinsternis am 12. August 2026

 Die einzig wahre portugiesische Sonnenfinsternis sieht selbstverständlich so aus: 

Ich hatte leider leider keine Spezialbrille mehr ergattert - alles ausverkauft in Monchique. Obwohl ich gestern früh extra nochmals im Städtchen war. Weder in den Apotheken noch bei den beiden Optikerläden gab's eine, beide hatten gut sichtbar Schilder aufgehängt mit dem Hinweis: "Óculos para o eclipse solar esgotados"
War irgendwie ein leicht merkwürdiges Gefühl, als es ab 18:40 dunkler wurde. Aber ohne Brille gab es keine Chance, irgendetwas anderes als die strahlende Sonne wahrzunehmen. Und nein: Ich hab selbstverständlich nicht minuten- oder auch nur sekundenlang in die Sonne zu starren!

Ganz anders war es am 11. August 1999, als ich damals mit Schwester und beiden Neffen mittags auf der Rheinbrücke bei Baden-Baden/Rastatt stand und die totale Sonnenfinsternis gesehen und erlebt habe.


Okay, den Kindleins war's nach ein paar Minuten eher langweilig - selbst der mütterliche bzw. tantliche Hinweis, wie selten solch ein Himmelsereignis sei und dass die beiden das erst wieder (wenn überhaupt) mit Ende 30 erleben könnten, machte auf die zwei keinen großen Eindruck. Auf uns Erwachsene schon eher, denn wenn mittags sich plötzlich der Himmel verfinstert und alle Vögel aufhören, zu singen und zu zwitschern, ist das irgendwie schon gespenstisch. Es wurde auch schlagartig kühler - nochmals ein kleiner "Gruseleffekt". Und es war eine kurze Zeit wirklich total dunkel. 

Damale ein Jahrhundertereignis: die letzte Sonnenfinsternis des Jahrtausends, eine totale Eclipse und dann auch noch genau im eigenen Wohnort sichtbar. 

Gestern in Portugal und vor allem Faro war's ja "nur" partiell zu sehen.
Zu knapp 93% war die Sonne bedeckt:

In Silves sah das so aus: 

Und als Pastel de Nata also eher so:

Mittwoch, 12. August 2026

Sonnenfinsternis 2012 in Portugal

 Text von Safe Communities Portugal, übersetzt mit deepL

So war es 1912 - Wissenswertes über die Sonnenfinsternis in Portugal

An diesem Mittwoch werden Menschenmassen in Norden Portugals erwartet, um ein ähnliches Phänomen zu beobachten. Bereits vor 114 Jahren erlebte das Land eine historische Sonnenfinsternis. 

Astronomen aus aller Welt reisten damals tagelang, um nach Ovar zu gelangen. Das Phänomen vom 17. April 1912 stellte sogar den Untergang der Titanic in den Schatten. Und die Regierung befreite die Schüler vom Unterricht.

 

In Porto war die Sonnenfinsternis am 17. April 1912 nur eine partielle, was viele Menschen dazu veranlasste, mit Sonderzügen nach Milhundos (Penafiel), wo die Finsternis vollständig war, und nach Ovar zu reisen. Die Presse berichtete, dass die günstigen Bedingungen in Ovar es vielen ermöglichten, die Sonnenfinsternis zu genießen. In Lissabon strömte die Bevölkerung auf die Straßen, auf Balkone, auf Dächer und zum Königlichen Astronomischen Observatorium. Dieses Phänomen, das sich zwei Tage nach dem Untergang der Titanic ereignete, lockte Astronomen aus Russland, England und Frankreich nach Portugal.

In Ovar und Umgebung „ermöglichten die günstigen Bedingungen, wie sie von der damaligen Presse, namentlich der ‚Illustração Portugueza‘ [einer von der Zeitung ‚O Século‘ herausgegebenen Zeitschrift], dokumentiert wurden, ebenfalls einer großen Anzahl von Menschen, die Sonnenfinsternis zu genießen“, erinnert sich Tirapicos.

Während der Blog erwähnt, dass „das Interesse an der Beobachtung des Phänomens die CP – Companhia de Caminhos de Ferro Portugueses (Portugiesische Eisenbahngesellschaft) dazu veranlasste, Sonderzüge nach Ovar zu organisieren“, erinnert ein Artikel im Timeout-Magazin daran, dass „viele Tausende Lissabonner auf die Straßen strömten, um in den Himmel zu blicken“, und dass viele andere die Sonnenfinsternis „von den Balkonen von Gebäuden und Häusern aus (...) beobachteten – einige mit bloßem Auge, andere unter Verwendung verschiedener Formen des Augenschutzes“.

Die Sonnenfinsternis von 1912 verursachte einen der größten Ausbrüche von durch die Sonnenfinsternis bedingter Blindheit in der europäischen Geschichte und führte bei Tausenden zu schweren Augenverletzungen. Da zertifizierte Brillen nicht verfügbar waren, griffen die Menschen auf selbstgemachte Rauchgläser, handelsübliche Pappbetrachter zurück oder beobachteten die Sonnenfinsternis ohne Schutz. Die Sonnenfinsternis dauerte nur ein oder zwei Sekunden, und die Menschen wurden überrascht, als das direkte Sonnenlicht wieder erschien.

In einer vom Königlichen Astronomischen Observatorium von Lissabon in der Royal Tapada d’Ajuda veröffentlichten Broschüre zur Sonnenfinsternis von 1912 hieß es, dass „alle gebildeten Menschen“ die „Theorie“ der Sonnenfinsternisse kannten und dass die übrigen zumindest nicht mehr „an eine monströse Schlange glaubten, die in der Bewegung der Sterne lauerte und sie im Vorbeiziehen angriff“.

Im Mai 1900 gab es in Portugal ebenfalls eine Sonnenfinsternis, die großes Interesse weckte. Laut Lusa, das sich auf den Blog „Restos de Colecção“ beruft, begaben sich bei dieser Gelegenheit „rund 25.000 Menschen, darunter die Prinzen Luís Filipe und Manuel, nach Ovar, um das Phänomen zu beobachten.“

PHOTOS: DN - Eclipse seen from Ovar in 1912 - Illustração Portugueza - Restos de Coleccao - Arquivo Nubicipal de Lisboa

Dienstag, 11. August 2026

Wenn man das Elektroauto vor dem Verbrenner erfunden hätte

Wenn man das Elektroauto vor dem Verbrenner erfunden hätte...
(Rory Sutherland mit deutschen Untertiteln)

 Gefunden auf X bei @solarpapst

Freitag, 7. August 2026

Wetter heute


Brutal heiß. Der Senhor geht tagsüber gar nimmer raus. Ich hab vormittags nur schnell den Pool "gesaugt", denn der Robot packt die Algen auf dem Boden nicht komplett. Nach dem ersten Runmfahren wirbelt er das Zeugs nur auf. Da muss einmal pro Woche der Teich-Schlammsauger ran.

Bei diesen Arbeiten lag das Wasserbecken noch im Schatten und es war recht angenehm.

Mittags gegen 13 Uhr habe ich draußen den allerletzten Rest des köstlichen Nudelsalats verzehrt. Nach einer kurzen Schwimmrunde bin ich allerdings zu Seiner Hoheit ins kühle Haus geflüchtet...

Mittwoch, 5. August 2026

Terrassentreff international

Zumindest was die Kuliarik angeht. Bissle Italien, bissle Portugal, bissle deutsch und als Überraschungsköstlichkeit: Indien.

Ich liebe ja bekanntlich Nudelsalat. Und war der Meinung, "mein" Nudelsalat à la Casa Leone sei was Feines. Gestern allerdings hat Kape Swenne mich sowas von übertrumpft.

Wir hatten wieder mal einen kleinen mittäglichen Terrassentreff - jeder bringt was Leckeres mit: Ich stiftete Tomaten (die leckeren alten Sorten von Ex-Nachbarin Lisa!) mit portugiesischem Frischkäse, Olivenöl und dem letzten Rest des 50 Jahre alten Balsamicos de Modena, Melone mit Presunto und viel von einem schönen vinho branco. Und Wasser als Alibi. 😉

 

  

Der Schinken wurde von Senhor Sancho sehr eifrig bewacht - und gegen Ende des Mahls fiel auch das eine oder andere Stückchen zu Boden. Ooops.

Petra und Karl hatten angekündigt, sie seien für Baguette zuständig, packten aber für den Nachtisch auch ausgesprochen gute Pasteis de Nata ein. 

Und den absoluten Star des Mittagsmahles: indischen Nudelsalat. Aber so dermaßen gut - zum Reinknien. Und weil Karl ungern für wenige Einzelschicksale kocht, wenn er in der Küche steht, durfte ich mir eine Riesenschüssel der Köstlichkeit abzweigen. 

Mit anderen Worten: Ich schwelge heute nochmals in indischen Nudelsalat-Gefilden. Nun muss ich nur noch das Rezept kriegen!

Das leckere Extra-Mitbringsel werde ich morgen verkosten. Zum Frühstück. 

Mittwoch, 29. Juli 2026

Tomatenschwemme

Aus der Reihe "wenn die liebe Ex-Nachbarin vorbeischaut"... und erntefrische Tomaten aus der eigenen Horta mitbringt. Sooooo lecker. Und so riesig, dass ich aus einer einzigen locker 2 Portionen Tomatensoße kriege. 


Heut gab's aber erstmal richtigen guten sugo, den ich am Spätnachmittag mit Rigatoni verzehrt hab. Den Rest gibt es morgen, entweder nochmals mit Pasta oder vielleicht doch Gnocchi oder nur "Dippen" mit Brot. 

Jedenfalls gut, dass ich bei der Hitze nicht am Herd stehen und kochen muss. 

Die restlichen Tomaten werden eingefroren, ein paar gibt's roh. Es waren nämlich auch bunte kleine Tomätchen dabei. Lisa baut gerne alte Sorten an - und der Geschmack: sooooo gut.

Danke nochmals für unser Tauschgeschäft: sauleckere Tomaten gegen Avocados von meinem Baum, der seit ca 2 Wochen meint, er müsste uns allen mal so richtig zeigen, was er kann. Nagelfrau Tatyana vergangene Woche und heute die Zahnarztpraxis haben sich sehr über jeweils einen Riesenbeutel Avocado gefreut. 

Montag, 27. Juli 2026

Boy George "Od Nirkod"

Boy George veröffentlicht heute, am 27. Juli 2026, einen neuen Song mit dem Titel „Od Nirkod – We Will Dance Again“ – auf X mit dem Hashtag #Shalom. 

Ein Reggae-Track, der den 7. Oktober direkt erwähnt. Und vor allem da, was Boy George als das „selektive Gedächtnis“ der Welt in Bezug auf das Massaker von Nova kritisiert. Der Song endet mit einer auf Hebräisch gesungenen Zeile. Der Song wurde auf X veröffentlicht - und das ist die eigentliche Geschichte. Nicht auf Spotify. Nicht auf Apple Music. Nicht über ein Label, einen Vertrieb, ein Playlist-Team.

#AmYisraelChai


Der Text:

You say genocide, I say war.
When you're attacked, it's what the army's for.
Does it get ugly?
You bet it does when I know you want to kill every last one of us.
Every last one of us.
Every last one of us.
You never mention October 7.
Young girls raped against trees, murdered brutally for the crime of dancing.
You condemn the Jews with selective memory.
Musicians holding flags, mouthing like sheep.
Propaganda fueled by the internet.
It feels so weak.
But trust me, we will dance again.
We will dance again.
We will dance again. And there will be no war.
But if you're ever confused, I stand with the Jews.
I don't feel brave.
I just need to behave like a human.
But trust me, we will dance again.
We will dance again.
We will dance again and there will be no war.
But if you're ever confused, I stand with the truth.
I don't feel brave.
I just need to behave like a human.
But trust me, we will dance again.
We will dance again.
We will dance again. And there will be no war.
But if you're ever confused, I stand with the truth.
I don't feel brave.
I just need to behave like a human.
I am not afraid I say my name when they come to kill you

אני לא מפחד לומר את שמי כשיבואו להרוג אותך

Montag, 20. Juli 2026

Diogo Brehm - so geht Portugal und Portugiesisch

Auf Instagram und Facebook treibt Diogo Brehm sein "Unwesen" 😉 und erklärt seinen Followern, wie Portugal so ist, wie die Portugiesen ticken und was man zu Portugiesisch wissen sollte.

Ein paar kleine Kostproben gefällig? Aber gern!

Portugiesen zahlen im Restaurant nicht "getrennt"

In Portugal gibt's ungewöhnliche Gesetze

"Böse" Wörter kann man auch "liebevoll" verwenden

Das schlimmste Fettnäpfchen für estrangeiros in Portugal

Dienstag, 14. Juli 2026

Sushi satt

Neuigkeiten bei den lieben Nachbarn: Sie haben ein hübsches Haus gefunden und werden zum Oktober 2026 ausziehen. Das hinderte uns aber nicht, die erfolgreiche Haussuche mit einem kleinen abendlichen Terrassentreff in der Casa Leone zu feiern. Trotz Wermutstropfen bei mir weil ich wieder neue Nachbarschaft kriege - und ob das so eine nette sein wird, steht noch in den Sternen...

  

Der Senhor mag Sushi übrigens auch. Und weil soooo viel da war (ich hatte noch genug fürs nächste Mittagsmahl!), fiel das eine oder andere japanische Teilchen zu Boden.

Mittwoch, 1. Juli 2026

Hitzewelle

Ich komme gerade ausm Inferno...

Heute war Bankbesuch nötig, und das heißt: runter nach Portimão, wo IPMA heute bis zu 37 Grad angekündigt hat (gegenüber läppischen 34 Grad bei uns in der Serra da Picota). 

Ok, es war sicher noch nicht sooooo heiß, aber es reichte für total durchgeschwitzte Klamotten (ein leichtes Flatterkleid!). Trotz des Parkplatzes unweit der Bank (ich liebe meinen Behindertenausweis!), Klimaanlage in der Bank und natürlich auch in meinem Autochen.
Danach selbstverständlich Besuch bei Herrn/Frau Lidl - ich muss ja nun wirklich ausnutzen, wenn ich schon mal selber vor Ort bin (und nicht die liebe Nachbarin für Gouda-Nachschub sorgt).

Auto musste leider in der Sonne stehen, weil alle beschatteten Behindertenparkplätze belegt waren.  Großeinkauf, 30 Minuten - und dann eilends wieder zurück in die kühlere Bergwelt.
Und jetzt Pooooooool.


Begebenheit am Rande:

Mich erreichte heute früh die WhatApp-Nachricht einer Bekannten aus Alvor. Sie hätte gehört, dass ich vergangenen Donnerstag gestorben sei und wolle nun doch mal nachhören... 😃
Ich kann versichern: Ich lebe noch! 

Zeugen sind unter anderem Perle Fátima und selbstverständlich der Senhor. Und die lieben Nachbarn (huhu Karim und Hannah!). Und meine Vermieter. Und der Chef der ABANCA-Filiale. Und der Kassierer im Lidl (samt diversen Kunden). Und meine Zahnärztin. Und und und...