Ich finde, so kann man den Dia de Portugal e Camões aushalten:
Im Pool läuft gerade frisches Quellwasser nach.
Seit 2004 schreibe ich über mein Auswandern in den wilden Südwesten Europas. Zunächst standen Texte & Fotos in einem deutschsprachigen Portugalforum. Das fand so viel Anklang, dass die Idee entstand, die Geschichte(n) als Blog zu veröffentlichen. 2012 gab's "Kann denn Fado fade sein" als Buch bei Heyne, seit 2018 überarbeitet und ergänzt direkt bei amazon: um zu zeigen, wie es einer erging (und ergeht), die auszog, ihre neue Heimat zu erobern. Viel Spaß beim Lesen!
Ich finde, so kann man den Dia de Portugal e Camões aushalten:
Mittwoch ist bei mir ja immer "Perlentag". Will heißen, "Perle" Fátima wirkt in Haus & Hof, der Senhor ist unter liebevoller Bewachung und sein Frauchen kann irgendwelchen, angeblich lebenswichtigen Beschäftigungen außer Haus nachgehen.
Heute aufm Plan:
neben dem üblichen Wocheneinkauf bei Intermarché und beim Rei da Fruta endlich wieder mal ein Besuch bei der cabeleireira. Haare sind nun 10 cm kürzer, weil Sommer und viel heiß.
Der Früchtekönig lockte mit meloas im Angebot - sicherheitshalber und überzeugenderweise gleich mit Kostprobe. Danach konnte ich echt nicht Nein sagen, obwohl der König in diesem Fall royale Preise hatte (pro Stück, ca 1,5 kg -> 4€). Aber fürs kommende, wohl wieder heiße Wochenende mussten 2 Stück mit. Vor allem, weil's keine Kirschen aus Fundão gab. Der König meinte, das sei dieses Jahr schwierig, wegen der winterlichen Regenstürme in dieser Region. Aber melão aus dem Kühlschrank ist ein guter Ersatz.
Die beim Intermarché erworbenen Zucchini wurden teilweise mittags bereits verarbeitet, und zwar zu Zucchini-Burgern picante mit Chiliflocken, Knoblauch und geriebenem Käse.
Senhor Sancho hat seit dem vergangenen Wochenende eine neue Taktik, um den ihm seiner Meinung nach zustehenden Anteil an MEINEM Mittagessen zu erhaschen.
Wir kennen bereits den Mitleidsblick, wir hörten forderndes (aber stur von Frauchen ignoriertes) Bellen, wir wissen um das diskrete, aber flehentliche Seufzen, wenn Seine Hoheit scheinbar uninteressiert neben einem liegt.
Neu ist, in sommerlichen Zeiten, das ganz offene Betteln, indem man auf der Terrassencouch liegt, beide Pfötchen zierlich auf der Lehne und dazu "der Blick".
Ich liebe die Digitalisierung geradezu. Und das hat seinen Grund: Gestern hatte ich bei amazon Spanien eine Rücksendung veranlasst. Angeboten wurden mir sowohl
Abzugeben war das Päckchen - ob normal oder digital - bei unserem Elektrolädchen in Monchique. Ob des schönen Wetters war ich in Experimentierlaune und dachte: "Das probierst jetzt mal aus!"
Gesagt, getan. Gesendet wurde das Etikett natürlich per Mail. Zur Sicherheit machte ich einen Screenshot von Code und portugiesischer Anleitung, denn ich konnt' mir wirklich nicht so recht vorstellen, ehrlich gesagt, dass die etwas ältere Mitbürgerin in dem Laden sowas "Modernes" wie digitale Etiketten beherrscht... Der Ladeninhaber kann's bestimmt nicht, denn der scheitert schon am einzulesenden Code bei einer Paketabholung. :D
Heute morgen um kurz nach 10 Uhr war's dann soweit für mein digitales Abenteuer. Lacht bitte nicht, alte Hexen wie ich finden zwar nicht, dass das Internet per se "Neuland" sei. Aber digitale Etiketten hatte ich eben noch nicht ausprobiert.
Ich muss sagen: Ich bin begeistert! Madam Elektrolädchen griff unter die Ladentheke und holte einen Aufkleber heraus - lediglich mit einem Nummerncode der entsprechenden Auslieferfirma. Zweiter Griff zu ihrem Handy, um den von amazon gesendeten Code von meinem Handy einzulesen. Aufkleber abziehen, aufs Päckchen pappen und den unteren Abschnitt mit einer Trackingnummer an mich aushändigen.
Das war's!
Ich find das einfach irre, wie leicht und problemlos das geht. Davon mal abgesehen, dass
Madame sagte noch, im Elektrolädchen bieten sie das für CTT an, für DPD und Celeritas (das war mein Auslieferer). Ich denke aber mal, andere haben dieses einfache digitale System mittlerweile auch.
Wehe, einer von euch lacht mich aus, weil ich das noch nicht kannte bzw ausprobiert hatte. Bin ich Bundeskanzlerin??
Ich hab's ja gestern schon angedeutet: Senhor Sancho hatte in den vergangenen Tage zweimal ein Date mit unserer Monchiquenser Tierärztin, Dra Ana Silva
Diesmal nicht wegen irgendwelchen Allergieproblemen, sondern wegen seiner süßen Öhrchen. Die schienen nämlich ganz arg zu jucken, so sehr, dass Seine Hoheit nicht nur ständig den Kopf schütteln musste, sondern er kratzte sich auch heftig und so langanhaltend, dass er quiekte und sogar blutig war.
Also: Donnerstagabend Termin in der Clínica veterinária von Monchique.
Im Sprechzimmer wurde Senhor Sancho zunächst dem üblichen Kurzcheck unterzogen. Als Dra Ana in seine Ohren blicken wollte, zeigte er sich jedoch äußerst unkooperativ: Er kreischte wie ein Ferkel, zappelte herum, aber es nützte ihm alles nichts. Sowohl Dra Ana wie ich waren heilfroh, dass draußen keine weiteren tierischen Patienten samt Frauchen/Herrchen warteten. Die hätten sicher die Flucht ergriffen!
Des Senhors Diagnose stand schnell fest: Mittelohrentzündung an beiden Hundeohren. Antibiotikum für 10 Tage, Antihistamin für 4 Tage. Erneute Untersuchung nach den vier Tagen, also montags.
Es war recht leer, als Senhor Sancho mit Frauchen das Etablissement am Montagmittag betrat. Allerdings erregte eine schwarze Katze seiner Hoheit Unwillen - er äußerte lautstark, dass er solches Getier nicht in seiner Gegenwart dulde. Die Katz' nahm es gelassen, blickte ihn hochmütig an, ging aber ihrer Wege.
Dra Ana war durchaus zufrieden, meinte aber, Ohrentropfen seien als Therapie angebracht. Zwei Möglichkeiten taten sich auf: entweder 1 Behandlung jetzt in der Praxis und dann nach 14 Tagen hoffentlich alles ok (Preis ca. 55€). Oder 7 Tage lang täglich 1x (für 23€) Tropfen ins Ohr.
Zunächst neigte ich der Einmal-Behandlung zu, dachte mir dann aber: Seine Hoheit MUSS lernen, Frauchen und Fachpersonal an seine Ohren zu lassen. Vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass er bereits ferkelartig zu kreischen und quieken beginnt, wenn man noch zehn Zentimeter von seinen Ohren entfernt ist. Dra Ana nennt sowas Angeber, ich sag "hysterischer Hypochonder" dazu.
Die erste Dosis war noch Dra Ana vorbehalten - mit der üblichen lautstarken Geräuschkulisse.
Die heimische Behandlung zeigte nach und nach Verbesserungen. Heute - an Tag 4 - ließ Senhor Sancho seine Ohrenbehandlung daheim völlig geräuschlos mit gottergebenem Blick über sich ergehen. Wirklich brav!
Ich bin immer wieder stolz auf Seine Hoheit, wie gut er sich allen möglichen Situationen anzupassen vermag. Dass er's anders versucht, ist ja im Grunde okay... Nach dem furchtbaren Stress pennt er gerne auf "seinem" Sessel.
Senhor Sancho ist nicht nur - wie man zB hier nachlesen kann: - ein tapferer Hund. Er ist intelligent. Sogar sehr "gscheit", wie wir in Bayern sagen würden. Und er lernt schnell. Sehr schnell.
Ich habe ja unten auf meiner zweiten Obstbaum-Terrasse, wo auch der wahrlich riesige und äußerst fruchtbare Avocadobaum steht, ein kleines Holz-Zaun-Törchen. Das war vor ein paar Wochen von den Gärtnern repariert worden. Weil das Leben eines Holzpfostens halt nicht ewiglich dauert und bei unseren sehr feuchten und im vergangenen Winter extrem nassen Wetterverhältnissen sowas nach ein paar Jahren gerne mal verrottet.
Gesichert hatte ich das Törchen mit einem Sperrhaken, damit man leicht rein- und rausgehen kann.
Was ich leider nicht bedacht hatte, ist des Senhors Fähigkeit, sich schlangengleich durch einen relativ schmalen Spalt zu winden, um die Freiiiiiiheit in der weitläufigen Horta meiner Vermieter zu genießen. Mir fiel nur vor ein paar Tagen auf: Wenn ich Seine Hoheit rufe, dauert es denn doch relativ lang, bis das Tier freudig wedelnd vorm Haus steht. Am Sonntag gar begehrte der Senhor Einlass am "ordentlichen" Tulpentor. Wie war er nur dorthin gekommen?
Ich befürchtete schon wildschweinische Angriffe auf meinen Gartenzaun... entdeckte aber schnell, dass Senhor Sancho kein Loch gefunden, sondern sich durch den Spalt unterhalb des Sperrhakens geschlängelt hatte.
Kein Problem - Sperrhaken sind in meiner Werkzeugkiste immer vorhanden. Brachte ich eben einen zweiten an, etwa 30 cm über dem Boden. Einen halben Tag war Ruhe. Mag einer gewissen Müdigkeit Seiner Hoheit geschuldet sein, denn er hatte am Donnerstag und Montag jeweils ein Date mit unserer Tierärztin (dazu schreib ich noch was!).
Gestern Morgen allerdings: Der Senhor war verschwunden, wieder mal. Nun weiß ich ja: Er kommt stets zurück, denn er hat viel zu viel Panik, dass ihm Essen und Bett und Streicheleinheiten nicht mehr zur Verfügung stehen könnten. Nach dem dritten Mal Pfeifen und Rufen sprang er fröhlich herbei. Aus Richtung der Obstbaumterrasse, die ihn sonst überhaupt nicht interessiert.
Meine Recherche ergab: Das intelligente Tier hatte erkannt, dass man einen Sperrhaken, der zu tief und damit im Bereich hündischer Kopfhöhe angebracht ist, problemlos mit der Nase hochheben und danach das nachbarliche Gelände weiterhin erkunden kann. Jetzt kommt aber eine Kette dran.
Seine Hoheit ging natürlich mit nach unten, als Frauchen sich mit Kette auf den Weg machte. Die baulichen Veränderungen interessierten ihn scheinbar nicht. Zumindest tat er völlig uninteressiert. Ich vermute allerdings, dass er den nächsten Ausbruch bereits plant. Bin gespannt, was er sich jetzt einfallen lässt...
Ich habe einen sehr sehr tapferen kleinen Hund!
Eben war ich im Schwimmbecken und Senhor Sancho hat sich überwunden: Er schlängelte sich am Geländer vorbei und folgt mir jetzt wieder am Beckenrand, wenn ich meine Bahnen (naja eher Bähnchen 😉) ziehe.
Was ihn jetzt plötzlich dazu bewogen hat? Keine Ahnung. OK, er steht seit gestern Abend unter Drogen, weil Seine Hoheit beidseitig unter einer fiesen und juckenden Ohrentzündung leidet. Und im Drogenrausch wird man ja schon mal besonders tapfer oder übermütig.
Oder ist es eher der pure Egoismus? Also die Befürchtung, dass ich absaufe und dann gibbet nix mehr zu fressen für den Senhor... 🙄
Aber ich finde es trotzdem toll, dass er jetzt über seinen Schatten gesprungen ist. Er kam allerdings erst zum Nachschauen und Kontrollieren, als ich geschwommen bin, also nur mein Kopf zu sehen war und daher klingt mein Rufen anders.
Als ich vorher "einfach so" im Wasser war, also sozusagen zu Fuß mit dem Kescher, um Blätter rauszufischen, ließ er sich zu gar nichts bewegen. Senhor Sancho ging nicht mal zum Trinken an den Beckenrand. Selbst als der Pool noch wasserlos und staubtrocken war, konnte ich ihn an der Leine nicht in die Nähe des Geländers locken, geschweige denn, um das böse Metallteil herum auf den Beckenrand. Ist ja wirklich nicht viel Platz.
Ich bin jedenfalls sehr stolz auf den tapferen Senhor, dass er seine Angst aus welchen Gründen auch immer überwunden hat. Vielleicht will auch künftig wieder seinen heißgeliebten Ball aus dem Wasser fischen...
Seine Drogen in Leberpastete hat er sich heute wirklich verdient. Und ich gönne mir ein schönes Glas tinto.
Okay. Ich habe eben die Badesaison 2026 eröffnet. Am Karfreitag. Man gönnt sich ja sonst nix.
Nach einem lecker Mittachesse: Senhor Sancho und Frauchen unter der Glyzinie bei der Siesta und beim Schmusen. Im Schatten. Direkt in der Sonne kann man's nämlich kaum aushalten...
Große Dinge werfen ihre Schatten in der endlich endlich strahlenden Sonne voraus: Gerade eben war ich nämlich im noch leeren Pool, um die letzten Blätter rauszukehren. Gekärchert wurde das Becken ja schon.
Mittags kommt nun Helge und bringt Kindlein Yonah vorbei, weil ich heute Betreuerin spielen darf. Bei der Gelegenheit macht er mir die Caixa auf, in der die Filter "versteckt" sind und dann heißt es: WASSER MARSCH.
Das Wetter soll nämlich die nächsten Tage schön und warm und sonnig bleiben. Mööööglicherweise kann man also anbaden!
Wer hier mitliest, weiß: Seit Dezember 2025 schwelge ich in Sachen "Sicherheit im und ums Haus". Mit anderen Worten: Geländer an Treppen und Stufen, welche frau als junge Hüpferin easy überwunden hat, für die man jedoch als alte Lady vielleicht besser mal vorsorgt.
Im Dezember war Sultan an der Terrassentreppe zugange -> Stiagnglandergschichtn, die erste
Heute waren Eduardo und Roberto vor Ort, die "neuen" Gärtner (naja: seit September immerhin), über die ich mehr als happy bin! Kann mich nur immer wieder beglückwünschen, dass ich die beiden aufgetan habe. Nachbar Karim ist auch sehr zufrieden mit den beiden!
Neben den üblichen Gartenarbeiten stand auf dem Plan:
_ Geländer an der Treppe neben dem Pool nach oben auf die obere Wiese sowie
_ Geländer/Handlauf direkt am Schwimmbecken, das ich sowohl von "außen" (also beim Hochsteigen im Trockenen) wie auch "innen" (also beim Einsteigen ins momentan allerdings noch nicht vorhandene kühl-erfrischende Nass) nutzen kann.
Die Treppe nach oben ist leider etwas diffizil: unterschiedliche Stufenhöhen, außerdem eine Stufe wesentlich tiefer als die anderen, praktisch wie ein Treppenabsatz. Und dazu kommt noch, dass die Stufen nach unten hin breiter werden, das Geländer daher bei geradem Verlauf natürlich nicht den gesamten Raum möglichst gut ausnutzen würde. Deshalb gibt es nun zwei Teil-Geländer, die der Treppenbiegung und den unterschiedlichen Stufenbreiten bzw. -höhen Rechnung tragen.
Künftig wird das wieder spätestens alle 2 Jahre gemacht (und nicht, wie jetzt, mehr als 3 Jahre vernachlässigt). Mir selber war's in den vergangenen Jahren einfach zu viel, zu anstrengend und führte zu schlimmem Rücken. Die vorher tätigen Gärtner taten da auch wenig, aber jetzt wird alles besser.
Nächstes Mal geht's noch an den Rest der gefliesten Wege ums Haus und an die eine Wand an der Waschküche. Und dann darf Roberto den Malerpinsel schwingen bzw. die Farbrolle rollen: Alles wird im freundlichen Gelb erstrahlen. 🙂
Hach - heute strahlt die Sonne vom blitzblankblauen Himmel. Es soll noch ein paar Tage so bleiben. Ich eile jetzt in die Kuchel, die nächste Portion Spargel ins Wasser werfen. Und dann geht's raus auf die Terrasse in die Sonne für almoço und relaxen!
Zum ersten Mal hab ich von growit Bio-Spargel aus Portugal bestellt - und das war/ist eine sehr gute Entscheidung. Pro Kilo 1a-Ware mit praktisch null Verschnitt 14€ inkl Versand. Der einzige Haken: Mindestabnahme sind 5 Kilo.
Geerntet am Montagmorgen, Dienstagmittag per CTT expresso geliefert. Erstmal unten im Ort an die BP-Tankstelle, weil zu mir auf den Berg zum Hexenhaus kommen die Herren und Damen Ausfahrer*innen ja nun kaum mehr. Lisa war dann so freundlich, mir am späteren Nachmittag nicht nur ein wirklich leckeres selbstgebackenes Sauerteigbrot vorbeizubringen, sondern eben davor auch noch schnell den Spargel einzusammeln...
Der Großteil ist schon in der TK, allerdings hab ich mir ca 800 Gramm für heute und die kommenden Tage schon mal aufgehoben - "nur" in ein feuchtes Tuch gewickelt im Kühlschrank. Und mittags gab's erst mal Spargel naturelle, pur mit einem (größeren) Flöckchen Salzbutter. Sooooo lecker!