Mittwoch, 5. August 2026

Terrassentreff international

Zumindest was die Kuliarik angeht. Bissle Italien, bissle Portugal, bissle deutsch und als Überraschungsköstlichkeit: Indien.

Ich liebe ja bekanntlich Nudelsalat. Und war der Meinung, "mein" Nudelsalat à la Casa Leone sei was Feines. Gestern allerdings hat Kape Swenne mich sowas von übertrumpft.

Wir hatten wieder mal einen kleinen mittäglichen Terrassentreff - jeder bringt was Leckeres mit: Ich stiftete Tomaten (die leckeren alten Sorten von Ex-Nachbarin Lisa!) mit portugiesischem Frischkäse, Olivenöl und dem letzten Rest des 50 Jahre alten Balsamicos de Modena, Melone mit Presunto und viel von einem schönen vinho branco. Und Wasser als Alibi. 😉

 

  

Der Schinken wurde von Senhor Sancho sehr eifrig bewacht - und gegen Ende des Mahls fiel auch das eine oder andere Stückchen zu Boden. Ooops.

Petra und Karl hatten angekündigt, sie seien für Baguette zuständig, packten aber für den Nachtisch auch ausgesprochen gute Pasteis de Nata ein. 

Und den absoluten Star des Mittagsmahles: indischen Nudelsalat. Aber so dermaßen gut - zum Reinknien. Und weil Karl ungern für wenige Einzelschicksale kocht, wenn er in der Küche steht, durfte ich mir eine Riesenschüssel der Köstlichkeit abzweigen. 

Mit anderen Worten: Ich schwelge heute nochmals in indischen Nudelsalat-Gefilden. Nun muss ich nur noch das Rezept kriegen!

Das leckere Extra-Mitbringsel werde ich morgen verkosten. Zum Frühstück. 

Mittwoch, 29. Juli 2026

Tomatenschwemme

Aus der Reihe "wenn die liebe Ex-Nachbarin vorbeischaut"... und erntefrische Tomaten aus der eigenen Horta mitbringt. Sooooo lecker. Und so riesig, dass ich aus einer einzigen locker 2 Portionen Tomatensoße kriege. 


Heut gab's aber erstmal richtigen guten sugo, den ich am Spätnachmittag mit Rigatoni verzehrt hab. Den Rest gibt es morgen, entweder nochmals mit Pasta oder vielleicht doch Gnocchi oder nur "Dippen" mit Brot. 

Jedenfalls gut, dass ich bei der Hitze nicht am Herd stehen und kochen muss. 

Die restlichen Tomaten werden eingefroren, ein paar gibt's roh. Es waren nämlich auch bunte kleine Tomätchen dabei. Lisa baut gerne alte Sorten an - und der Geschmack: sooooo gut.

Danke nochmals für unser Tauschgeschäft: sauleckere Tomaten gegen Avocados von meinem Baum, der seit ca 2 Wochen meint, er müsste uns allen mal so richtig zeigen, was er kann. Nagelfrau Tatyana vergangene Woche und heute die Zahnarztpraxis haben sich sehr über jeweils einen Riesenbeutel Avocado gefreut. 

Montag, 27. Juli 2026

Boy George "Od Nirkod"

Boy George veröffentlicht heute, am 27. Juli 2026, einen neuen Song mit dem Titel „Od Nirkod – We Will Dance Again“ – auf X mit dem Hashtag #Shalom. 

Ein Reggae-Track, der den 7. Oktober direkt erwähnt. Und vor allem da, was Boy George als das „selektive Gedächtnis“ der Welt in Bezug auf das Massaker von Nova kritisiert. Der Song endet mit einer auf Hebräisch gesungenen Zeile. Der Song wurde auf X veröffentlicht - und das ist die eigentliche Geschichte. Nicht auf Spotify. Nicht auf Apple Music. Nicht über ein Label, einen Vertrieb, ein Playlist-Team.

#AmYisraelChai


Der Text:

You say genocide, I say war.
When you're attacked, it's what the army's for.
Does it get ugly?
You bet it does when I know you want to kill every last one of us.
Every last one of us.
Every last one of us.
You never mention October 7.
Young girls raped against trees, murdered brutally for the crime of dancing.
You condemn the Jews with selective memory.
Musicians holding flags, mouthing like sheep.
Propaganda fueled by the internet.
It feels so weak.
But trust me, we will dance again.
We will dance again.
We will dance again. And there will be no war.
But if you're ever confused, I stand with the Jews.
I don't feel brave.
I just need to behave like a human.
But trust me, we will dance again.
We will dance again.
We will dance again and there will be no war.
But if you're ever confused, I stand with the truth.
I don't feel brave.
I just need to behave like a human.
But trust me, we will dance again.
We will dance again.
We will dance again. And there will be no war.
But if you're ever confused, I stand with the truth.
I don't feel brave.
I just need to behave like a human.
I am not afraid I say my name when they come to kill you

אני לא מפחד לומר את שמי כשיבואו להרוג אותך

Montag, 20. Juli 2026

Diogo Brehm - so geht Portugal und Portugiesisch

Auf Instagram und Facebook treibt Diogo Brehm sein "Unwesen" 😉 und erklärt seinen Followern, wie Portugal so ist, wie die Portugiesen ticken und was man zu Portugiesisch wissen sollte.

Ein paar kleine Kostproben gefällig? Aber gern!

Portugiesen zahlen im Restaurant nicht "getrennt"

In Portugal gibt's ungewöhnliche Gesetze

"Böse" Wörter kann man auch "liebevoll" verwenden

Das schlimmste Fettnäpfchen für estrangeiros in Portugal

Dienstag, 14. Juli 2026

Sushi satt

Neuigkeiten bei den lieben Nachbarn: Sie haben ein hübsches Haus gefunden und werden zum Oktober 2026 ausziehen. Das hinderte uns aber nicht, die erfolgreiche Haussuche mit einem kleinen abendlichen Terrassentreff in der Casa Leone zu feiern. Trotz Wermutstropfen bei mir weil ich wieder neue Nachbarschaft kriege - und ob das so eine nette sein wird, steht noch in den Sternen...

  

Der Senhor mag Sushi übrigens auch. Und weil soooo viel da war (ich hatte noch genug fürs nächste Mittagsmahl!), fiel das eine oder andere japanische Teilchen zu Boden.

Mittwoch, 1. Juli 2026

Hitzewelle

Ich komme gerade ausm Inferno...

Heute war Bankbesuch nötig, und das heißt: runter nach Portimão, wo IPMA heute bis zu 37 Grad angekündigt hat (gegenüber läppischen 34 Grad bei uns in der Serra da Picota). 

Ok, es war sicher noch nicht sooooo heiß, aber es reichte für total durchgeschwitzte Klamotten (ein leichtes Flatterkleid!). Trotz des Parkplatzes unweit der Bank (ich liebe meinen Behindertenausweis!), Klimaanlage in der Bank und natürlich auch in meinem Autochen.
Danach selbstverständlich Besuch bei Herrn/Frau Lidl - ich muss ja nun wirklich ausnutzen, wenn ich schon mal selber vor Ort bin (und nicht die liebe Nachbarin für Gouda-Nachschub sorgt).

Auto musste leider in der Sonne stehen, weil alle beschatteten Behindertenparkplätze belegt waren.  Großeinkauf, 30 Minuten - und dann eilends wieder zurück in die kühlere Bergwelt.
Und jetzt Pooooooool.


Begebenheit am Rande:

Mich erreichte heute früh die WhatApp-Nachricht einer Bekannten aus Alvor. Sie hätte gehört, dass ich vergangenen Donnerstag gestorben sei und wolle nun doch mal nachhören... 😃
Ich kann versichern: Ich lebe noch! 

Zeugen sind unter anderem Perle Fátima und selbstverständlich der Senhor. Und die lieben Nachbarn (huhu Karim und Hannah!). Und meine Vermieter. Und der Chef der ABANCA-Filiale. Und der Kassierer im Lidl (samt diversen Kunden). Und meine Zahnärztin. Und und und... 

Samstag, 27. Juni 2026

Malereien rund ums Haus

Am heutigen Samstag - nach dem Regendonnerstag - konnte Maler Rui endlich "richtig" tätig werden. Vor zwei Tagen hatte es so geschüttet, dass wir mittags aufgaben. Immerhin waren schon die "Kiweria" und die Lavandaria (also Kiwi-Pavillon und Waschhaus) grundiert. Bei allem anderen meinte Rui: hat wenig Sinn bei Regen, weil die Grundierung sollte schon komplett durchgetrocknet sein, bevor die "richtige" Farbe draufkommt. 

Tadaa! Ich präsentiere nun allgemein beliebte Vorher-Nachher-Ansichten. An der langen gelben Mauer streicht Rui noch, da ist viel Fizzelkram, weil meine lieben Hausherren künstlerisch veranlagt sind und ne Menge Schmuckelemente drauf gesetzt haben. 

 
Vorher - nachher: Die beiden Sockel rechts und links vor der Haustüre.

 
Vorher - nachher: die Treppe von der Poolterrasse auf die obere Wiese.


Ein echtes Schmuckstück ist sie geworden!

 
Vorher: die Kiweria nach der Grundierung und mit dem ersten Anstrich in Rot

 
nachher: die Kiweria

 
Vorher und zwischendurch: die lavandaria. Foto links nach dem "Kärchern", rechts der Senhor bei der Abnahme der Grundierungsarbeiten.

nachher: das Waschhaus in neuem Glanz!

 
Vorher - nachher: das Außenwaschbecken an der laaaaangen Mauer hinterm Haus.
Da war Rui länger dran, denn durch die vielen Schmuckelemente (Beispiele siehe Fotos unten) ist das ein bisschen fitzelig. 
 
Die Sonne vorher und nachher. 

Gleich nach der Sonne ist dieses Gesicht in die Wand eingearbeitet... das jetzt so aussieht. Schreckt vermeintliche Pösewichte ab, die des Nächtens um Haus schleichen!

Und gegen Ende der Mauer dieser Steinbock (mein Sternzeichen!) in Spiegelsplittern.
Sooo schön.

 
Die lange Mauer vorher: links mit Blick aufs Waschhaus, rechts der Blick auf die "obere Wiese"


Die neu gemalerte Mauer - links mit Blick aufs Waschhaus, rechts der Blick auf die "obere Wiese".

Der Senhor zeigte sich wie immer äußerst brav, erkannte den fleißigen und sympathischen Handwerker wieder und ließ ihn anstandslos sein Königreich betreten. Hin und wieder überprüfte Seine Hoheit selbstverständlich, ob auch alles ordentlich gemalert würde.

Wurde es - und ich empfehle Rui ausdrücklich und sehr gerne weiter. Er macht nicht nur Malerarbeiten, sondern noch vieles mehr rund ums Haus. Seine Visitenkarte: 


Das Ganze - samt Donners-Regen-Tag - war übrigens in gut 11 Stunden erledigt. Voranschlag eines anderen Handwerkers: 2 Mann 4 Tage à 8 Stunden = 64 Stunden. Wahrscheinlich hätten die mit einem Kosmetikpinselchen gearbeitet!

Manchmal frag ich mich schon, ob die einen für blöde halten. Selbst wenn die Kärcher-Arbeit vorher erledigt war, denn dafür hatte ich ja Gärtner Eduardo im Einsatz. Insgesamt also nochmals knapp 8 Stunden dazu. Auch wenn ich das dazurechne, sind es also 19 Stunden - eine ziemlich große Differenz... 

Mittwoch, 10. Juni 2026

Dia de Portugal e Camões

Ich finde, so kann man den Dia de Portugal e Camões aushalten:


Denn heute gab es aus der Reihe "Lecker Mittachesse an heißen Sommertagen, die außerdem portugiesischer Feiertag sind" gebratene Zucchini-Kartoffel-Burger mit Joghurt-Meerrettich-Dip. Knoblauch ist genug im Burger, denn Neumond steht bevor und sowohl Senhor Sancho wie sein Frauchen wollen gegen Vampire gerüstet sein. Deshalb fiel ein kleines Stückchen Burger zu Boden, damit auch Seine Hoheit gegen Fledermaus ähnliche Blutsauger besteht.

Dazu vinho branco mit ein paar Eiswürfeln, der Hitze geschuldet.
Im Pool läuft gerade frisches Quellwasser nach.

Leben in Portugal, vor allem zu Vor-Sommer-Zeiten, ist schon sehr schön!

Mittwoch, 3. Juni 2026

Perlentag

Mittwoch ist bei mir ja immer "Perlentag". Will heißen, "Perle" Fátima wirkt in Haus & Hof, der Senhor ist unter liebevoller Bewachung und sein Frauchen kann irgendwelchen, angeblich lebenswichtigen Beschäftigungen außer Haus nachgehen.

Heute aufm Plan:
neben dem üblichen Wocheneinkauf bei Intermarché und beim Rei da Fruta endlich wieder mal ein Besuch bei der cabeleireira. Haare sind nun 10 cm kürzer, weil Sommer und viel heiß. 

Der Früchtekönig lockte mit meloas im Angebot - sicherheitshalber und überzeugenderweise gleich mit Kostprobe. Danach konnte ich echt nicht Nein sagen, obwohl der König in diesem Fall royale Preise hatte (pro Stück, ca 1,5 kg -> 4€). Aber fürs kommende, wohl wieder heiße Wochenende mussten 2 Stück mit. Vor allem, weil's keine Kirschen aus Fundão gab. Der König meinte, das sei dieses Jahr schwierig, wegen der winterlichen Regenstürme in dieser Region. Aber melão aus dem Kühlschrank ist ein guter Ersatz.

Die beim Intermarché erworbenen Zucchini wurden teilweise mittags bereits verarbeitet, und zwar zu Zucchini-Burgern picante mit Chiliflocken, Knoblauch und geriebenem Käse. 

Senhor Sancho hat seit dem vergangenen Wochenende eine neue Taktik, um den ihm seiner Meinung nach zustehenden Anteil an MEINEM Mittagessen zu erhaschen.

Wir kennen bereits den Mitleidsblick, wir hörten forderndes (aber stur von Frauchen ignoriertes) Bellen, wir wissen um das diskrete, aber flehentliche Seufzen, wenn Seine Hoheit scheinbar uninteressiert neben einem liegt. 

Neu ist, in sommerlichen Zeiten, das ganz offene Betteln, indem man auf der Terrassencouch liegt, beide Pfötchen zierlich auf der Lehne und dazu "der Blick".

Könntet ihr da widerstehen??

Mittwoch, 20. Mai 2026

Angekommen in der Neuzeit bzw. im "Neuland"

Ich liebe die Digitalisierung geradezu. Und das hat seinen Grund: Gestern hatte ich bei amazon Spanien eine Rücksendung veranlasst. Angeboten wurden mir sowohl

  • ein "normales" Rücksendeetikett (ich überlegte schon wieder mal, wen ich - mangels eigenem Drucker - damit belästigen könnte) als auch
  • ein "digitales" Etikett. 

Abzugeben war das Päckchen - ob normal oder digital - bei unserem Elektrolädchen in Monchique. Ob des schönen Wetters war ich in Experimentierlaune und dachte: "Das probierst jetzt mal aus!"

Gesagt, getan. Gesendet wurde das Etikett natürlich per Mail. Zur Sicherheit machte ich einen Screenshot von Code und portugiesischer Anleitung, denn ich konnt' mir wirklich nicht so recht vorstellen, ehrlich gesagt, dass die etwas ältere Mitbürgerin in dem Laden sowas "Modernes" wie digitale Etiketten beherrscht... Der Ladeninhaber kann's bestimmt nicht, denn der scheitert schon am einzulesenden Code bei einer Paketabholung. :D

Heute morgen um kurz nach 10 Uhr war's dann soweit für mein digitales Abenteuer. Lacht bitte nicht, alte Hexen wie ich finden zwar nicht, dass das Internet per se "Neuland" sei. Aber digitale Etiketten hatte ich eben noch nicht ausprobiert.

Ich muss sagen: Ich bin begeistert! Madam Elektrolädchen griff unter die Ladentheke und holte einen Aufkleber heraus - lediglich mit einem Nummerncode der entsprechenden Auslieferfirma. Zweiter Griff zu ihrem Handy, um den von amazon gesendeten Code von meinem Handy einzulesen. Aufkleber abziehen, aufs Päckchen pappen und den unteren Abschnitt mit einer Trackingnummer an mich aushändigen.
Das war's!
Ich find das einfach irre, wie leicht und problemlos das geht. Davon mal abgesehen, dass

  • keine persönlichen Daten wie Adressen/Absender/Telefonnummer außen auf dem Paket zu sehen sind (ok, amazon und die Auslieferfirma haben die natürlich trotzdem vorliegen, schon klar!) und
  •  man nix ausdrucken muss. Was bekanntlich ohne eigenen Drucker mit Umständlichkeiten und dem Einsatz von Fremdpersonal verbunden ist.

Madame sagte noch, im Elektrolädchen bieten sie das für CTT an, für DPD und Celeritas (das war mein Auslieferer). Ich denke aber mal, andere haben dieses einfache digitale System mittlerweile auch.  

Wehe, einer von euch lacht mich aus, weil ich das noch nicht kannte bzw ausprobiert hatte. Bin ich Bundeskanzlerin??