Dienstag, 27. Oktober 2026

Harte Arbeit für den Senhor und Mojo

Senhor Sancho hat ja bekanntlich einen neuen Freund: Im Nachbarhaus ist Mojo mit Frauchen Ester eingezogen. Die beiden Hundeschaften verstehen sich bestens, verabreden sich regelmäßig und so gut wie täglich zu "Playdates". Ihre Frauchen, die sich ebenfalls gut verstehen, haben daher beschlossen, diese aufregenden und aufreibenden und vor allem müde machenden hündischen Tätigkeiten aufs Beste zu unterstützen. 

Ich hatte vergangenen Freitag Mojo zum "Hundesitten" im Haus, Ester wird im Gegenzug Seine Hoheit am kommenden Freitag übernehmen, wenn ich zum Mittagessen eingeladen bin. Mal sehen, wie Senhor Sancho das Ganze überlebt. 

Aber wenigstens wird mein Haus es ohne größere Schäden überstehen. Wenn ich die Casa Leone nämlich verlasse und der Senhor daheim bleiben muss - völlig alleiiiiiiine! -  neigt er dazu, auf alle Fensterbänke zu klettern und dabei wenig bis gar keine Rücksicht auf Gegenstände zu nehmen, die im Weg stehen, wenn er mit Anlauf hochspringt... Ob Gläser oder WLAN-Router ist ihm dabei völlig egal. Falls er auf dem Weg nach oben allerdings auf seine heißgeliebten Zahnsticks trifft, macht er kurz Pause, um alle zu vernichten. Haben wir alles durch - und ich bin heilfroh, dass neben unserer lieben Fátima nun eine weitere Person einspringen kann (und will), falls ich mal aushäusig sein muss oder möchte. Gut, wenn man daheim arbeitet...

Heute Vormittag hatten wir wieder ein Playdate: Beide "internen" Gartentore geöffnet, damit die Vierbeiner sich gegenseitig besuchen, aber eben nicht ganz vom Gelände runter konnten. 

Senhor Sancho stürmte nach oben in die Casa Castanheiro und eilte an Esters Schreibtisch, um ihr behilflich zu sein (und sich so möglicherweise das eine oder andere Leckerli, auf jeden Fall aber Zuwendung zu erschleichen). 

Mojo im Gegenzug war der Überzeugung, dass er bei mir im Haus mal nach dem Rechten sehen solle und gab hilfreiche Tipps bei der Arbeit. 

 

Der Senhor musste das selbstverständlich kontrollieren - nicht dass ihm irgendein in Leckerliform ausgezahlter Lohn entgeht!


Das Hundesitting am Freitag artete ein wenig aus und die beiden mussten von Indoor in den Garten umziehen. 


Mittwoch, 21. Oktober 2026

Entrümpeln 3: Es ist passiert!

Vielleicht erinnert ihr euch: Vor einigen Wochen hatte ich unter anderem auf FB nach Hilfe beim Entrümpeln gesucht -> Entrümpeln ist angesagt und Die Qual der teuren Wahl 

Manchmal sind die ersten, die sich melden, die besten. Aber sowas erkennt frau ja leider oft erst nach ein paar kleinen Irrwegen... 😉
Langer Vorrede kurzer Sinn: Die erste (Nr. 5 hier) war Bettina und genau sie war die vergangenen beiden Tage bei mir im Haus. Wir hatten vor ein paar Wochen telefoniert, zu Zeiten, als es noch sommerliche gut 30 Grad hatte und verabredeten uns wegen des dann hoffentlich etwas kühleren Wetters für Mitte/Ende Oktober. Wir besprachen, was zu tun sei, und Bettina veranschlagte 2 Tage Ausmistarbeit. Weil sie aus São Bras anreist, blieb sie über Nacht - sowohl zeitlich wie auch wegen der Benzinkosten war das die beste Lösung. Und da ich ja ein Gästezimmer habe, ist das kein Problem. Bettina meinte noch, sie müsse natürlich gefüttert werden 😉, ich bot außerdem an, dass ich auch für Getränke sorgen würde. 😋Das stellte sich als unnötig heraus, denn Bettina brachte eine leckere Flasche Wein mit. Also war ich nur fürs Nichtsalkoholische zuständig.

Pünktlichst um kurz vor 10 Uhr morgens kam ihr Anruf: Sie wäre jetzt am vereinbarten Treffpunkt beim "Rei da Fruta" in Monchique. Bei der Abholung durfte der Senhor selbstverständlich mit. Danach war er teilweise ausgelagert bei seinem neuen Freund Mojo, der seit zwei Wochen im Nachbarhaus, in der Casa Castanheiro, wohnt, und mit dem er nicht müde wird zu spielen.

Als erstes die Hausbegehung: "Was muss wo gemacht werden?" 
Es war eine Meeeeenge - vor allem im "Wirtschaftsraum". Dort standen unter anderem zwei laufende Meter von 2,26 Meter hohen Regalen, voll mit Klamotten und "Zeugs". Nicht gerade messimäßig, aber es läppert sich halt doch im Laufe der Jahre.

Früher bin ich ja, arbeitsbedingt und wegen einer gewissen Abenteuerlust auf Neues, so alle 3 Jahre umgezogen; hier in Monchique wohne ich jedoch schon 15 Jahre und (leider) auf relativ großzügigem Raum, wo frau gerne mal Dinge ansammelt. Das war jedenfalls in der VBZ so - die Vor-Bettina-Zeit. ;)

Jetzt, nach den zwei Tagen, ist die NBZ angebrochen - die Nach-Bettina-Zeit. Die Frau kann nämlich zupacken. Anfangs noch e bissle gegenseitige Scheu, man musste sich aufeinander einstellen, so à la "wie brutal kann ich bei der Kundin vorgehen?"

Bettina hatte schnell erkannt, dass sie das bei mir durchaus kann. Als die Regale abgebaut und neue (niedrigere) wieder aufgestellt waren, hatte sich nämlich mein Wirtschaftsraum rein räumlich gesehen praktisch verdoppelt. Schon am ersten Tag fuhr Bettina einmal zu den Müllcontainern runter und traf dort auf einen portugiesischen Senhor, der ihr alte Sitzauflagen abnahm und darüber sehr happy war. 

Zu ihrer und meiner Fütterung gab's meine pikante Zwiebel-Tomaten-Suppe mit Toast. Als ich persönlich mich auf ein gemütliches, abendliches Glas Wein eingestellt hatte, tauchte Bettina um 19 Uhr mit Müllsack und Staubtuch ("Läpple") bewaffnet auf und ich musste im Wohnzimmer noch bis 22 Uhr "arbeiten". Aber jetzt: Alles ist geordnet, ich weiß vor allem, WO alles ist. Und ich darf Bettina nachts um 3 Uhr anrufen und fragen, wenn ich was nicht finde. Sie garantiert allerdings nicht, dass sie das dann auf Anhieb weiß. 😏

Auch an Tag 2 war ein größerer Mülltransport angesagt. Hauptarbeit war heute vor allem mein ehemaliges Büro, das im Obergeschoß liegt, und das ich einfach nimmer brauche/benutze. Schließlich bin ich in wohlverdienter Rente, arbeite (wenn überhaupt) am Laptop im Wohnzimmer und wollte schon seit langem "meine Werke" unten im eigentlichen Wohnbereich haben. Da war ja nun Platz geworden. Also gingen Bettina und ich nach oben, Müllsäcke (mehrere!, die auch voll wurden) in der Hand und dann wurde ausgemistet. Bettina hatte vorher schon das Regal mit den von mir geschriebenen Büchern ab- und unten wieder aufgebaut sowie alle Bücher nach unten geschafft.  Oben steht nun, nach getaner Arbeit, nur noch ein weiteres leeres Regal und einige Ordner mit uralten und längst verjährten Unterlagen, die ich nach und nach in den Papiercontainer bringen werde.

Zwei - oder sogar drei? - große Kisten gehen an Charitys und ein Museum in São Bras de Alportel, das wohl regelmäßig Verkäufe mit gespendeten Büchern und DVDs etc. macht. Auch das Tierheim wird beglückt: Halsbänder, Leinen und Hundegeschirre, die Senhor Sancho nicht passen (weil von seinen größeren Vorgängerinnen) oder die er verschmäht, weil er Halskette nicht tragen möchte. Ein paar Dinge hatte ich auch extra und ganz bewusst Bettina direkt angeboten, neben "nützlichen" Gegenständen nahm sie auch gern etliche meiner Bücher, die ihr Interesse fanden oder die sie gut im Bekanntenkreis verschenken kann. Weihnachten steht ja bekanntlich vor der Türe.

Nur eine große Bücherkiste blieb übrig. Allerdings nicht mehr lange: Denn Fátima, die heute im Hause wirkt, erzählte mir eben, dass es seit neuestem in der alten Telefonzelle bei der Post in Monchique eine kleine Tauschstelle gibt, in der die Leute Bücher abgeben und holen können. Sie selbst war am Montag da, um alte Schulbücher abzulegen und damit löst sich die letzte Kiste Bücher ebenfalls in Wohlgefallen auf.

Ich selber gehe noch an die "Reste" - Fensterbretter abräumen und die beiden Nachtkästchen ausmisten. Das ist aber mit dem normalen Hausmüll entsorgbar, da muss ich nicht extra runter an die Container. Und das tue ich erst nach einer  Ruhephase, denn mein Rücken und mein Knie jubelten gestern Nachmittag nicht gerade. 

Fazit: Ich bin dermaßen froh, dass ich das angegangen bin und vor allem, dass Bettina mir so hervorragend geholfen hat. Ich empfehle sie sehr sehr guten Gewissens weiter. Kontaktdaten gibt's über mich oder ihr schreibt sie direkt an (ich hab sie oben getaggt).

Und das für mich Schönste (das muss/kann natürlich nicht immer passieren): Es war letzten Endes nicht nur "Arbeitsbeziehung", sondern wir haben viel gequatscht und gelacht. So macht Ausmisten richtig Spaß und geht leicht von der Hand.

Der ausgelagerte Senhor möchte auch noch gezeigt werden. Hier isser mit Mojo. Selbstverständlich hat sein Frauchen auch immer Leckerlis dabei, was Seine Hoheit sehr goutiert. 


Sonntag, 18. Oktober 2026

Weltuntergang am Picota

Relativ unvermittelt brach um 16:30 am Picota Nord die Hölle los.

Ein paar Minuten grummelte der Himmel nur, und dann: Blitz und Donner und dazu ein Hagelschlag, mit Eis"körnern" so groß wie die Eiswürfel, die ich normalerweise in meinen Gin&Tonic gebe. 

Freunde von Freunden wollten eigentlich schnell in den Garten, um Avocados zu ernten. Haben wir aber erst mal gelassen, weil Eiswürfel mit Wucht an den Kopf tun weh...

Lediglich Senhor Sancho nahm das Ganze relativ gelassen und furchtlos. Er stand zwar nicht gerade draußen, zuckte aber weder bei einem richtig heftigen Blitzschlag noch bei anschließendem extrem lauten Donnerschlag mit der Wimper. Seine Hoheit hat Nerven wie Drahtseile. 😉 


Selbst jetzt noch, gut eineinhalb Stunden späer, ist das Eis auf dem Kiesplatz noch nicht zur Gänze weggetaut.

Montag, 12. Oktober 2026

Bald sind Wahlen in Israel - wer tritt an, was sind die Ziele?

Eylon Levy hat eine ganze Reihe von Interviews mit Vertretern der einzelnen Parteien geführt, die einen Sitz in der Knesset erreichen wollen. 

Auf Englisch und sehr sehr interessant. Hier das Einleitungsvideo für Levys Projekt:





Samstag, 10. Oktober 2026

Senhor Sancho findet einen neuen Freund

In der Casa Leone gibt es seit Monatsanfang neue Nachbarn: Ester ist mit ihrem Border Collie Mojo eingezogen, und der Senhor durfte gestern zum ersten nachbarschaftlichen Besuch aufs Gelände. 



Leider hatte er Frauchen vorher schon mal eben einen blutigen Kratzer am Unterarm verpasst ... Er musste sich nämlich furchtbar aufregen und ausgesprochen ungebärdig im Auto herumspringen, denn auf der vorherigen kurzen Fahrt nach Monchique wagten es mehrere Hunde, sich in der Gegenwart Seiner Hoheit auf der Straße zu befinden, während er im Wagen verharren musste. 

Als dann noch eine schwarze Katz' Frauchens Weg kreuzte, war der Senhor nimmer zu halten. Dabei waren wir auf dem Weg zum Elektrolädchen, um SEINE Zooplus-Lieferung abzuholen. Das haben wir erst mal verschoben - nicht aus erzieherischen Gründen, sondern weil ein Kurztrip in die Apotheke wichtiger und vor allem nötig war, um mich mit Deinfektionsspray und Riesenpflaster zu versorgen und dort gleich verarzten zu lassen...

Danach ging's wieder heim und der Senhor betrat mit Frauchen den nachbarlichen Garten. Ein kleines Wunder geschah schon vorher, denn Seine Hoheit hielt es für unnötig, seinen beiden hündischen Intimfeinden auf der anderen Seite des Wegs auch nur einen Blick zuzuwerfen, geschweige denn, sie nochmals zu verbellen. 

Viel wichtiger erschien ihm der neue Nachbar - und siehe da: Nach kurzer Beschnupperung und der unumgänglichen Markierung von  mehreren Büschen scheint sich da eine dicke Freundschaft zu entwickeln. Während Frauchen mit der neuen Nachbarin und deren Freundin gemütlich beim Willkommens-Prosecco saß - vielen Dank nochmals! - spielten die beiden Vierbeiner miteinander, jagten sich ums Haus und verstanden sich bestens. 🙂 Sooo schön!

 
Heute Morgen war nun der Gegenbesuch:
Ester kam - wie ich gestern zu ihr - mit einer Handvoll Leckerlis. Im eigenen Königreich benahm der Senhor sich mustergültig, Mojo ebenfalls. Etwas unwillig zeigte sich Seine Hoheit lediglich, als Mojo einen uralten, vom Senhor seit Monaten verächtlich liegengelassenen Ball fand. Geht natürlich gaaar nicht, dass jemand anders SEINEN Ball ansieht oder gar damit spielen möchte. 

Ein wenig brenzliger wurde es dann allerdings mit dem Kalbsgelenk, dass Senhor Sancho eilfertig auf die Terrasse geschleppt hatte. Ich weiß nicht, warum er dachte, dass dieses Teil NICHT das Interesse eines anderen Hundes wecken würde. Oder er wollte angeben, was er Tolles aus der Zooplus-Lieferung bekommen hatte...

Glücklicherweise wusste Mojo, was sich gehört, und ließ das Kalksgelenk sofort liegen, als der Senhor seine Ansprüche knurrend einforderte. Seine Hoheit schleppte das Knochenstück wieder ins Haus und gesellte sich danach wieder freundlich und entgegenkommend zu Tier und Menschen. Alles gut!

Fazit: sehr sehr sympathische Nachbarin samt Besucherin, die vollbepackt mit Avocados nach Haus gingen und gerne mehr ernten dürfen. Ein freundlicher, lebenslustiger Spielkamerad für Senhor Sancho.

Dickes Bem-vinda an Ester und Mojo - und auf eine gute Nachbarschaft!

Montag, 21. September 2026

Palmenblüten

Als ich vor gut 13 Jahren in der Casa Leone einzog, stand da ein Blumenpott mit einer kleinen Yuccapalme. Die hat mir der damalige Gärtner Stefan ins Beet hinterm Haus umgesetzt. 

Sie hat sich, wie man sehen kann, prächtig entwickelt. So prächtig, dass im vergangenen Jahr "Maschinen-Carlos" zwei oder sogar drei dicke Stämme kappte, die bereits dabei waren, das Hausdach zu erobern. 

Und eben bin ich im Schwimmbecken - und was seh ich? Die Yucca zeigt sich mit insgesamt drei riesigen weißen Blütenständen!


Wenn ich da zurückdenke an Deutschland, wo man in meinen Unizeiten in gefühlt jeder Studentenbude eine eher mickrige, vor sich hin vegetierende Yucca fand. Gerne mit ein paar wenigen, oft bereits gelben Blättern...

Sonntag, 20. September 2026

Winter könnte kommen...

... tut er aber hoffentlich noch lange nicht!

Sr Orlando hat vorgestern Kaminholz geliefert: 500 Kilo sobreiro (Korkeiche) und 500 Kilo Eukalyptus zum Anheizen. Damit sollte ich gut über den Winter kommen! 
Dazu kamen zwei große Säcke Holzspäne (im Foto links), dieSr Orlandos Mitarbeiter mir bei der Lieferung Anfang September 2025 empfohlen hatte, und die ich in dieser Wintersaison als Anzünder ausprobieren will. Statt der immer teurer werdenden pinhas. 

Den allerersten 4-Kilo-Sack mit Pinienzapfen, die zum Anfeuern wirklich spitze sind, hab ich vor 20 Jahren für unter 2 Euro erstanden. Mittlerweile kosteten sie beim Intermarché im vergangenen Jahr schon 4,99€, es waren nur noch 3 Kilo Inhalt. Allerdings wahre Prachtexemplare!
Man muss genau aufpassen, wo man kauft, denn es gibt durchaus Qualitätsunterschiede: zum einen schöne feste Zapfen; zum anderen so ausgefieselte, die beim scharfen Hinschauen schon zerbröseln und damit beim Anzünden wenig bringen. Das sind dann gerne die sogar nur 2 Kilo beinhaltenden Sonderangebots-Säcke für 2,99 im Baumarkt; bei denen frau jubelnd zugreift, weil ach so preiswert und zuhause bemerken muss: "Och nee, das sind ja nur so olle...!"

Samstag, 19. September 2026

Entrümpeln 2: Die Qual der (teuren) Wahl

Mr Google hatte mir ein paar Angebote ausgeworfen, von professionellen Agenturen, die einem beim Entrümpeln und Neu-Organisieren behilflich sind. Das kostet natürlich - aber Kostenvoranschläge einzuholen ist ja erst einmal gratis... in der Reihenfolge der Kontaktaufnahme: 

Nummer 1 war Algarveharmony - eine Irin, die seit Jahren in Portugal lebt. Wir führten ein angenehmes und ausführliches Telefonat und ich war sehr angetan.
Alma bekam Fotos und Videos der zu entrümpelnden Räume zugeschickt und erstellte daraufhin ihr Angebot: Fürs ganze Haus wurden knapp 1000 € veranschlagt - 2 Tage à 7 Stunden, 2 Leute. Mit Entsorgung bzw. Abtransport aller rausgeworfenen Dinge zu Charity-Organisationen. 


Danach musste ich mich erst einmal erholen (vom Preisschock 😉) und konferierte des längeren mit meiner Schwester, die im Nebenberuf und schon immer meine persönliche Innenarchitektur-Beraterin ist. Ihr Vorschlag: "Mach doch erst mal den schlimmsten Raum und das Büro oben, das du ja gar nicht mehr benutzt! Das ist das Wichtigste - und vielleicht geht's dir danach leichter auch von eigener Hand... Oder mit Hilfe von Fátima!" 

Gute Idee - die ich insofern umsetzte, als ich das sowohl Nummer 1 wie - siehe unten - Nummer 2 mitteilte. Nummer 1 hat sich auf die neue Situation noch nicht rückgemeldet, Nummer 2 ließ meinen Vorschlag ins Angebot einfließen.

Nummer 2 (aber meine heimliche 1, weil nach Zoom-Meeting extrem sympathisch) war Balanced Algarve Living. Zwei junge Frauen - Amanda und Michelle -, die einen sehr kompetenten Eindruck machten und sehr sympathisch sind. Ich fand's auch gut, dass man sich via Zoom sozusagen "besichtigen" und beschnuppern konnte. Danach schickte ich Fotos und Videos, und teilte einen Tag später den "neuen Plan" mit, der von Schwesterlein angedacht worden war.

Das sehr individuelle und auf meine Situation zugeschnittene Angebot kam heute Morgen. Und nun weiß ich auch nicht - seufz. 
Ich kann die beiden Angebote momentan kaum vergleichen, weil mir von Nummer 1 noch das Angebot für nur 2 Räume fehlt. Vorteil von Alma ist allerdings, dass alles entsorgt wird, was zum normalen Hausmüll gehört und auch alles mitgeht, was für Charities gedacht ist. 
Bei Amanda&Michelle sind dafür nur 10 Säcke à 30 Liter vorgesehen, und das dürfte bei weitem nicht ausreichen. Nochmals seufz.

Nummer 3 ausm Internet: hab ich angeschrieben, eine Holländerin, die aber noch nicht geantwortet hat (liegt aber noch im zeitlichen Rahmen, ist also ok). Update: Sie hat sich nach etwa einer Woche gemeldet und mitgeteilt, dass sie nicht mehr an der Algarve, sondern wieder in den Niederlanden lebt. Kommt also nicht in Betracht.

Nummer 4: über "fixando" gefunden. Portugiesin, die Englisch spricht und einen recht guten Eindruck machte. Auch die Preisvorstellung war ok. Allerdings: Anreise aus Albufeira. Und keine Rückmeldung mehr seit 3 Tagen... 

Nummer 5 (zeitlich Nr 1): eine (!) Reaktion auf mein Posting bei Facebook. Netter Kontakt, eine Deutsche, die seit 30 Jahren an der Algare lebt. Sie hat Verbindung zu etlichen Charity-Organisationen und wollte sich auch gleich kundig machen, wer in Monchique dafür in Frage käme. Das alles klingt recht ansprechend. Nächste Woche werden wir telefonieren. Update: Wir haben telefoniert. Ich fand sie sehr sympathisch und wir haben uns auf Mitte/Ende Oktober geeinigt. Momentan ist es einfach noch viiiiiel zu heiß draußen...

Samstag, 12. September 2026

Entrümpeln ist angesagt! Die Planung.

Im November werden es 16 Jahre, dass ich in Monchique in der Serra lebe. 

Lebensumstände haben sich verändert, Bedürfnisse ebenfalls. Leider hält das "Äußere", also mein Haushalt und all das Zeugs, das sich in den Jahren, besser Jahrzehnten so ansammelt, mit dieser Entwicklung nicht automatisch mit. Selbst wenn ich nach jedem Umzug und immer wieder mal die Gelegenheit nutze "auszumisten". 

Vielleicht kennt ihr das: Man fängt voller Elan an - und merkt dann: Könnte man das eine oder andere nicht "doch noch mal brauchen"? Oder man verliert sich in Erinnerungen...

Ich würde gerne mal so richtig entrümpeln:
Dinge, die noch ok sind, entweder verkaufen (das dürfte die helfende Person gerne fürs eigene Portemonnaie tun) oder an Charity-Organiationen weitergeben; anderes auf den Müll werfen. Das eine oder andere Möbelstück verrücken, ein paar Ivar-Regale anders aufbauen.

Leider bin ich körperlich nimmer so gut beisammen, diese Aufgabe allein zu stemmen. Deshalb suchte ich via Facebook jemanden, der mir da behilflich ist. Ob privat - selbstverständlich nicht unentgeltlich! - oder professionell. Wer was weiß: bitte melden! 
Gibt's an der Algarve Haushalt-Organisation-Helfer? Muss nicht nach dem Prinzip "Marie Kondo" sein, e bissle weniger rigoros tut es auch. 😉
Putzen oder so ist nicht vonnöten - das macht Perle Fátima bestens! 

Mittwoch, 2. September 2026

In (hoffentlich nur) 4 Schritten zum verlängerten Führerschein

Es ist mal wieder so weit: Die Verlängerung meines portugiesischen Führerscheins steht an.
Vergangene Woche der 1. Schritt: Ich habe einen Termin für den Sehtest bei unserem Optikergeschäft in Monchique (Alberto Oculistas) gemacht. 

Am heutigen Mittwoch war ich also für Schritt Nr. 2 bereit: um 10 Uhr bei "Alberto". Ihr wisst ja: Mittwochs ist Perle Fatima im Haus, da steht der Senhor also automatisch unter Betreuung und kann weder die Küchentheke abräumen noch versuchen, auf die Fensterbretter zu klettern, um Frauchen ja nicht aus den Augen zu verlieren. 

Ich habe die Prozedur ja bereits 2x durch: einmal im chicen HPA Alvor (für mal eben nen guten Hunni) und einmal auch schon bei Alberto. Jedesmal zu voller Zufriedenheit - naja, nach der Katarakt-OP hab ich ja eh Augen wie ein Adler. Zumindest in der Ferne. 

Diesmal aber ging das Ganze "halbvirtuell" über die Bühne: Der nette Optiker saß mir nicht in persona gegenüber, wie beim letzten Mal, sondern war per Bildchirm zugeschaltet. Die freundliche Optiker-Verkaufskraft stellte die Verbindung her, schaltete den Screen ein, auf dem man wie immer Buchstabenreihen in immer kleinerem Format sowie Ziffern auf buntem Bläschenhintergrund erkennen musste - und das war's. 

Schnell noch Datenabgleich - Name (ist immer ein Akt, weil zwar portugiesisch klingende, aber anders buchstabierte Namen vorhanden sind), Geburtsdatum, welche FS-Klassen, Nummer des FS und der Residência permanente. 

Die kurze Wartezeit, bis das atestado ausgedruckt war, nutzten wir, um meine Brille "zurückzubiegen", denn die rutscht mir seit einiger Zeit dauernd auf die Nasenspitze. 15€ gezahlt und draußen war ich wieder. 

Jetzt steht als Schritt Nr. 3 der Besuch bei Dr. Hector im CdS Monchique an, der das Ganze dann mit seinem eigenen atestado direkt ans IMT schickt.
Gefolgt von Schritt Nr. 4: der Gang zum Espaço de Cidadão im Rathaus, um das Prozedere zu beenden. Mal schauen, wie lange es diesmal dauert.