Tagesplanung für heute war:
Paket bei unserer Tankstelle (dem "vereinbarten Platz") abholen.
Pediküre.
Frisör.
Zur Post um ein Päckchen aufzugeben.
Hundefutter und Bananen und ein bisschen Geld "kaufen".
Die Realität:
Ich schreib meine Perle an, die liebe Fátima, sie möge doch bitte bei Ankunft das große Tor gleich auflassen. Es wird 9, es wird 9:05 - Fátima kommt nicht. Ich beschließe, wegen Termindruck, das Gelände der Casa Leone zu verlassen, ohne auf ihr Kommen zu warten. Draußen sehe ich schon: Die Hunde eines Nachbarn sind los und stehen vor dem Tor. Mir ist nun auch klar, warum Senhor Sancho äußerst ungebärdig und unwillig bellend durchs Haus gerast war.
Ich scheuche die Hunde weg, biege um die Kurve und sehe ganz oben am Weg Fátimas Auto. Direkt unterhalb und quer über unserem Weg: ein umgefallener Baum. Keine der riesigen Korkeichen, glücklicherweise.
Seufz.
In der Hoffnung, dass der liebe Nachbar Karim schon auf ist, ruf ich kurz durch und frage, ob er eine Motorsäge... Klar, er hat, kommt raus, sägt den Stamm durch und räumt somit Fátimas Zu- und meine Rausfahrt frei. Danke nochmals dafür.
Dass ich den halben Weg wieder rückwärts runterstoßen musste, um "Anlauf" zu nehmen, weil das Weglein zur Casa Leone nur mit Schwung zu nehmen ist, wenn alles so nass und schmoddrig ist, erwähne ich ausdrücklich nicht.
Dass die beiden Nachbarshunde das ausgesprochen interessant fanden und bellend und herumwuselnd praktisch die ganze Zeit im Weg standen, bis ich sie anhupte und 5x "vai emborra" rufend der Weg endlich von ihnen geräumt wurde: Auch darüber schweigt des Sängers Höflichkeit.
Paket erfolgreich abgeholt.
Zur Pediküre auch nur 10 Minuten zu spät gekommen.
Dort allerdings tauschten sich 3 Kundinnen und 2 Kosmetikerinnen/Pediküre-Ausführenden darüber aus, dass die Post heut geschlossen sei, weil Postangestellte Sónia nämlich die Schlüssel vergessen habe und erst wieder nach Hause fahren müsse und weil sie nicht in Monchique wohnt, könne das dauern...
Seufz.
Mein Päckchen aufzugeben hab ich nach der Pediküre trotzdem versucht, in der Annahme, Postfrau Sónia sei schon samt Schlüsseln angekommen. Das war ein Irrtum.
Also wieder runter in den Ort zur cabeleireira. Wunderbarerweise - und das ist echt ein Wunder! - einen Parkplatz direkt in der Nähe gefunden. Eng zwar, aber mein Auto ist ja nicht sooo groß.
Ein älterer Mitbürger winkt mich freundlichst in die Parklücke. 🙂
Und weil der Tag schon irgendwie doof angefangen hatte, hab ich mir einen ganz und gar neuen Kopf geleistet. Kuckt ihr.
Der Rest der Tagesplanung ging relativ easy weiter:
Die Post war zwar auch im zweiten Anlauf noch zu, aber morgen ist ja auch noch ein Tag. Paciência - wir erinnern uns. Hab ich wirklich verinnerlicht. 😉
Hundefutter war im Angebot, außerdem auch 2 Büffelhautknochen für Seine Hoheit. Und die Bananen. Geld war leider nicht im Angebot, und einer der beiden ATMs beim Intermarché war auch leergeräumt, der zweite spuckte aber brav Scheine aus. 🙂
Jetzt gibt's die zweite Portion des gestrigen feinen Süppchens. Die Sonne strahlt vom Himmel, und das bedeutet: Essen auf der Terrasse. 🙂
Seine Hoheit war sehr zufrieden. Auch wenn er gar furchtbare zweieinhalb Stunden ohne Frauchen auskommen musste. Perle Fátima berichtet, er jammerte gar sehr. War dann aber schnell vergessen:
.jpg)