Freitag, 24. April 2026

Senhor Sancho beweist seinen Mut

Ich habe einen sehr sehr tapferen kleinen Hund!

Eben war ich im Schwimmbecken und Senhor Sancho hat sich überwunden: Er schlängelte sich am Geländer vorbei und folgt mir jetzt wieder am Beckenrand, wenn ich meine Bahnen (naja eher Bähnchen 😉) ziehe.

Was ihn jetzt plötzlich dazu bewogen hat? Keine Ahnung. OK, er steht seit gestern Abend unter Drogen, weil Seine Hoheit beidseitig unter einer fiesen und juckenden Ohrentzündung leidet. Und im Drogenrausch wird man ja schon mal besonders tapfer oder übermütig. 

Oder ist es eher der pure Egoismus? Also die Befürchtung, dass ich absaufe und dann gibbet nix mehr zu fressen für den Senhor... 🙄

Aber ich finde es trotzdem toll, dass er jetzt über seinen Schatten gesprungen ist. Er kam allerdings erst zum Nachschauen und Kontrollieren, als ich geschwommen bin, also nur mein Kopf zu sehen war und daher klingt mein Rufen anders. 

Als ich vorher "einfach so" im Wasser war, also sozusagen zu Fuß mit dem Kescher, um Blätter rauszufischen, ließ er sich zu gar nichts bewegen. Senhor Sancho ging nicht mal zum Trinken an den Beckenrand. Selbst als der Pool noch wasserlos und staubtrocken war, konnte ich ihn an der Leine nicht in die Nähe des Geländers locken, geschweige denn, um das böse Metallteil herum auf den Beckenrand. Ist ja wirklich nicht viel Platz.

Ich bin jedenfalls sehr stolz auf den tapferen Senhor, dass er seine Angst aus welchen Gründen auch immer überwunden hat. Vielleicht will auch künftig wieder seinen heißgeliebten Ball aus dem Wasser fischen... 

 

Seine Drogen in Leberpastete hat er sich heute wirklich verdient. Und ich gönne mir ein schönes Glas tinto.