... und er war, trotz aller Anfangsprobleme, ein toller Hund. Der Liebling meiner Freundin Doris aus Lagoa Sto. André. Bis zum Schluss blieb er ein Streuner... leider. Aber davon abgesehen hatten wir wirklich tolle Zeiten!
Seit 2004 schreibe ich über mein Auswandern in den wilden Südwesten Europas. Zunächst standen Texte & Fotos in einem deutschsprachigen Portugalforum. Das fand so viel Anklang, dass die Idee entstand, die Geschichte(n) als Blog zu veröffentlichen. 2012 gab's "Kann denn Fado fade sein" als Buch bei Heyne, seit 2018 überarbeitet und ergänzt direkt bei amazon: um zu zeigen, wie es einer erging (und ergeht), die auszog, ihre neue Heimat zu erobern. Viel Spaß beim Lesen!
Dienstag, 6. Dezember 2011
Montag, 5. Dezember 2011
Fátima ist nicht nur Wallfahrtsort
Gefunden hab ich sie, weil ich vor zwei Wochen (oder so) mit Gaby und Peter in Monchique essen war. Urige "Arbeiterkneipe", gutes und preiswertes Essen - und der Treffpunkt von allen Handwerkern der Umgebung.
Wer's ausprobieren will: "O Parque" heißt die Kneipe.
Irgendwann kamen wir auf die Putzfrauenfrage - und Gaby meinte:
"Frag doch Luisa - das ist die Chefin hier -, ob die niemanden weiß."
Wusste die zwar niemanden, meinte aber:
Sie notiert gerne meinen Namen und meine Telefonnummer, vielleicht meldet sich jemand.
Vier Tage später: Handy klingelt.
Weitere zwei Tage später: Treffen an der Cooperativa von Monchique.
Hochgefahren, alles angeschaut - und bingo!
Sogar Jenny hat nicht gebellt.
Am 1.12. war sie zum ersten Mal da - und sie ist eine Wunder"perle".
Klingt jetzt ein bisschen doof, aber das ist die erste meiner Putzis, die ganz selbstverständlich alle Couchdecken mal ausgeschüttelt hat und nicht nur kurz mit dem Staubsauger drüber ist.
Weil: "Ich habe selbst Tiere, und ich weiß, was da an Haaren..."
Preislich ists auch ok: 7€/Stunde, und gebraucht hat sie beim ersten Mal - ohne Bügeln - drei Stunden.
Und ich hab wieder Gelegenheit, mein Portugiesisch zu verbessern: Fátima versteht zwar e bissle Englisch, aber reden tut sies nicht. Muss ich also glücklicherweise auf portugiesisch quatschen.
Freitag, 2. Dezember 2011
Leider nichts Neues
Gio ist immer noch nicht aufgetaucht. :(
Ergänzung vom Wochenende:
Am Freitagabend gabs wieder mal Pöbelkommentare aufm "alten" Blog. Dazwischen dann ein portugiesischer Kommentar, der neben merkwürdig anmutenden Beschmimpfungen auch einen konkreten Hinweis zu enthalten schien, dass Gio in Estômbar sei. Mit Straßenangabe.
Ich hab das erst am Samstag gesehen und am Abend gleich Freunden gezeigt, und die beiden meinten: Da fahren wir mit dir hin. Wohl wissend-ahnend, alle drei, dass es vermutlich nichts bringt. Aber wenn ich nicht nachgeschaut hätt, wäre mir das ewig im Kopf herumgespukt.
Es kam so wie vermutet: Das Ganze war ein Fake.
Wir sind deshalb sicher, dass es ein Fake war, weil wir ein altes Ehepaar trafen, das alles, wirklich ALLES über die Nachbarschaft und die Leut in der Straße (wahrscheinlich sogar vom ganzen Ort!) wussten. Und die sagten beide: Da ist kein neuer Hund.
Wir waren dann gleich noch in einem privaten Tierheim in der Nähe und haben das Suchfoto von Gio abgegeben.
Was mich aber wirklich schockt und zutiefst entsetzt:
Die gezielte Bösartigkeit, mit der Trauer um ein Tier Schindluder zu treiben und sich einen "Scherz" draus zu machen, in jemanden Hoffnung zu erwecken ... Dafür gibt es keine, absolut keine Entschuldigung. Außer der: mieser Charakter und - wie schon gesagt: Bösartigkeit.
Mittwoch, 30. November 2011
Gio bleibt verschwunden
... und ich denke echt - selbst wenn Max damals nach 12 Tagen wiederkam: Das war es.
Gestern hab ich mit dem veterenário von der Câmara Municipal Monchique telefoniert: eine Dame, sehr nett und hilfsbereit. Ich solle ihr doch ein Foto mit "Suchanzeige" schicken, sie würd das dann weiterleiten an die entsprechenden Tierheime in Faro und Portimão. Außerdem bei der GNR angerufen, bei TASSO ist er auch schon gemeldet und hier ebenfalls.
ach menno: Gio, mit dem ich mich sooo zusammenraufen musste.Der am Anfang so schwierig war, der ein richtig toller Hund geworden ist.
Der seiner kleinen weißen "Schwester" alles beigebracht hat.
Dienstag, 29. November 2011
Freitag, 25. November 2011
Noch immer nichts...
Donnerstag, 24. November 2011
Manchmal könnt ich mich echt aufregen...
Dienstag, 22. November 2011
Gio ist weg...
Die Hunde sind mir gestern - zum 3.Mal - abgehauen. Jenny kam nach 3 Stunden total verdreckt wieder, Gio ist noch unterwegs :( Passt mir gar nicht, aber im Wald suchen, kann man knicken. Wenn er Hunger kriegt, wird er schon auftauchen... hoffentlich.
Mittwoch, 16. November 2011
Angekommen! Angekommen?
Sonntag, 23. Oktober 2011
Das 15. Mal...

1.12.2011 - Was wirklich geschah
Mir ist es ein Rätsel, wie jemand so bösartig sein kann, die Sorge und Trauer um den Verlust eines geliebten Hundes für persönliche Rachefeldzüge zu missbrauchen.
Das zeigt aber leider, wie schräg manche Leute ticken, wenn etwas nicht so läuft, wie sie es gerne hätten.
Klar - man kann manches sicher von unterschiedlichen Standpunkten aus betrachten.
Aber ich bin gewiss niemals heulend vor irgendjemands Haus gestanden, schluchzend, dass ich kein Geld mehr für Essen hätte - um mir damit die finanzielle Ablösung eines angeblich kaputten Kamineinsatzes zu erschleichen. Das behauptet er jetzt - in Kommentaren im Blog, bei gemeinsamen Bekannten. Er beschimpft mich als Lügnerin, als Betrügerin. Toll.
Wir hatten uns am 19.Oktober 2011 "ordentlich" verabredet und mittags getroffen, um zu besprechen, welche der (mündlich durch ihn gestatteten, weil ich hab nämlich Vertrauen gehabt) Umbauarbeiten und Investitionen als "Verbesserung" des Hauses gelten - und welche nicht.
Dabei wurde mir dann eröffnet:
Das neue Badezimmer, die endlich gut gangbare Treppe auf die Galerie im Wohnzimmer (vorher war das eher ne Hühnerleiter) - keine Verbesserung.
Der Umbau des verrotteten Gartenhauses zu einem Freisitz - keine Verbesserung.
Im Gegenteil: Ich hätte 25 qm mehr Wohnfläche gehabt, und für die hätte ich "eigentlich" auch mehr Miete zahlen müssen. Ich hatte das für einen Scherz gehalten. Musste aber nun lernen: War keiner.
Neue Poolleiter, weil die alte eher Dekoration als stabil war: okay, das wurde anerkannt.
Der "recuperador" eben auch, das wäre ebenfalls eine "Verbesserung des Hauses". Aber der sei ja nicht mehr neu, sondern knapp zwei Winter gebraucht - und deshalb: Wert nur noch 500€. Wurden auch am selben Tag überwiesen (was man jetzt bereut, und weswegen man sich jetzt die Story ausgedacht hat, ich hätte mir dieses Geld "erweint"). Gekostet hatte das Ding übrigens ca. 650€ (runtergesetzt von knapp 1300€) plus Einbau ca. 500€.
Das Malern des Hauses außen, denn zwei Jahre nach meinem Einzug sah das ehemalige Weiß (wie immer nach einem Winter in Portugal) ziemlich schäbig aus: meine Sache.
Dass Hausanstrich außen Vermieter- und nicht Mietersache ist, und dass man das in Portugal im Grunde alle zwei, drei Jahre machen muss: ok, zugestanden.
ABER: Ich hätte das ja nur machen lassen, weil ich das Weiß nicht mochte. Nicht etwa deswegen, weil es wirklich nötig gewesen wäre. Man hält mir jetzt sogar vor, dass ich - im Scherz! - mal gesagt hab: "Ich lass das Haus pink streichen!" Und natürlich war die Farbe - sand für die Mauer, helles Vanille fürs Haus - mit ihm abgesprochen bzw. "mach was du meinst und was dir gefällt!"
Einrichtungsgegenstände wie Küchenschränke - wollte er nicht haben. Hat er aber jetzt trotzdem behalten. Mit der Begründung: Wenn man die rausmacht, wären Dübellöcher in der Wand. Dasselbe gilt für die Satelliten-Antenne: Wenn man die wegmacht, sind - oh Graus! - die Befestigungslöcher an der Wand zu sehen. Den Durchlauferhitzer wollt er ebenfalls nicht haben - hat ihn aber dennoch behalten. Und und und...
Wahrscheinlich hab ich auch geträumt (obwohl mir - selbstverständlich archivierte - Emails was anderes beweisen!), dass mir ein paar Stunden nach diesem Gespräch angeboten wurde, doch noch ein Jahr länger wohnen zu bleiben, für erheblich reduzierte Miete. Allerdings ohne "Preisangabe".
Nicht ausschließlich allerdings, um MIR behilflich zu sein, übrigens.
Sondern hauptsächlich deshalb, damit man selbst Zeit hatte nen Käufer fürs Haus zu finden. Und dass man es so langsam nach und nach herrichten kann, um es vielleicht doch als Ferienhaus anzubieten.
Mit anderen Worten: ein Jahr Baustelle bzw. 1 Jahr Durchgangsstation für eventuelle Kaufinteressenten. Toll zum Wohnen, Leben und Arbeiten.
Dazu kommt: Es ist vielleicht nicht grad einfach, sondern praktisch unmöglich, genau "zu Termin" ein Jahr später genau solch ein Haus zu finden, in dem man sich wohlfühlt...
Alles unwichtig, alles irrelevant.
In genau dieser Mail steht übrigens auch drinne, dass man eigentlich froh ist, dass ICH den Entschluss zum Auszug gefasst habe, denn man selbst wollte schon seit langer Zeit verkaufen, hatte aber nicht die Traute, mir das zu sagen.
Und so weiter und so fort.
Wirklich erschreckend für mich ist nach wie vor:
Wie kann sich jemand, der immer ein Gentleman und wahrer Freund schien, mit dem man viel Spaß aber auch viel Ernstes durchlebte, so aufführen?
Grad wie ein abgewiesener Liebhaber - und das stand nun wirklich niemals niemals auf der Tagesordnung.





