Sonntag, 8. Februar 2026

Nach Ingrid...

... kam Joseph. Ihm folgten Kristin und Leonardo - und seit Freitag ist Marta um die Wege.

Die Lage im Land ist katastrophal. Zunächst bis 8. Februar, nun aber verlängert bis 15. Februar 2025, gilt in Teilen des Landes der Ausnahmezustand. Besonders hart betroffen war die Region um Leiria, oberhalb von Lissabon.  



An der Algarve sind vor allem Alcoutim und Castro Marim im Osten betroffen - hier stieg der Pegel des Rio Guidana an und überflutete ganze Ortsteile. Dazu kommt in ganz Portugal, dass die Talsperren so voll sind, dass sie abgelassen werden müssen. 
In und um Monchique sind atliche Straßen gesperrt. Auf der Südseite des Picota ist die "Haupstraße" zum Teil abgerutscht. Auf "meiner" Nordseite geht noch alles einigermaßen seinen Gang. Ich hab mich allerdings auch eingeigelt und war nur am Freitag kurz in einer Regenpause unten im Ort zum Vorräte auffüllen...
Ein paar Fotos des "Jornal de Monchique":

 
Covão do Ceiceiro - Picota Süd

Picota

Monchique - Pé da Cruz

Foz do Vale - Alferce

Fojo

Caldas de Monchique

Caldas de Monchique

an der N266


Freitag, 6. Februar 2026

Sturm- und Regenpause nutzen

Eben hab ich mich von der Casa Leone nach unten in Dörfli gewagt. Zum Intermarché, um die Vorräte (tinto und Hundefutter) aufzufüllen, bevor "Marta" hier ankommt. Vorboten schickt die stürmische Dame bereits, und das Wetter zeigt sich aprilig. 

Vom Einsteigen ins Auto bis zur Wiederankunft in der Casa Leone - etwa 30 Minuten - wurde mir angeboten:
Sonne
leicht bewölkt
Regen
Regenguss mit Graupel
bedeckter Himmel ohne Regen
Wolkenbruch. 

Möglicherweise gab's noch mehr, denn ich weiß nicht,  wie es in den ca 15 Minuten war, als ich IM Intermarché weilte. Aber jetzt ist alles dringend Benötigte (und noch viel mehr) wieder in Hause.

Auf der Rückfahrt zeigte die Natur sich sehr zuversichtlich, dass der Frühling trotz Marta und nachfolgend vielleicht Nils und Oriana und Pedro wirklich am Kommen ist. Denn: Die Akazien zeigen sich wundervoll blühend. Selbst wenn sie nach den Stürmen ein wenig arg schräg in der Gegend stehen...


PS: Der Senhor musste heut' wieder mal daheim bleiben. Dass ich wegging, interessierte scheinbar wenig. Meine Rückkehr dagegen verursachte große Freude. Bei Seiner Hoheit. Bei Frauchen weniger, als ich entdecken musste, dass Senhor Sancho wieder mal versucht hatte, diverse Fensterbretter zu erklimmen. Dabei fielen eine Eineinhalb-Liter-Flasche Rotwein um (glücklicherweise unversehrt geblieben) sowie die Büffelstick-Box Seiner Hoheit zu Boden. In der befanden sich auch drei oder vier Zahnputzsticks, die zu Sanchos bevorzugten Leckerlis gehören. Langer Rede kurzer Sinn: Heute gibt's keine Leckerlis mehr für das Untier. 

Dienstag, 3. Februar 2026

Der nächste Sturm

Leonardo tobt seit ca 2 Stunden heftig ums Haus. Der Sturm heult, der Regen knallt waagerecht gegen die Fensterscheiben - dabei liegt die Casa Leone relativ geschützt.

Bin heilfroh, dass wir das morgen geplante Mittagessen im Foz de Banho abgesagt bzw verschoben haben. Mein Kühlschrank ist gut gefüllt, Wein ist auch genug da - ich werde mich einigeln und die Casa Leone nicht verlassen. 

Der Senhor ist schon wieder am Trainieren seiner Blase: Er schaute mich eben völlig fassungslos an, als ich ihn zum abendlich-nächtlichen xixi nach draußen schicken wollte.

Für die Südküste und die Algarve werden in den Serras Windgeschwindigkeiten bis zu 110 km/h erwartet. Hoffentlich bleibt alles heil...

Samstag, 31. Januar 2026

Regen und Sturm seit Tagen. Also:

Immer noch Süppchenwetter. Selbst wenn heute Vormittag blauer Himmel und Sonne zu sehen waren. Der Senhor beschloss daher, das Haus MAL zu verlassen. 

Durch den langanhaltenden Regen ist leider das kleine Törchen unten auf der zweiten meiner Obstbaumterrassen so morsch geworden, dass sich dort eine Lücke aufgetan hatte. Senhor Sanchos Äuglein hatten dies schon vor ein paar Tagen erspäht, aber weil's da unten hohes Gras hat und Seine Hoheit keinen nassen Bauch haben will, war das bis jetzt kein Problem. Heut' aber, bei Sonnenschein...

Es muss eine Katz' um die Wege gewesen sein, denn ich erwischte Senhor Sancho dabei, wie er wild bellend und den Blick hoch nach oben ins Geäst gerichtet um einen großen Baum zirkulierte. Keine Chance auf erfolgreichen Rückruf für etwa eine Stunde. Seufz.

Danach hatte Seine Hoheit endlich kapiert, dass er das Katzenvieh eh nicht erwischen würde und deshalb heimkehren könne. Nassbäuchig und ziemlich müde. Mittagessen ging gerade noch so, danach schlief der Held auf "seinem" Sessel ein. Und da ruht er immer noch. 

Frauchen ging derweil nach unten, um eine provisorische Verschließung des Törchens (mittels Seilen) anzubringen. Seine Hoheit war kurz zur Kontrolle da und kehrte beleidigt auf seinen Sessel zurück. 

Naja, bis zum nächsten Gärtnerbesuch wird das Provisorium wohl halten. Außerdem ist ja eh wieder Regen angesagt, was des Senhors Abenteuerlust stark einschränkt.

Wegen der Wettervorhersage ging ich danach prophylaktisches Süppchen kochen. Diesmal mit Spitzkohl und Hackfleisch. Rezept gefällig? Aber bitte, aber gern!

_1 große Zwiebel hacken und
_in Olivenöl glasig oder sogar goldbraun werden lassen.
_250 Gramm (oder so) Hackfleisch mitschmurgeln lassen. Sollte alles schön krümelig sein.
Knofi frisch oder granuliert dazu - Menge nach Gusto
_1/2 Spitzkohl, fein geschnitten, zugeben und ein bisschen mitschmoren
_mit Brühe und nem guten Schuss Weißwein ablöschen - so viel, dass es "suppig" wird
_würzen mit reichlich Zitronenpfeffer,  Chiliflocken, Muskatnuss
_1 Päckchen (200 f Frischkäse) dazugeben
_zum guten Schluss mit Zitronensaft abschmecken
_kurz vor dem Servieren e bissl Olivenöl drauf

Soooooo gut. Reicht bei mir für ca 3 Portionen.