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Mittwoch, 21. Oktober 2026

Entrümpeln 3: Es ist passiert!

Vielleicht erinnert ihr euch: Vor einigen Wochen hatte ich unter anderem auf FB nach Hilfe beim Entrümpeln gesucht -> Entrümpeln ist angesagt und Die Qual der teuren Wahl 

Manchmal sind die ersten, die sich melden, die besten. Aber sowas erkennt frau ja leider oft erst nach ein paar kleinen Irrwegen... 😉
Langer Vorrede kurzer Sinn: Die erste (Nr. 5 hier) war Bettina und genau sie war die vergangenen beiden Tage bei mir im Haus. Wir hatten vor ein paar Wochen telefoniert, zu Zeiten, als es noch sommerliche gut 30 Grad hatte und verabredeten uns wegen des dann hoffentlich etwas kühleren Wetters für Mitte/Ende Oktober. Wir besprachen, was zu tun sei, und Bettina veranschlagte 2 Tage Ausmistarbeit. Weil sie aus São Bras anreist, blieb sie über Nacht - sowohl zeitlich wie auch wegen der Benzinkosten war das die beste Lösung. Und da ich ja ein Gästezimmer habe, ist das kein Problem. Bettina meinte noch, sie müsse natürlich gefüttert werden 😉, ich bot außerdem an, dass ich auch für Getränke sorgen würde. 😋Das stellte sich als unnötig heraus, denn Bettina brachte eine leckere Flasche Wein mit. Also war ich nur fürs Nichtsalkoholische zuständig.

Pünktlichst um kurz vor 10 Uhr morgens kam ihr Anruf: Sie wäre jetzt am vereinbarten Treffpunkt beim "Rei da Fruta" in Monchique. Bei der Abholung durfte der Senhor selbstverständlich mit. Danach war er teilweise ausgelagert bei seinem neuen Freund Mojo, der seit zwei Wochen im Nachbarhaus, in der Casa Castanheiro, wohnt, und mit dem er nicht müde wird zu spielen.

Als erstes die Hausbegehung: "Was muss wo gemacht werden?" 
Es war eine Meeeeenge - vor allem im "Wirtschaftsraum". Dort standen unter anderem zwei laufende Meter von 2,26 Meter hohen Regalen, voll mit Klamotten und "Zeugs". Nicht gerade messimäßig, aber es läppert sich halt doch im Laufe der Jahre.

Früher bin ich ja, arbeitsbedingt und wegen einer gewissen Abenteuerlust auf Neues, so alle 3 Jahre umgezogen; hier in Monchique wohne ich jedoch schon 15 Jahre und (leider) auf relativ großzügigem Raum, wo frau gerne mal Dinge ansammelt. Das war jedenfalls in der VBZ so - die Vor-Bettina-Zeit. ;)

Jetzt, nach den zwei Tagen, ist die NBZ angebrochen - die Nach-Bettina-Zeit. Die Frau kann nämlich zupacken. Anfangs noch e bissle gegenseitige Scheu, man musste sich aufeinander einstellen, so à la "wie brutal kann ich bei der Kundin vorgehen?"

Bettina hatte schnell erkannt, dass sie das bei mir durchaus kann. Als die Regale abgebaut und neue (niedrigere) wieder aufgestellt waren, hatte sich nämlich mein Wirtschaftsraum rein räumlich gesehen praktisch verdoppelt. Schon am ersten Tag fuhr Bettina einmal zu den Müllcontainern runter und traf dort auf einen portugiesischen Senhor, der ihr alte Sitzauflagen abnahm und darüber sehr happy war. 

Zu ihrer und meiner Fütterung gab's meine pikante Zwiebel-Tomaten-Suppe mit Toast. Als ich persönlich mich auf ein gemütliches, abendliches Glas Wein eingestellt hatte, tauchte Bettina um 19 Uhr mit Müllsack und Staubtuch ("Läpple") bewaffnet auf und ich musste im Wohnzimmer noch bis 22 Uhr "arbeiten". Aber jetzt: Alles ist geordnet, ich weiß vor allem, WO alles ist. Und ich darf Bettina nachts um 3 Uhr anrufen und fragen, wenn ich was nicht finde. Sie garantiert allerdings nicht, dass sie das dann auf Anhieb weiß. 😏

Auch an Tag 2 war ein größerer Mülltransport angesagt. Hauptarbeit war heute vor allem mein ehemaliges Büro, das im Obergeschoß liegt, und das ich einfach nimmer brauche/benutze. Schließlich bin ich in wohlverdienter Rente, arbeite (wenn überhaupt) am Laptop im Wohnzimmer und wollte schon seit langem "meine Werke" unten im eigentlichen Wohnbereich haben. Da war ja nun Platz geworden. Also gingen Bettina und ich nach oben, Müllsäcke (mehrere!, die auch voll wurden) in der Hand und dann wurde ausgemistet. Bettina hatte vorher schon das Regal mit den von mir geschriebenen Büchern ab- und unten wieder aufgebaut sowie alle Bücher nach unten geschafft.  Oben steht nun, nach getaner Arbeit, nur noch ein weiteres leeres Regal und einige Ordner mit uralten und längst verjährten Unterlagen, die ich nach und nach in den Papiercontainer bringen werde.

Zwei - oder sogar drei? - große Kisten gehen an Charitys und ein Museum in São Bras de Alportel, das wohl regelmäßig Verkäufe mit gespendeten Büchern und DVDs etc. macht. Auch das Tierheim wird beglückt: Halsbänder, Leinen und Hundegeschirre, die Senhor Sancho nicht passen (weil von seinen größeren Vorgängerinnen) oder die er verschmäht, weil er Halskette nicht tragen möchte. Ein paar Dinge hatte ich auch extra und ganz bewusst Bettina direkt angeboten, neben "nützlichen" Gegenständen nahm sie auch gern etliche meiner Bücher, die ihr Interesse fanden oder die sie gut im Bekanntenkreis verschenken kann. Weihnachten steht ja bekanntlich vor der Türe.

Nur eine große Bücherkiste blieb übrig. Allerdings nicht mehr lange: Denn Fátima, die heute im Hause wirkt, erzählte mir eben, dass es seit neuestem in der alten Telefonzelle bei der Post in Monchique eine kleine Tauschstelle gibt, in der die Leute Bücher abgeben und holen können. Sie selbst war am Montag da, um alte Schulbücher abzulegen und damit löst sich die letzte Kiste Bücher ebenfalls in Wohlgefallen auf.

Ich selber gehe noch an die "Reste" - Fensterbretter abräumen und die beiden Nachtkästchen ausmisten. Das ist aber mit dem normalen Hausmüll entsorgbar, da muss ich nicht extra runter an die Container. Und das tue ich erst nach einer  Ruhephase, denn mein Rücken und mein Knie jubelten gestern Nachmittag nicht gerade. 

Fazit: Ich bin dermaßen froh, dass ich das angegangen bin und vor allem, dass Bettina mir so hervorragend geholfen hat. Ich empfehle sie sehr sehr guten Gewissens weiter. Kontaktdaten gibt's über mich oder ihr schreibt sie direkt an (ich hab sie oben getaggt).

Und das für mich Schönste (das muss/kann natürlich nicht immer passieren): Es war letzten Endes nicht nur "Arbeitsbeziehung", sondern wir haben viel gequatscht und gelacht. So macht Ausmisten richtig Spaß und geht leicht von der Hand.

Der ausgelagerte Senhor möchte auch noch gezeigt werden. Hier isser mit Mojo. Selbstverständlich hat sein Frauchen auch immer Leckerlis dabei, was Seine Hoheit sehr goutiert. 


Sonntag, 18. Oktober 2026

Weltuntergang am Picota

Relativ unvermittelt brach um 16:30 am Picota Nord die Hölle los.

Ein paar Minuten grummelte der Himmel nur, und dann: Blitz und Donner und dazu ein Hagelschlag, mit Eis"körnern" so groß wie die Eiswürfel, die ich normalerweise in meinen Gin&Tonic gebe. 

Freunde von Freunden wollten eigentlich schnell in den Garten, um Avocados zu ernten. Haben wir aber erst mal gelassen, weil Eiswürfel mit Wucht an den Kopf tun weh...

Lediglich Senhor Sancho nahm das Ganze relativ gelassen und furchtlos. Er stand zwar nicht gerade draußen, zuckte aber weder bei einem richtig heftigen Blitzschlag noch bei anschließendem extrem lauten Donnerschlag mit der Wimper. Seine Hoheit hat Nerven wie Drahtseile. 😉 


Selbst jetzt noch, gut eineinhalb Stunden späer, ist das Eis auf dem Kiesplatz noch nicht zur Gänze weggetaut.

Samstag, 10. Oktober 2026

Senhor Sancho findet einen neuen Freund

In der Casa Leone gibt es seit Monatsanfang neue Nachbarn: Ester ist mit ihrem Border Collie Mojo eingezogen, und der Senhor durfte gestern zum ersten nachbarschaftlichen Besuch aufs Gelände. 



Leider hatte er Frauchen vorher schon mal eben einen blutigen Kratzer am Unterarm verpasst ... Er musste sich nämlich furchtbar aufregen und ausgesprochen ungebärdig im Auto herumspringen, denn auf der vorherigen kurzen Fahrt nach Monchique wagten es mehrere Hunde, sich in der Gegenwart Seiner Hoheit auf der Straße zu befinden, während er im Wagen verharren musste. 

Als dann noch eine schwarze Katz' Frauchens Weg kreuzte, war der Senhor nimmer zu halten. Dabei waren wir auf dem Weg zum Elektrolädchen, um SEINE Zooplus-Lieferung abzuholen. Das haben wir erst mal verschoben - nicht aus erzieherischen Gründen, sondern weil ein Kurztrip in die Apotheke wichtiger und vor allem nötig war, um mich mit Deinfektionsspray und Riesenpflaster zu versorgen und dort gleich verarzten zu lassen...

Danach ging's wieder heim und der Senhor betrat mit Frauchen den nachbarlichen Garten. Ein kleines Wunder geschah schon vorher, denn Seine Hoheit hielt es für unnötig, seinen beiden hündischen Intimfeinden auf der anderen Seite des Wegs auch nur einen Blick zuzuwerfen, geschweige denn, sie nochmals zu verbellen. 

Viel wichtiger erschien ihm der neue Nachbar - und siehe da: Nach kurzer Beschnupperung und der unumgänglichen Markierung von  mehreren Büschen scheint sich da eine dicke Freundschaft zu entwickeln. Während Frauchen mit der neuen Nachbarin und deren Freundin gemütlich beim Willkommens-Prosecco saß - vielen Dank nochmals! - spielten die beiden Vierbeiner miteinander, jagten sich ums Haus und verstanden sich bestens. 🙂 Sooo schön!

 
Heute Morgen war nun der Gegenbesuch:
Ester kam - wie ich gestern zu ihr - mit einer Handvoll Leckerlis. Im eigenen Königreich benahm der Senhor sich mustergültig, Mojo ebenfalls. Etwas unwillig zeigte sich Seine Hoheit lediglich, als Mojo einen uralten, vom Senhor seit Monaten verächtlich liegengelassenen Ball fand. Geht natürlich gaaar nicht, dass jemand anders SEINEN Ball ansieht oder gar damit spielen möchte. 

Ein wenig brenzliger wurde es dann allerdings mit dem Kalbsgelenk, dass Senhor Sancho eilfertig auf die Terrasse geschleppt hatte. Ich weiß nicht, warum er dachte, dass dieses Teil NICHT das Interesse eines anderen Hundes wecken würde. Oder er wollte angeben, was er Tolles aus der Zooplus-Lieferung bekommen hatte...

Glücklicherweise wusste Mojo, was sich gehört, und ließ das Kalksgelenk sofort liegen, als der Senhor seine Ansprüche knurrend einforderte. Seine Hoheit schleppte das Knochenstück wieder ins Haus und gesellte sich danach wieder freundlich und entgegenkommend zu Tier und Menschen. Alles gut!

Fazit: sehr sehr sympathische Nachbarin samt Besucherin, die vollbepackt mit Avocados nach Haus gingen und gerne mehr ernten dürfen. Ein freundlicher, lebenslustiger Spielkamerad für Senhor Sancho.

Dickes Bem-vinda an Ester und Mojo - und auf eine gute Nachbarschaft!

Montag, 21. September 2026

Palmenblüten

Als ich vor gut 13 Jahren in der Casa Leone einzog, stand da ein Blumenpott mit einer kleinen Yuccapalme. Die hat mir der damalige Gärtner Stefan ins Beet hinterm Haus umgesetzt. 

Sie hat sich, wie man sehen kann, prächtig entwickelt. So prächtig, dass im vergangenen Jahr "Maschinen-Carlos" zwei oder sogar drei dicke Stämme kappte, die bereits dabei waren, das Hausdach zu erobern. 

Und eben bin ich im Schwimmbecken - und was seh ich? Die Yucca zeigt sich mit insgesamt drei riesigen weißen Blütenständen!


Wenn ich da zurückdenke an Deutschland, wo man in meinen Unizeiten in gefühlt jeder Studentenbude eine eher mickrige, vor sich hin vegetierende Yucca fand. Gerne mit ein paar wenigen, oft bereits gelben Blättern...

Sonntag, 20. September 2026

Winter könnte kommen...

... tut er aber hoffentlich noch lange nicht!

Sr Orlando hat vorgestern Kaminholz geliefert: 500 Kilo sobreiro (Korkeiche) und 500 Kilo Eukalyptus zum Anheizen. Damit sollte ich gut über den Winter kommen! 
Dazu kamen zwei große Säcke Holzspäne (im Foto links), dieSr Orlandos Mitarbeiter mir bei der Lieferung Anfang September 2025 empfohlen hatte, und die ich in dieser Wintersaison als Anzünder ausprobieren will. Statt der immer teurer werdenden pinhas. 

Den allerersten 4-Kilo-Sack mit Pinienzapfen, die zum Anfeuern wirklich spitze sind, hab ich vor 20 Jahren für unter 2 Euro erstanden. Mittlerweile kosteten sie beim Intermarché im vergangenen Jahr schon 4,99€, es waren nur noch 3 Kilo Inhalt. Allerdings wahre Prachtexemplare!
Man muss genau aufpassen, wo man kauft, denn es gibt durchaus Qualitätsunterschiede: zum einen schöne feste Zapfen; zum anderen so ausgefieselte, die beim scharfen Hinschauen schon zerbröseln und damit beim Anzünden wenig bringen. Das sind dann gerne die sogar nur 2 Kilo beinhaltenden Sonderangebots-Säcke für 2,99 im Baumarkt; bei denen frau jubelnd zugreift, weil ach so preiswert und zuhause bemerken muss: "Och nee, das sind ja nur so olle...!"

Samstag, 19. September 2026

Entrümpeln 2: Die Qual der (teuren) Wahl

Mr Google hatte mir ein paar Angebote ausgeworfen, von professionellen Agenturen, die einem beim Entrümpeln und Neu-Organisieren behilflich sind. Das kostet natürlich - aber Kostenvoranschläge einzuholen ist ja erst einmal gratis... in der Reihenfolge der Kontaktaufnahme: 

Nummer 1 war Algarveharmony - eine Irin, die seit Jahren in Portugal lebt. Wir führten ein angenehmes und ausführliches Telefonat und ich war sehr angetan.
Alma bekam Fotos und Videos der zu entrümpelnden Räume zugeschickt und erstellte daraufhin ihr Angebot: Fürs ganze Haus wurden knapp 1000 € veranschlagt - 2 Tage à 7 Stunden, 2 Leute. Mit Entsorgung bzw. Abtransport aller rausgeworfenen Dinge zu Charity-Organisationen. 


Danach musste ich mich erst einmal erholen (vom Preisschock 😉) und konferierte des längeren mit meiner Schwester, die im Nebenberuf und schon immer meine persönliche Innenarchitektur-Beraterin ist. Ihr Vorschlag: "Mach doch erst mal den schlimmsten Raum und das Büro oben, das du ja gar nicht mehr benutzt! Das ist das Wichtigste - und vielleicht geht's dir danach leichter auch von eigener Hand... Oder mit Hilfe von Fátima!" 

Gute Idee - die ich insofern umsetzte, als ich das sowohl Nummer 1 wie - siehe unten - Nummer 2 mitteilte. Nummer 1 hat sich auf die neue Situation noch nicht rückgemeldet, Nummer 2 ließ meinen Vorschlag ins Angebot einfließen.

Nummer 2 (aber meine heimliche 1, weil nach Zoom-Meeting extrem sympathisch) war Balanced Algarve Living. Zwei junge Frauen - Amanda und Michelle -, die einen sehr kompetenten Eindruck machten und sehr sympathisch sind. Ich fand's auch gut, dass man sich via Zoom sozusagen "besichtigen" und beschnuppern konnte. Danach schickte ich Fotos und Videos, und teilte einen Tag später den "neuen Plan" mit, der von Schwesterlein angedacht worden war.

Das sehr individuelle und auf meine Situation zugeschnittene Angebot kam heute Morgen. Und nun weiß ich auch nicht - seufz. 
Ich kann die beiden Angebote momentan kaum vergleichen, weil mir von Nummer 1 noch das Angebot für nur 2 Räume fehlt. Vorteil von Alma ist allerdings, dass alles entsorgt wird, was zum normalen Hausmüll gehört und auch alles mitgeht, was für Charities gedacht ist. 
Bei Amanda&Michelle sind dafür nur 10 Säcke à 30 Liter vorgesehen, und das dürfte bei weitem nicht ausreichen. Nochmals seufz.

Nummer 3 ausm Internet: hab ich angeschrieben, eine Holländerin, die aber noch nicht geantwortet hat (liegt aber noch im zeitlichen Rahmen, ist also ok). Update: Sie hat sich nach etwa einer Woche gemeldet und mitgeteilt, dass sie nicht mehr an der Algarve, sondern wieder in den Niederlanden lebt. Kommt also nicht in Betracht.

Nummer 4: über "fixando" gefunden. Portugiesin, die Englisch spricht und einen recht guten Eindruck machte. Auch die Preisvorstellung war ok. Allerdings: Anreise aus Albufeira. Und keine Rückmeldung mehr seit 3 Tagen... 

Nummer 5 (zeitlich Nr 1): eine (!) Reaktion auf mein Posting bei Facebook. Netter Kontakt, eine Deutsche, die seit 30 Jahren an der Algare lebt. Sie hat Verbindung zu etlichen Charity-Organisationen und wollte sich auch gleich kundig machen, wer in Monchique dafür in Frage käme. Das alles klingt recht ansprechend. Nächste Woche werden wir telefonieren. Update: Wir haben telefoniert. Ich fand sie sehr sympathisch und wir haben uns auf Mitte/Ende Oktober geeinigt. Momentan ist es einfach noch viiiiiel zu heiß draußen...

Samstag, 12. September 2026

Entrümpeln ist angesagt! Die Planung.

Im November werden es 16 Jahre, dass ich in Monchique in der Serra lebe. 

Lebensumstände haben sich verändert, Bedürfnisse ebenfalls. Leider hält das "Äußere", also mein Haushalt und all das Zeugs, das sich in den Jahren, besser Jahrzehnten so ansammelt, mit dieser Entwicklung nicht automatisch mit. Selbst wenn ich nach jedem Umzug und immer wieder mal die Gelegenheit nutze "auszumisten". 

Vielleicht kennt ihr das: Man fängt voller Elan an - und merkt dann: Könnte man das eine oder andere nicht "doch noch mal brauchen"? Oder man verliert sich in Erinnerungen...

Ich würde gerne mal so richtig entrümpeln:
Dinge, die noch ok sind, entweder verkaufen (das dürfte die helfende Person gerne fürs eigene Portemonnaie tun) oder an Charity-Organiationen weitergeben; anderes auf den Müll werfen. Das eine oder andere Möbelstück verrücken, ein paar Ivar-Regale anders aufbauen.

Leider bin ich körperlich nimmer so gut beisammen, diese Aufgabe allein zu stemmen. Deshalb suchte ich via Facebook jemanden, der mir da behilflich ist. Ob privat - selbstverständlich nicht unentgeltlich! - oder professionell. Wer was weiß: bitte melden! 
Gibt's an der Algarve Haushalt-Organisation-Helfer? Muss nicht nach dem Prinzip "Marie Kondo" sein, e bissle weniger rigoros tut es auch. 😉
Putzen oder so ist nicht vonnöten - das macht Perle Fátima bestens! 

Mittwoch, 2. September 2026

In (hoffentlich nur) 4 Schritten zum verlängerten Führerschein

Es ist mal wieder so weit: Die Verlängerung meines portugiesischen Führerscheins steht an.
Vergangene Woche der 1. Schritt: Ich habe einen Termin für den Sehtest bei unserem Optikergeschäft in Monchique (Alberto Oculistas) gemacht. 

Am heutigen Mittwoch war ich also für Schritt Nr. 2 bereit: um 10 Uhr bei "Alberto". Ihr wisst ja: Mittwochs ist Perle Fatima im Haus, da steht der Senhor also automatisch unter Betreuung und kann weder die Küchentheke abräumen noch versuchen, auf die Fensterbretter zu klettern, um Frauchen ja nicht aus den Augen zu verlieren. 

Ich habe die Prozedur ja bereits 2x durch: einmal im chicen HPA Alvor (für mal eben nen guten Hunni) und einmal auch schon bei Alberto. Jedesmal zu voller Zufriedenheit - naja, nach der Katarakt-OP hab ich ja eh Augen wie ein Adler. Zumindest in der Ferne. 

Diesmal aber ging das Ganze "halbvirtuell" über die Bühne: Der nette Optiker saß mir nicht in persona gegenüber, wie beim letzten Mal, sondern war per Bildchirm zugeschaltet. Die freundliche Optiker-Verkaufskraft stellte die Verbindung her, schaltete den Screen ein, auf dem man wie immer Buchstabenreihen in immer kleinerem Format sowie Ziffern auf buntem Bläschenhintergrund erkennen musste - und das war's. 

Schnell noch Datenabgleich - Name (ist immer ein Akt, weil zwar portugiesisch klingende, aber anders buchstabierte Namen vorhanden sind), Geburtsdatum, welche FS-Klassen, Nummer des FS und der Residência permanente. 

Die kurze Wartezeit, bis das atestado ausgedruckt war, nutzten wir, um meine Brille "zurückzubiegen", denn die rutscht mir seit einiger Zeit dauernd auf die Nasenspitze. 15€ gezahlt und draußen war ich wieder. 

Jetzt steht als Schritt Nr. 3 der Besuch bei Dr. Hector im CdS Monchique an, der das Ganze dann mit seinem eigenen atestado direkt ans IMT schickt.
Gefolgt von Schritt Nr. 4: der Gang zum Espaço de Cidadão im Rathaus, um das Prozedere zu beenden. Mal schauen, wie lange es diesmal dauert. 

Donnerstag, 27. August 2026

Senhor Sancho und der Schinkenknochen

Der Senhor hat ein Geschenk bekommen. Weil Frauchen immer für Seine Hoheit bei zooplus bestellt, gibt's da "Treuepunkte". Dafür kann man Produkte geschenkt kriegen - Spielzeug, Halsbänder, Leckerlis. Leider nix für uns Menschen, was viel gerechter wäre (schließlich zahlen wir das alles). zooplus sieht das anders, deshalb: Geschenke ausschließlich fürs (Un)Tier.

Senhor Sancho darf sich in regulären Zeiten an getrockneten Kuhohren und Fleischstreifen erfreuen. Die "Abscheulichkeiten", wie unsere Freundin Ute das nennt, nämlich getrocknete Hühnerfüße, stehen derzeit nicht so hoch im Kurs bei ihm: zooplus hat es gewagt, den Anbieter/Hersteller zu wechseln, und die Produkte der neuen Firma munden Seiner Hoheit nicht wirklich. Er verspeist sie nur, wenn nix anderes angeboten wird und das eher widerwillig mit "langen Zähnen" und unter Hinterlassung von ekelhaftigen Überresten im Bett (des Senhors Schlafstätte, nicht meiner, glücklicherweise!).

Bei der letzten Bestellung gab's von den mittlerweile zahlreichen Treuepunkten des "zooplus Clubs" einen riesigen Schinkenknochen. Und weil das Wetter heute immer noch mau ist, durfte sich der Senhor statt des normalen Mittagessens über diesen Schinkenknochen hermachen.

"Echt? Für mich?"

Zunächst konnt' er es erst gar nicht glauben. Sondern saß wirklich minutenlang auf der Terrassentreppe, den Knochen neben sich. Danach verschwand er samt Beute auf die obere Wiese. Kehrte nach ein paar Minuten ohne Knochen zurück. 

Meine Nachfrage ("busca!") ergab: Seine Hoheit war sich noch unschlüssig, was genau zu tun sei. Zunächst hatte er den Knochen außer Frauchens Sichtweite hinter der blauen Feige versteckt, aber (noch?) nicht vergraben. 

Kein Schinkenknochen weit und breit.
Aber nachdem der Senhor hinter der Feige verschwand, war klar,
wo er den Schinkenknochen sicher versteckt wähnte.
Glücklicherweise war Nachbarshund Pintas nicht zu Besuch...

Auf Zuruf schleppte Senhor Sancho seinen Schatz eifrig herbei:

Und danach leider ins Haus auf den Teppich - seufz. 


Kurze Zeit später ging er samt Riesenknochen wieder nach draußen außer Haus.  

Meine hartnäckige Recherche ergab: Senhor Sancho verspeist seine Delikatessen lieber im Grünen und ohne Frauchens Beobachtung. 

Das steht in krassem Gegensatz dazu, wie Seine Hoheit sich aufführt, wenn Frauchen bei Tisch sitzt. Da weicht der Senhor keinen Zentimeter von Frauchens Seite - es kööööönnte ja sein, dass ein Stückchen von ihrem Teller auf den Boden und ihm ins Maul springt...

Jetzt liegt Seine Hoheit oben unter der Lúcia Lima (Zitronenverbene) - er reichert Delikatessen gerne mit entsprechend feinen Aromen an 😉 Und ich höre nun hin und wieder ein Knurspern, wenn er direkt am Knochen nagt. 


UPDATE: Nach ca 90 Minuten sah der Riesenknochen (haha) so aus:

Donnerstag, 13. August 2026

Sonnenfinsternis am 12. August 2026

 Die einzig wahre portugiesische Sonnenfinsternis sieht selbstverständlich so aus: 

Ich hatte leider leider keine Spezialbrille mehr ergattert - alles ausverkauft in Monchique. Obwohl ich gestern früh extra nochmals im Städtchen war. Weder in den Apotheken noch bei den beiden Optikerläden gab's eine, beide hatten gut sichtbar Schilder aufgehängt mit dem Hinweis: "Óculos para o eclipse solar esgotados"
War irgendwie ein leicht merkwürdiges Gefühl, als es ab 18:40 dunkler wurde. Aber ohne Brille gab es keine Chance, irgendetwas anderes als die strahlende Sonne wahrzunehmen. Und nein: Ich hab selbstverständlich nicht minuten- oder auch nur sekundenlang in die Sonne gestarrt!

Ganz anders war es am 11. August 1999, als ich damals mit Schwester und beiden Neffen mittags auf der Rheinbrücke bei Baden-Baden/Rastatt stand und die totale Sonnenfinsternis gesehen und erlebt habe.


Okay, den Kindleins war's nach ein paar Minuten eher langweilig - selbst der mütterliche bzw. tantliche Hinweis, wie selten solch ein Himmelsereignis sei und dass die beiden das erst wieder (wenn überhaupt) mit Ende 30 erleben könnten, machte auf die zwei keinen großen Eindruck. Auf uns Erwachsene schon eher, denn wenn mittags sich plötzlich der Himmel verfinstert und alle Vögel aufhören, zu singen und zu zwitschern, ist das irgendwie schon gespenstisch. Es wurde auch schlagartig kühler - nochmals ein kleiner "Gruseleffekt". Und es war eine kurze Zeit wirklich total dunkel. 

Das was damals wirklich ein Jahrhundertereignis: die letzte Sonnenfinsternis des Jahrtausends, eine totale Eclipse und auch noch genau im eigenen Wohnort sichtbar. 

Gestern in Portugal und vor allem Faro war's ja "nur" partiell zu sehen.
Zu knapp 93% war die Sonne bedeckt:

In Silves sah das so aus: 

Und als Pastel de Nata also eher so:

Mittwoch, 5. August 2026

Terrassentreff international

Zumindest was die Kuliarik angeht. Bissle Italien, bissle Portugal, bissle deutsch und als Überraschungsköstlichkeit: Indien.

Ich liebe ja bekanntlich Nudelsalat. Und war der Meinung, "mein" Nudelsalat à la Casa Leone sei was Feines. Gestern allerdings hat Kape Swenne mich sowas von übertrumpft.

Wir hatten wieder mal einen kleinen mittäglichen Terrassentreff - jeder bringt was Leckeres mit: Ich stiftete Tomaten (die leckeren alten Sorten von Ex-Nachbarin Lisa!) mit portugiesischem Frischkäse, Olivenöl und dem letzten Rest des 50 Jahre alten Balsamicos de Modena, Melone mit Presunto und viel von einem schönen vinho branco. Und Wasser als Alibi. 😉

  

Der Schinken wurde von Senhor Sancho sehr eifrig bewacht - und gegen Ende des Mahls fiel auch das eine oder andere Stückchen zu Boden. Ooops.

Petra und Karl hatten angekündigt, sie seien für Baguette zuständig, packten aber für den Nachtisch auch ausgesprochen gute Pasteis de Nata ein. 

Und den absoluten Star des Mittagsmahles: indischen Nudelsalat. Aber so dermaßen gut - zum Reinknien. Und weil Karl ungern für wenige Einzelschicksale kocht, wenn er in der Küche steht, durfte ich mir eine Riesenschüssel der Köstlichkeit abzweigen. 

Mit anderen Worten: Ich schwelge heute nochmals in indischen Nudelsalat-Gefilden. Nun muss ich nur noch das Rezept kriegen!

Das leckere Extra-Mitbringsel werde ich morgen verkosten. Zum Frühstück. 

Dienstag, 14. Juli 2026

Sushi satt

Neuigkeiten bei den lieben Nachbarn: Sie haben ein hübsches Haus gefunden und werden zum Oktober 2026 ausziehen. Das hinderte uns aber nicht, die erfolgreiche Haussuche mit einem kleinen abendlichen Terrassentreff in der Casa Leone zu feiern. Trotz Wermutstropfen bei mir weil ich wieder neue Nachbarschaft kriege - und ob das so eine nette sein wird, steht noch in den Sternen...

  

Der Senhor mag Sushi übrigens auch. Und weil soooo viel da war (ich hatte noch genug fürs nächste Mittagsmahl!), fiel das eine oder andere japanische Teilchen zu Boden.

Samstag, 27. Juni 2026

Malereien rund ums Haus

Am heutigen Samstag - nach dem Regendonnerstag - konnte Maler Rui endlich "richtig" tätig werden. Vor zwei Tagen hatte es so geschüttet, dass wir mittags aufgaben. Immerhin waren schon die "Kiweria" und die Lavandaria (also Kiwi-Pavillon und Waschhaus) grundiert. Bei allem anderen meinte Rui: hat wenig Sinn bei Regen, weil die Grundierung sollte schon komplett durchgetrocknet sein, bevor die "richtige" Farbe draufkommt. 

Tadaa! Ich präsentiere nun allgemein beliebte Vorher-Nachher-Ansichten. An der langen gelben Mauer streicht Rui noch, da ist viel Fizzelkram, weil meine lieben Hausherren künstlerisch veranlagt sind und ne Menge Schmuckelemente drauf gesetzt haben. 

 
Vorher - nachher: Die beiden Sockel rechts und links vor der Haustüre.

 
Vorher - nachher: die Treppe von der Poolterrasse auf die obere Wiese.


Ein echtes Schmuckstück ist sie geworden!

 
Vorher: die Kiweria nach der Grundierung und mit dem ersten Anstrich in Rot

 
nachher: die Kiweria

 
Vorher und zwischendurch: die lavandaria. Foto links nach dem "Kärchern", rechts der Senhor bei der Abnahme der Grundierungsarbeiten.

nachher: das Waschhaus in neuem Glanz!

 
Vorher - nachher: das Außenwaschbecken an der laaaaangen Mauer hinterm Haus.
Da war Rui länger dran, denn durch die vielen Schmuckelemente (Beispiele siehe Fotos unten) ist das ein bisschen fitzelig. 
 
Die Sonne vorher und nachher. 

Gleich nach der Sonne ist dieses Gesicht in die Wand eingearbeitet... das jetzt so aussieht. Schreckt vermeintliche Pösewichte ab, die des Nächtens um Haus schleichen!

Und gegen Ende der Mauer dieser Steinbock (mein Sternzeichen!) in Spiegelsplittern.
Sooo schön.

 
Die lange Mauer vorher: links mit Blick aufs Waschhaus, rechts der Blick auf die "obere Wiese"


Die neu gemalerte Mauer - links mit Blick aufs Waschhaus, rechts der Blick auf die "obere Wiese".

Der Senhor zeigte sich wie immer äußerst brav, erkannte den fleißigen und sympathischen Handwerker wieder und ließ ihn anstandslos sein Königreich betreten. Hin und wieder überprüfte Seine Hoheit selbstverständlich, ob auch alles ordentlich gemalert würde.

Wurde es - und ich empfehle Rui ausdrücklich und sehr gerne weiter. Er macht nicht nur Malerarbeiten, sondern noch vieles mehr rund ums Haus. Seine Visitenkarte: 


Das Ganze - samt Donners-Regen-Tag - war übrigens in gut 11 Stunden erledigt. Voranschlag eines anderen Handwerkers: 2 Mann 4 Tage à 8 Stunden = 64 Stunden. Wahrscheinlich hätten die mit einem Kosmetikpinselchen gearbeitet!

Manchmal frag ich mich schon, ob die einen für blöde halten. Selbst wenn die Kärcher-Arbeit vorher erledigt war, denn dafür hatte ich ja Gärtner Eduardo im Einsatz. Insgesamt also nochmals knapp 8 Stunden dazu. Auch wenn ich das dazurechne, sind es also 19 Stunden - eine ziemlich große Differenz...