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Samstag, 10. Oktober 2026

Senhor Sancho findet einen neuen Freund

In der Casa Leone gibt es seit Monatsanfang neue Nachbarn: Ester ist mit ihrem Border Collie Mojo eingezogen, und der Senhor durfte gestern zum ersten nachbarschaftlichen Besuch aufs Gelände. 



Leider hatte er Frauchen vorher schon mal eben einen blutigen Kratzer am Unterarm verpasst ... Er musste sich nämlich furchtbar aufregen und ausgesprochen ungebärdig im Auto herumspringen, denn auf der vorherigen kurzen Fahrt nach Monchique wagten es mehrere Hunde, sich in der Gegenwart Seiner Hoheit auf der Straße zu befinden, während er im Wagen verharren musste. 

Als dann noch eine schwarze Katz' Frauchens Weg kreuzte, war der Senhor nimmer zu halten. Dabei waren wir auf dem Weg zum Elektrolädchen, um SEINE Zooplus-Lieferung abzuholen. Das haben wir erst mal verschoben - nicht aus erzieherischen Gründen, sondern weil ein Kurztrip in die Apotheke wichtiger und vor allem nötig war, um mich mit Deinfektionsspray und Riesenpflaster zu versorgen und dort gleich verarzten zu lassen...

Danach ging's wieder heim und der Senhor betrat mit Frauchen den nachbarlichen Garten. Ein kleines Wunder geschah schon vorher, denn Seine Hoheit hielt es für unnötig, seinen beiden hündischen Intimfeinden auf der anderen Seite des Wegs auch nur einen Blick zuzuwerfen, geschweige denn, sie nochmals zu verbellen. 

Viel wichtiger erschien ihm der neue Nachbar - und siehe da: Nach kurzer Beschnupperung und der unumgänglichen Markierung von  mehreren Büschen scheint sich da eine dicke Freundschaft zu entwickeln. Während Frauchen mit der neuen Nachbarin und deren Freundin gemütlich beim Willkommens-Prosecco saß - vielen Dank nochmals! - spielten die beiden Vierbeiner miteinander, jagten sich ums Haus und verstanden sich bestens. 🙂 Sooo schön!

 
Heute Morgen war nun der Gegenbesuch:
Ester kam - wie ich gestern zu ihr - mit einer Handvoll Leckerlis. Im eigenen Königreich benahm der Senhor sich mustergültig, Mojo ebenfalls. Etwas unwillig zeigte sich Seine Hoheit lediglich, als Mojo einen uralten, vom Senhor seit Monaten verächtlich liegengelassenen Ball fand. Geht natürlich gaaar nicht, dass jemand anders SEINEN Ball ansieht oder gar damit spielen möchte. 

Ein wenig brenzliger wurde es dann allerdings mit dem Kalbsgelenk, dass Senhor Sancho eilfertig auf die Terrasse geschleppt hatte. Ich weiß nicht, warum er dachte, dass dieses Teil NICHT das Interesse eines anderen Hundes wecken würde. Oder er wollte angeben, was er Tolles aus der Zooplus-Lieferung bekommen hatte...

Glücklicherweise wusste Mojo, was sich gehört, und ließ das Kalksgelenk sofort liegen, als der Senhor seine Ansprüche knurrend einforderte. Seine Hoheit schleppte das Knochenstück wieder ins Haus und gesellte sich danach wieder freundlich und entgegenkommend zu Tier und Menschen. Alles gut!

Fazit: sehr sehr sympathische Nachbarin samt Besucherin, die vollbepackt mit Avocados nach Haus gingen und gerne mehr ernten dürfen. Ein freundlicher, lebenslustiger Spielkamerad für Senhor Sancho.

Dickes Bem-vinda an Ester und Mojo - und auf eine gute Nachbarschaft!

Montag, 21. September 2026

Palmenblüten

Als ich vor gut 13 Jahren in der Casa Leone einzog, stand da ein Blumenpott mit einer kleinen Yuccapalme. Die hat mir der damalige Gärtner Stefan ins Beet hinterm Haus umgesetzt. 

Sie hat sich, wie man sehen kann, prächtig entwickelt. So prächtig, dass im vergangenen Jahr "Maschinen-Carlos" zwei oder sogar drei dicke Stämme kappte, die bereits dabei waren, das Hausdach zu erobern. 

Und eben bin ich im Schwimmbecken - und was seh ich? Die Yucca zeigt sich mit insgesamt drei riesigen weißen Blütenständen!


Wenn ich da zurückdenke an Deutschland, wo man in meinen Unizeiten in gefühlt jeder Studentenbude eine eher mickrige, vor sich hin vegetierende Yucca fand. Gerne mit ein paar wenigen, oft bereits gelben Blättern...

Sonntag, 20. September 2026

Winter könnte kommen...

... tut er aber hoffentlich noch lange nicht!

Sr Orlando hat vorgestern Kaminholz geliefert: 500 Kilo sobreiro (Korkeiche) und 500 Kilo Eukalyptus zum Anheizen. Damit sollte ich gut über den Winter kommen! 
Dazu kamen zwei große Säcke Holzspäne (im Foto links), dieSr Orlandos Mitarbeiter mir bei der Lieferung Anfang September 2025 empfohlen hatte, und die ich in dieser Wintersaison als Anzünder ausprobieren will. Statt der immer teurer werdenden pinhas. 

Den allerersten 4-Kilo-Sack mit Pinienzapfen, die zum Anfeuern wirklich spitze sind, hab ich vor 20 Jahren für unter 2 Euro erstanden. Mittlerweile kosteten sie beim Intermarché im vergangenen Jahr schon 4,99€, es waren nur noch 3 Kilo Inhalt. Allerdings wahre Prachtexemplare!
Man muss genau aufpassen, wo man kauft, denn es gibt durchaus Qualitätsunterschiede: zum einen schöne feste Zapfen; zum anderen so ausgefieselte, die beim scharfen Hinschauen schon zerbröseln und damit beim Anzünden wenig bringen. Das sind dann gerne die sogar nur 2 Kilo beinhaltenden Sonderangebots-Säcke für 2,99 im Baumarkt; bei denen frau jubelnd zugreift, weil ach so preiswert und zuhause bemerken muss: "Och nee, das sind ja nur so olle...!"

Samstag, 19. September 2026

Die Qual der (teuren) Wahl

Mr Google hatte mir ein paar Angebote ausgeworfen, von professionellen Agenturen, die einem beim Entrümpeln und Neu-Organisieren behilflich sind. Das kostet natürlich - aber Kostenvoranschläge einzuholen ist ja erst einmal gratis... in der Reihenfolge der Kontaktaufnahme: 

Nummer 1 war Algarveharmony - eine Irin, die seit Jahren in Portugal lebt. Wir führten ein angenehmes und ausführliches Telefonat und ich war sehr angetan.
Alma bekam Fotos und Videos der zu entrümpelnden Räume zugeschickt und erstellte daraufhin ihr Angebot: Fürs ganze Haus wurden knapp 1000 € veranschlagt - 2 Tage à 7 Stunden, 2 Leute. Mit Entsorgung bzw. Abtransport aller rausgeworfenen Dinge zu Charity-Organisationen. 


Danach musste ich mich erst einmal erholen (vom Preisschock 😉) und konferierte des längeren mit meiner Schwester, die im Nebenberuf und schon immer meine persönliche Innenarchitektur-Beraterin ist. Ihr Vorschlag: "Mach doch erst mal den schlimmsten Raum und das Büro oben, das du ja gar nicht mehr benutzt! Das ist das Wichtigste - und vielleicht geht's dir danach leichter auch von eigener Hand... Oder mit Hilfe von Fátima!" 

Gute Idee - die ich insofern umsetzte, als ich das sowohl Nummer 1 wie - siehe unten - Nummer 2 mitteilte. Nummer 1 hat sich auf die neue Situation noch nicht rückgemeldet, Nummer 2 ließ meinen Vorschlag ins Angebot einfließen.

Nummer 2 (aber meine heimliche 1, weil nach Zoom-Meeting extrem sympathisch) war Balanced Algarve Living. Zwei junge Frauen - Amanda und Michelle -, die einen sehr kompetenten Eindruck machten und sehr sympathisch sind. Ich fand's auch gut, dass man sich via Zoom sozusagen "besichtigen" und beschnuppern konnte. Danach schickte ich Fotos und Videos, und teilte einen Tag später den "neuen Plan" mit, der von Schwesterlein angedacht worden war.

Das sehr individuelle und auf meine Situation zugeschnittene Angebot kam heute Morgen. Und nun weiß ich auch nicht - seufz. 
Ich kann die beiden Angebote momentan kaum vergleichen, weil mir von Nummer 1 noch das Angebot für nur 2 Räume fehlt. Vorteil von Alma ist allerdings, dass alles entsorgt wird, was zum normalen Hausmüll gehört und auch alles mitgeht, was für Charities gedacht ist. 
Bei Amanda&Michelle sind dafür nur 10 Säcke à 30 Liter vorgesehen, und das dürfte bei weitem nicht ausreichen. Nochmals seufz.

Nummer 3 ausm Internet: hab ich angeschrieben, eine Holländerin, die aber noch nicht geantwortet hat (liegt aber noch im zeitlichen Rahmen, ist also ok).

Nummer 4: über "fixando" gefunden. Portugiesin, die Englisch spricht und einen recht guten Eindruck machte. Auch die Preisvorstellung war ok. Allerdings: Anreise aus Albufeira. Und keine Rückmeldung mehr seit 3 Tagen... 

Nummer 5: eine (!) Reaktion auf mein Posting bei Facebook. Netter Kontakt, eine Deutsche, die seit 30 Jahren an der Algare lebt. Sie hat Verbindung zu etlichen Charity-Organisationen und wollte sich auch gleich kundig machen, wer in Monchique dafür in Frage käme. Das alles klingt recht ansprechend. Nächste Woche werden wir telefonieren. 

Samstag, 12. September 2026

Entrümpeln ist angesagt!

Im November werden es 16 Jahre, dass ich in Monchique in der Serra lebe. 

Lebensumstände haben sich verändert, Bedürfnisse ebenfalls. Leider hält das "Äußere", also mein Haushalt und all das Zeugs, das sich in den Jahren, besser Jahrzehnten so ansammelt, mit dieser Entwicklung nicht automatisch mit. Selbst wenn ich nach jedem Umzug und immer wieder mal die Gelegenheit nutze "auszumisten". 

Vielleicht kennt ihr das: Man fängt voller Elan an - und merkt dann: Könnte man das eine oder andere nicht "doch noch mal brauchen"? Oder man verliert sich in Erinnerungen...

Ich würde gerne mal so richtig entrümpeln:
Dinge, die noch ok sind, entweder verkaufen (das dürfte die helfende Person gerne fürs eigene Portemonnaie tun) oder an Charity-Organiationen weitergeben; anderes auf den Müll werfen. Das eine oder andere Möbelstück verrücken, ein paar Ivar-Regale anders aufbauen.

Leider bin ich körperlich nimmer so gut beisammen, diese Aufgabe allein zu stemmen. Deshalb suchte ich via Facebook jemanden, der mir da behilflich ist. Ob privat - selbstverständlich nicht unentgeltlich! - oder professionell. Wer was weiß: bitte melden! 
Gibt's an der Algarve Haushalt-Organisation-Helfer? Muss nicht nach dem Prinzip "Marie Kondo" sein, e bissle weniger rigoros tut es auch. 😉
Putzen oder so ist nicht vonnöten - das macht Perle Fátima bestens! 

Mittwoch, 2. September 2026

In (hoffentlich nur) 4 Schritten zum verlängerten Führerschein

Es ist mal wieder so weit: Die Verlängerung meines portugiesischen Führerscheins steht an.
Vergangene Woche der 1. Schritt: Ich habe einen Termin für den Sehtest bei unserem Optikergeschäft in Monchique (Alberto Oculistas) gemacht. 

Am heutigen Mittwoch war ich also für Schritt Nr. 2 bereit: um 10 Uhr bei "Alberto". Ihr wisst ja: Mittwochs ist Perle Fatima im Haus, da steht der Senhor also automatisch unter Betreuung und kann weder die Küchentheke abräumen noch versuchen, auf die Fensterbretter zu klettern, um Frauchen ja nicht aus den Augen zu verlieren. 

Ich habe die Prozedur ja bereits 2x durch: einmal im chicen HPA Alvor (für mal eben nen guten Hunni) und einmal auch schon bei Alberto. Jedesmal zu voller Zufriedenheit - naja, nach der Katarakt-OP hab ich ja eh Augen wie ein Adler. Zumindest in der Ferne. 

Diesmal aber ging das Ganze "halbvirtuell" über die Bühne: Der nette Optiker saß mir nicht in persona gegenüber, wie beim letzten Mal, sondern war per Bildchirm zugeschaltet. Die freundliche Optiker-Verkaufskraft stellte die Verbindung her, schaltete den Screen ein, auf dem man wie immer Buchstabenreihen in immer kleinerem Format sowie Ziffern auf buntem Bläschenhintergrund erkennen musste - und das war's. 

Schnell noch Datenabgleich - Name (ist immer ein Akt, weil zwar portugiesisch klingende, aber anders buchstabierte Namen vorhanden sind), Geburtsdatum, welche FS-Klassen, Nummer des FS und der Residência permanente. 

Die kurze Wartezeit, bis das atestado ausgedruckt war, nutzten wir, um meine Brille "zurückzubiegen", denn die rutscht mir seit einiger Zeit dauernd auf die Nasenspitze. 15€ gezahlt und draußen war ich wieder. 

Jetzt steht als Schritt Nr. 3 der Besuch bei Dr. Hector im CdS Monchique an, der das Ganze dann mit seinem eigenen atestado direkt ans IMT schickt.
Gefolgt von Schritt Nr. 4: der Gang zum Espaço de Cidadão im Rathaus, um das Prozedere zu beenden. Mal schauen, wie lange es diesmal dauert. 

Donnerstag, 27. August 2026

Senhor Sancho und der Schinkenknochen

Der Senhor hat ein Geschenk bekommen. Weil Frauchen immer für Seine Hoheit bei zooplus bestellt, gibt's da "Treuepunkte". Dafür kann man Produkte geschenkt kriegen - Spielzeug, Halsbänder, Leckerlis. Leider nix für uns Menschen, was viel gerechter wäre (schließlich zahlen wir das alles). zooplus sieht das anders, deshalb: Geschenke ausschließlich fürs (Un)Tier.

Senhor Sancho darf sich in regulären Zeiten an getrockneten Kuhohren und Fleischstreifen erfreuen. Die "Abscheulichkeiten", wie unsere Freundin Ute das nennt, nämlich getrocknete Hühnerfüße, stehen derzeit nicht so hoch im Kurs bei ihm: zooplus hat es gewagt, den Anbieter/Hersteller zu wechseln, und die Produkte der neuen Firma munden Seiner Hoheit nicht wirklich. Er verspeist sie nur, wenn nix anderes angeboten wird und das eher widerwillig mit "langen Zähnen" und unter Hinterlassung von ekelhaftigen Überresten im Bett (des Senhors Schlafstätte, nicht meiner, glücklicherweise!).

Bei der letzten Bestellung gab's von den mittlerweile zahlreichen Treuepunkten des "zooplus Clubs" einen riesigen Schinkenknochen. Und weil das Wetter heute immer noch mau ist, durfte sich der Senhor statt des normalen Mittagessens über diesen Schinkenknochen hermachen.

"Echt? Für mich?"

Zunächst konnt' er es erst gar nicht glauben. Sondern saß wirklich minutenlang auf der Terrassentreppe, den Knochen neben sich. Danach verschwand er samt Beute auf die obere Wiese. Kehrte nach ein paar Minuten ohne Knochen zurück. 

Meine Nachfrage ("busca!") ergab: Seine Hoheit war sich noch unschlüssig, was genau zu tun sei. Zunächst hatte er den Knochen außer Frauchens Sichtweite hinter der blauen Feige versteckt, aber (noch?) nicht vergraben. 

Kein Schinkenknochen weit und breit.
Aber nachdem der Senhor hinter der Feige verschwand, war klar,
wo er den Schinkenknochen sicher versteckt wähnte.
Glücklicherweise war Nachbarshund Pintas nicht zu Besuch...

Auf Zuruf schleppte Senhor Sancho seinen Schatz eifrig herbei:

Und danach leider ins Haus auf den Teppich - seufz. 


Kurze Zeit später ging er samt Riesenknochen wieder nach draußen außer Haus.  

Meine hartnäckige Recherche ergab: Senhor Sancho verspeist seine Delikatessen lieber im Grünen und ohne Frauchens Beobachtung. 

Das steht in krassem Gegensatz dazu, wie Seine Hoheit sich aufführt, wenn Frauchen bei Tisch sitzt. Da weicht der Senhor keinen Zentimeter von Frauchens Seite - es kööööönnte ja sein, dass ein Stückchen von ihrem Teller auf den Boden und ihm ins Maul springt...

Jetzt liegt Seine Hoheit oben unter der Lúcia Lima (Zitronenverbene) - er reichert Delikatessen gerne mit entsprechend feinen Aromen an 😉 Und ich höre nun hin und wieder ein Knurspern, wenn er direkt am Knochen nagt. 


UPDATE: Nach ca 90 Minuten sah der Riesenknochen (haha) so aus:

Samstag, 27. Juni 2026

Malereien rund ums Haus

Am heutigen Samstag - nach dem Regendonnerstag - konnte Maler Rui endlich "richtig" tätig werden. Vor zwei Tagen hatte es so geschüttet, dass wir mittags aufgaben. Immerhin waren schon die "Kiweria" und die Lavandaria (also Kiwi-Pavillon und Waschhaus) grundiert. Bei allem anderen meinte Rui: hat wenig Sinn bei Regen, weil die Grundierung sollte schon komplett durchgetrocknet sein, bevor die "richtige" Farbe draufkommt. 

Tadaa! Ich präsentiere nun allgemein beliebte Vorher-Nachher-Ansichten. An der langen gelben Mauer streicht Rui noch, da ist viel Fizzelkram, weil meine lieben Hausherren künstlerisch veranlagt sind und ne Menge Schmuckelemente drauf gesetzt haben. 

 
Vorher - nachher: Die beiden Sockel rechts und links vor der Haustüre.

 
Vorher - nachher: die Treppe von der Poolterrasse auf die obere Wiese.


Ein echtes Schmuckstück ist sie geworden!

 
Vorher: die Kiweria nach der Grundierung und mit dem ersten Anstrich in Rot

 
nachher: die Kiweria

 
Vorher und zwischendurch: die lavandaria. Foto links nach dem "Kärchern", rechts der Senhor bei der Abnahme der Grundierungsarbeiten.

nachher: das Waschhaus in neuem Glanz!

 
Vorher - nachher: das Außenwaschbecken an der laaaaangen Mauer hinterm Haus.
Da war Rui länger dran, denn durch die vielen Schmuckelemente (Beispiele siehe Fotos unten) ist das ein bisschen fitzelig. 
 
Die Sonne vorher und nachher. 

Gleich nach der Sonne ist dieses Gesicht in die Wand eingearbeitet... das jetzt so aussieht. Schreckt vermeintliche Pösewichte ab, die des Nächtens um Haus schleichen!

Und gegen Ende der Mauer dieser Steinbock (mein Sternzeichen!) in Spiegelsplittern.
Sooo schön.

 
Die lange Mauer vorher: links mit Blick aufs Waschhaus, rechts der Blick auf die "obere Wiese"


Die neu gemalerte Mauer - links mit Blick aufs Waschhaus, rechts der Blick auf die "obere Wiese".

Der Senhor zeigte sich wie immer äußerst brav, erkannte den fleißigen und sympathischen Handwerker wieder und ließ ihn anstandslos sein Königreich betreten. Hin und wieder überprüfte Seine Hoheit selbstverständlich, ob auch alles ordentlich gemalert würde.

Wurde es - und ich empfehle Rui ausdrücklich und sehr gerne weiter. Er macht nicht nur Malerarbeiten, sondern noch vieles mehr rund ums Haus. Seine Visitenkarte: 


Das Ganze - samt Donners-Regen-Tag - war übrigens in gut 11 Stunden erledigt. Voranschlag eines anderen Handwerkers: 2 Mann 4 Tage à 8 Stunden = 64 Stunden. Wahrscheinlich hätten die mit einem Kosmetikpinselchen gearbeitet!

Manchmal frag ich mich schon, ob die einen für blöde halten. Selbst wenn die Kärcher-Arbeit vorher erledigt war, denn dafür hatte ich ja Gärtner Eduardo im Einsatz. Insgesamt also nochmals knapp 8 Stunden dazu. Auch wenn ich das dazurechne, sind es also 19 Stunden - eine ziemlich große Differenz... 

Mittwoch, 20. Mai 2026

Angekommen in der Neuzeit bzw. im "Neuland"

Ich liebe die Digitalisierung geradezu. Und das hat seinen Grund: Gestern hatte ich bei amazon Spanien eine Rücksendung veranlasst. Angeboten wurden mir sowohl

  • ein "normales" Rücksendeetikett (ich überlegte schon wieder mal, wen ich - mangels eigenem Drucker - damit belästigen könnte) als auch
  • ein "digitales" Etikett. 

Abzugeben war das Päckchen - ob normal oder digital - bei unserem Elektrolädchen in Monchique. Ob des schönen Wetters war ich in Experimentierlaune und dachte: "Das probierst jetzt mal aus!"

Gesagt, getan. Gesendet wurde das Etikett natürlich per Mail. Zur Sicherheit machte ich einen Screenshot von Code und portugiesischer Anleitung, denn ich konnt' mir wirklich nicht so recht vorstellen, ehrlich gesagt, dass die etwas ältere Mitbürgerin in dem Laden sowas "Modernes" wie digitale Etiketten beherrscht... Der Ladeninhaber kann's bestimmt nicht, denn der scheitert schon am einzulesenden Code bei einer Paketabholung. :D

Heute morgen um kurz nach 10 Uhr war's dann soweit für mein digitales Abenteuer. Lacht bitte nicht, alte Hexen wie ich finden zwar nicht, dass das Internet per se "Neuland" sei. Aber digitale Etiketten hatte ich eben noch nicht ausprobiert.

Ich muss sagen: Ich bin begeistert! Madam Elektrolädchen griff unter die Ladentheke und holte einen Aufkleber heraus - lediglich mit einem Nummerncode der entsprechenden Auslieferfirma. Zweiter Griff zu ihrem Handy, um den von amazon gesendeten Code von meinem Handy einzulesen. Aufkleber abziehen, aufs Päckchen pappen und den unteren Abschnitt mit einer Trackingnummer an mich aushändigen.
Das war's!
Ich find das einfach irre, wie leicht und problemlos das geht. Davon mal abgesehen, dass

  • keine persönlichen Daten wie Adressen/Absender/Telefonnummer außen auf dem Paket zu sehen sind (ok, amazon und die Auslieferfirma haben die natürlich trotzdem vorliegen, schon klar!) und
  •  man nix ausdrucken muss. Was bekanntlich ohne eigenen Drucker mit Umständlichkeiten und dem Einsatz von Fremdpersonal verbunden ist.

Madame sagte noch, im Elektrolädchen bieten sie das für CTT an, für DPD und Celeritas (das war mein Auslieferer). Ich denke aber mal, andere haben dieses einfache digitale System mittlerweile auch.  

Wehe, einer von euch lacht mich aus, weil ich das noch nicht kannte bzw ausprobiert hatte. Bin ich Bundeskanzlerin??

Freitag, 1. Mai 2026

Senhor Sancho lernt dazu

Ich hab's ja gestern schon angedeutet: Senhor Sancho hatte in den vergangenen Tage zweimal ein Date mit unserer Monchiquenser Tierärztin, Dra Ana Silva

Diesmal nicht wegen irgendwelchen Allergieproblemen, sondern wegen seiner süßen Öhrchen. Die schienen nämlich ganz arg zu jucken, so sehr, dass Seine Hoheit nicht nur ständig den Kopf schütteln musste, sondern er kratzte sich auch heftig und so langanhaltend, dass er quiekte und sogar blutig war. 

Also: Donnerstagabend Termin in der Clínica veterinária von Monchique.

Im Sprechzimmer wurde Senhor Sancho zunächst dem üblichen Kurzcheck unterzogen. Als Dra Ana in seine Ohren blicken wollte, zeigte er sich jedoch äußerst unkooperativ: Er kreischte wie ein Ferkel, zappelte herum, aber es nützte ihm alles nichts. Sowohl Dra Ana wie ich waren heilfroh, dass draußen keine weiteren tierischen Patienten samt Frauchen/Herrchen warteten. Die hätten sicher die Flucht ergriffen!

Des Senhors Diagnose stand schnell fest: Mittelohrentzündung an beiden Hundeohren. Antibiotikum für 10 Tage, Antihistamin für 4 Tage. Erneute Untersuchung nach den vier Tagen, also montags.

Es war recht leer, als Senhor Sancho mit Frauchen das Etablissement am Montagmittag betrat. Allerdings erregte eine schwarze Katze seiner Hoheit Unwillen - er äußerte lautstark, dass er solches Getier nicht in seiner Gegenwart dulde. Die Katz' nahm es gelassen, blickte ihn hochmütig an, ging aber ihrer Wege.

Dra Ana war durchaus zufrieden, meinte aber, Ohrentropfen seien als Therapie angebracht. Zwei Möglichkeiten taten sich auf: entweder 1 Behandlung jetzt in der Praxis und dann nach 14 Tagen hoffentlich alles ok (Preis ca. 55€). Oder 7 Tage lang täglich 1x (für 23€) Tropfen ins Ohr.

Zunächst neigte ich der Einmal-Behandlung zu, dachte mir dann aber: Seine Hoheit MUSS lernen, Frauchen und Fachpersonal an seine Ohren zu lassen. Vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass er bereits ferkelartig zu kreischen und quieken beginnt, wenn man noch zehn Zentimeter von seinen Ohren entfernt ist. Dra Ana nennt sowas Angeber, ich sag "hysterischer Hypochonder" dazu.

Die erste Dosis war noch Dra Ana vorbehalten - mit der üblichen lautstarken Geräuschkulisse. 

Die heimische Behandlung zeigte nach und nach Verbesserungen. Heute - an Tag 4 - ließ Senhor Sancho seine Ohrenbehandlung daheim völlig geräuschlos mit gottergebenem Blick über sich ergehen. Wirklich brav!  

Ich bin immer wieder stolz auf Seine Hoheit, wie gut er sich allen möglichen Situationen anzupassen vermag. Dass er's anders versucht, ist ja im Grunde okay... Nach dem furchtbaren Stress pennt er gerne auf "seinem" Sessel. 



Mittwoch, 29. April 2026

Der gscheite Senhor Sancho

Senhor Sancho ist nicht nur - wie man zB hier nachlesen kann:  - ein tapferer Hund. Er ist intelligent. Sogar sehr "gscheit", wie wir in Bayern sagen würden. Und er lernt schnell. Sehr schnell.

Ich habe ja unten auf meiner zweiten Obstbaum-Terrasse, wo auch der wahrlich riesige und äußerst fruchtbare Avocadobaum steht, ein kleines Holz-Zaun-Törchen. Das war vor ein paar Wochen von den Gärtnern repariert worden. Weil das Leben eines Holzpfostens halt nicht ewiglich dauert und bei unseren sehr feuchten und im vergangenen Winter extrem nassen Wetterverhältnissen sowas nach ein paar Jahren gerne mal verrottet.
Gesichert hatte ich das Törchen mit einem Sperrhaken, damit man leicht rein- und rausgehen kann. 

Was ich leider nicht bedacht hatte, ist des Senhors Fähigkeit, sich schlangengleich durch einen relativ schmalen Spalt zu winden, um die Freiiiiiiheit in der weitläufigen Horta meiner Vermieter zu genießen. Mir fiel nur vor ein paar Tagen auf: Wenn ich Seine Hoheit rufe, dauert es denn doch relativ lang, bis das Tier freudig wedelnd vorm Haus steht. Am Sonntag gar begehrte der Senhor Einlass am "ordentlichen" Tulpentor. Wie war er nur dorthin gekommen? 

Ich befürchtete schon wildschweinische Angriffe auf meinen Gartenzaun... entdeckte aber schnell, dass Senhor Sancho kein Loch gefunden, sondern sich durch den Spalt unterhalb des Sperrhakens geschlängelt hatte.

Kein Problem - Sperrhaken sind in meiner Werkzeugkiste immer vorhanden. Brachte ich eben einen zweiten an, etwa 30 cm über dem Boden. Einen halben Tag war Ruhe. Mag einer gewissen Müdigkeit Seiner Hoheit geschuldet sein, denn er hatte am Donnerstag und Montag jeweils ein Date mit unserer Tierärztin (dazu schreib ich noch was!).

Gestern Morgen allerdings: Der Senhor war verschwunden, wieder mal. Nun weiß ich ja: Er kommt stets zurück, denn er hat viel zu viel Panik, dass ihm Essen und Bett und Streicheleinheiten nicht mehr zur Verfügung stehen könnten. Nach dem dritten Mal Pfeifen und Rufen sprang er fröhlich herbei. Aus Richtung der Obstbaumterrasse, die ihn sonst überhaupt nicht interessiert. 

Meine Recherche ergab: Das intelligente Tier hatte erkannt, dass man einen Sperrhaken, der zu tief und damit im Bereich hündischer Kopfhöhe angebracht ist, problemlos mit der Nase hochheben und danach das nachbarliche Gelände weiterhin erkunden kann. Jetzt kommt aber eine Kette dran. 

Seine Hoheit ging natürlich mit nach unten, als Frauchen sich mit Kette auf den Weg machte. Die baulichen Veränderungen interessierten ihn scheinbar nicht. Zumindest tat er völlig uninteressiert. Ich vermute allerdings, dass er den nächsten Ausbruch bereits plant. Bin gespannt, was er sich jetzt einfallen lässt...


Des Senhors überragende Intelligenz zeigt sich übrigens auch daran, dass er genau unterscheiden kann (das konnten - oder wollten? - weder Satansbraten Bela noch Madame Jenny), von wo aus ich rufe. 
Die beiden Damen wollten stets an demselben Tor eingelassen werden, durch das sie entwischt waren. Was bei Regen und rutschigen Boden eher ungut war für meine Gehbehinderung.

Senho Sancho dagegen? Schaut kurz unten am geschlossenen Ausbruchs-Törchen vorbei, ob's vielleicht noch offensteht. Wenn nicht, weil ich oben am Tulpentor stehend nach ihm rufe, dauert es 10 Sekunden, bis er ums Garteneck gerast kommt und königlich durchs Haupttor schreitet.

Update: Senhor Sancho hat's tatsächlich geschafft, sich am Boden entlang und durchs mit Kette verschlossene Törchen zu schlängeln.  Raus kam er, rein allerdings nimmer. Von außen war die Kette nämlich nicht mehr so leicht zu überwinden. 😃
Nachdem ich also eh runter musste, um Seine Hoheit wieder einzulassen, hab ich die Gelegenheit genutzt, um weitere Ausbruchsversuche zu unterbinden. Mittels Kette und Kabelbinder direkt am Boden und dann der Weiterführung der Kette nach oben und einem Karabinerhaken. 
Kuckt ihr: