Mittwoch, 2. Oktober 2024

Gärtnerarbeiten - die ichweißnichtwievielte

Mittwochs war's wieder mal soweit: Nachdem Vidigal in der vergangenen Woche Nachbars überhängende Feigenbäume geschnitten hatte, war nun wieder Carlos mit seinen Leuten von Algarve Manual Services zugange.

Der Feigenschnitt durch Vidigal war dringendst nötig geworden - die Nachbarn machen es leider nicht, ich kam aber kaum mehr an mein Gashäuschen, außerdem war die gesamte Einfahrt nach dem Regen mit teilweise schon verfaulenden Früchten bedeckt; Gäste und ich hatten bei jedem Betreten des Geländes der Casa Leone klebende, aufgeplatzte Feigen an Schuhsohlen und Autoreifen. Gibt Angenehmeres.

AMS/Carlos kam diesmal zu dritt. Und sie machten nicht nur auf der unteren Terrasse "klar Schiff", erledigten also die restliche Arbeit auf der rechten Gartenseite, sondern machten mir auf der linken Seite, wo unter anderem der riesige Avocadobaum steht, mittig einen Weg frei. Die dort vorher auf dem Boden liegenden Blätter wurden zusammengerecht und rund um die Baumstämme geschichtet - Schutz und Dünger zugleich. Man muss auch nach Regenfällen künftig nicht mehr über rutschige Blätter staksen.


Terrasse Nr. 1 mit kleinem Granatapfelbaum (links) und Terrasse Nr. 2 mit dem Avocadobaum und einigen Orangen (rechts)

Terrasse 2 mit freigeräumten Weg zwischen Avocado und den Orangen

Damit Senhor Sancho künftig in einer praktisch parkähnlichen Anlage wandeln kann (okay, ich auch!), schuf AMS rechts einen sich schlängelnden Weg bis zum Gartenende, dort werden Stufen nach oben auf die erste Terrasse entstehen, direkt neben der "Kiweria", also den kleinen Pavillon, der momentan von sechs Kiwipflanzen völlig überwuchert ist.

Seine Hoheit hat also jetzt einen Rundkurs, auf dem er rennen kann. Und Frauchen kann durch den Obstgarten spazieren und problemlos rechts und links Zitrusfrüchte oder Guaven ernten.

Obrigada an Vidigal und AMS!

In ein paar Wochen, geht es dann weiter...

Donnerstag, 26. September 2024

Der „Escadórios da Humanidade“ in Bom Jesus do Monte/Braga

Unsere bombeiros sind wahre Helden! Das wissen wir alle. Aber dass die jetzt auch im Norden, nach den furchtbaren Feuern in den vergangenen Wochen, es sich nicht nehmen lassen, beim internationalen Lauf Stairways of Humanity, der am kommenden Samstag, den 28. September 2024 ab 9 Uhr, auf dem Monte do Bom Jesus do Monte in Braga stattfindet, verdient ein ganz besonderes "chapeau"!

Wer die Stufen schon mal selbst hochgestiegen ist, kann sich vielleicht ausmalen, wie sein muss, in voller Feuerwehrmontur die über 570 Stufen mit einem Höhenunterschied von 116 Metern hinaufzusprinten (ja, ich bin da vor gefühlt 100 Jahren zu Fuß hochmarschiert - ganz gewiss nicht gelaufen und auch mit eher lockeren Sommerklamotten und vielen Schnaufpausen!)

Der internationale Lauf Escadórios da Humanidade hat mit 1.562 bestätigten Anmeldungen von Feuerwehrleuten einen neuen Teilnehmerrekord aufgestellt, 193 mehr als im vergangenen Jahr (1.369).

Nach Angaben der Organisation Escadorios Humanidade, die diese Woche veröffentlicht wurden, haben 1.181 Feuerwehrmänner und 381 Feuerwehrfrauen aus 260 Feuerwachen in neun Ländern ihre Teilnahme an der sechsten Ausgabe des Wettbewerbs zugesagt.

Neben Portugal, das als Gastgeberland natürlich die meisten Teilnehmer auf die Stufen des Monte do Bom Jesus schicken wird, werden Delegationen aus Spanien, Frankreich, Polen, der Ukraine, Rumänien, Brasilien, Kap Verde und Venezuela nach Braga reisen.

Freitag, 20. September 2024

Senhor Sancho arbeitet in der Bauüberwachung

Sicherheit für Senioren wie mich: So wichtig!
Beim Gärtnerbesuch von Vidigal und der darauf folgenden Besichtigung und "Freigabe" der von ihm gebauten Stufen durch meine lieben Vermieter gab's ja schon den Hinweis: "Die Treppe ist wirklich toll, aber noch besser wäre ein Geländer!" 

Gesagt, getan. Also war Vidigal diese Woche nochmals ein paar Stündchen da. 

Um mögliche Brandherde zu dezimieren, 😉 schlug er beim Nachbarn (der nie da ist und sein Grundstück auch nicht so regelmäßig sauber macht, wie das eigentlich in Portugal vorgeschrieben ist)  erst einmal ein paar Eukalyptusäste und -stämme als Baumaterial. 


Daraus wurden sowohl die senkrechten Pflöcke (vier an der Zahl) und ein besonders schöner langer als "Handlauf" geschnitten. Und die Stützhölzer dann mit dem Hammer in der Erde versenkt. 


So sieht es fertig aus.
Die beiden krummen senkrechten Pflöcke vor dem gesamten Geländer sind nur momentan da: Sie sind Stützen für den riesigen und sehr schweren Ast des Avocadobaumes, der dieses Jahr besonders viele Früchte trägt und das selbst ohne Hilfe kaum mehr schafft...
Ein paar schwere Felsbrocken dienen - zusätzlich zu weiteren, stützenden Holzpflöcken im Erdreich - zur sicheren Befestigung sowohl der Stufen als auch des Geländers. Da fehlen aus optischen Gründen noch einige Steine mehr. Aber es wurde dunkel und auf meinem Grundstück haben wir auf die Schnelle keine mehr gefunden. Ist also der Job fürs nächste Mal.



Selbstverständlich war Senhor Sancho höchstpersönlich anwesend, um sowohl die Arbeiten zu überwachen wie nach Beendigung die Bauabnahme vorzunehmen.

Sonntag, 15. September 2024

Senhor Sancho und sein Wochenendgeschenk

Obwohl er es eigentlich nicht verdient hat, weil Seine Hoheit Frauchen die ganze Nacht wach gehalten hat. Denn es waren Wildschweine unterwegs, und das führt dazu, dass der vermeintlich tief und selig schlummernde Senhor plötzlich aufspringt, ohne Rücksicht auf Verluste, wie zB dass ich auch noch im Bett liege, und wie ein Irrer bellend zur Terrassentür stürzt. Danach kehrt er murrend und grummelnd auf seinen Schlafplatz zurück - bis zum nächsten "Anfall" maximal 10-15 Minuten später. 

Das ist genau jene Zeitspanne, in der ich hoffnungsvoll wieder am Einschlafen bin. 🙁

Beim dritten oder vierten Jagdfieber-Anfall hab ich Senhor Sancho rausgeworfen und bin schnell selbst in den Pool gehüpft, weil es immer noch sooo heiß war. 
Mittlerweile hatte Seine Hoheit bemerkt, dass die javalis außerhalb seines Königreichs zugange sind und er kam angerannt, um auf der Poolumrandung seinen Bademeisterpflichten nachzukommen.

Zehn Minuten später waren Hund und Mensch wieder im Bett und beide schliefen auch. Lange. Sogar der Senhor blieb faul bis nach 10 Uhr liegen...

Für das gnädige Entgegenkommen und den nach halb vier Uhr nachts/frühmorgens noch gewährten Schlaf zeigte Frauchen sich heute großzügig und griff in die Box mit Scheußlichkeiten, wie meine Freundin Ute aus Tavira stets zu sagen pflegt. Darin war nämlich noch von der letzten Zooplus-Lieferung ein gewaltiger Schinkenknochen verstaut. 

Seine Hoheit konnt' es erst gar nicht glauben. Verzog sich damit zunächst in sein und glücklicherweise nicht in mein Bett. Musste jedoch auf Frauchens Befehl auf die Terrasse bzw in den Garten. 

Es hat immerhin ne Stunde gedauert, bis der Knochen bis auf einen relativ kleinen Rest vernichtet war. Seufz. Jetzt liegt der Senhor im Wohnzimmer und verdaut. 

   

 

Alarmsituation auf dem gesamten Festland

Es ist wieder mal soweit: Die portugiesische Regierung hat für Kontinentalportugal den Alarmzustand ausgerufen: Von 15. bis einschließlich 17. September 2024 gibt es, vor allem in der Landwirtschaft, aber auch für Privatbürger wegen der akuten und sehr hohen Brandgefahr Einschränkungen.


Es sind nicht nur das Verbrennen von Gartenabschnitt und Feuerwerk etc. streng verboten, sondern auch, Waldgebiete, die von der jeweiligen Gemeinde als Schutzgebiet bestimmt wurden, zu betreten, sie zu durchqueren und sich dort aufzuhalten. Jeder Portugiese ist dazu aufgerufen, sich entsprechend zu informieren und dafür Sorge zu tragen, dass das in vielen Landkreise maximale Risiko möglichst gemindert wird. 
Man kann nur die Daumen drücken, dass wir verschont bleiben. Im Norden gibt es momentan drei Großbrände, an der Algarve ist's bisher glimpflich abgegangen.