Samstag, 1. Februar 2014

Marmeladen...

Winter in Deutschland. In Portugal auch - aber das hindert hier ja nun die Natur nicht, leckerste Früchte an den Bäumen erntereif "anzubieten". Seit ein paar Wochen sind die Baumtomaten so weit:
Für mich persönlich erst mal eine "ungewohnte" Frucht. Ok, den Namen schon mal gehört. Aber bewusst gegessen eben noch nicht. Roh schmecken sie gut ganz hauchfein geschnitten - mit Schale - als Beilage beispielsweise zu Rocula-Salat mit Schweinefilet oder Putenleber. Ausprobiert, für gut befunden.
Nur was macht frau, wenn der Baum schon mal eben etliche Kilos an Tamarillos trägt? (So heißen die Dinger "offiziell")... einkochen? Marmelade draus machen? Hmm. Erst mal google befragen.
 Dabei erfährt man dann: einkochen ja, aber nur ohne Schale. 
Weil Schale wird bitter und dann... eher nicht gut. 
Hab ich also einen alten Trick angewandt. Und nach der ersten Ernte (gut 5 Kilo, davon hab ich aber die Hälfte an die weltbeste fliegende Frisörin abgegeben) alle Tamarillos eingefroren. Einfach, so wie sie waren, samt Stiel und Haut, in den Tiefkühler geben.

Chicas Tamarillo-Apfel-Ingwer-Marmelade
Schältrick:
Tamarillos aus der Tiefkühlung holen, etwa zwei Stündchen antauen lassen - und dann lässt sich die Schale bestens entfernen. Einfach halbieren und abpellen. In diesem Zustand bleibt auch kaum Fruchtfleisch an der Schale. Bestens. Die halbierten Dinger dann in einen großen Topf geben.
Weitere Zutaten:
3 mittelgroße, geschälte und entkernte Äpfel, in grobe Würfel geschnitten
ca. 10 cm frische Ingwerwurzeln, fein gehackt
2-3 EL Honig
einen guuuuuuuuten Schuss Macieira
ca. 150 g Zucker (das sollte man ganz nach Gusto abschmecken - der eine mags süßer, ich wollt es bewusst nicht allzu süß haben)
1 Tütchen Geliermittel (2:1)
Alles zusammen etwa eine halbe Stunde köcheln lassen.
Mit dem Stabmixer pürieren.
Abschmecken.
Noch heiß in Twist-off-Gläser füllen.
Fertig. 
 
Kann man natürlich nicht nur auf lecker Butterbrot genießen...

Notiz für künftige Gäste:
Bald kommen, weil ist saulecker und damit einem natürlichen Verfallsdatum anheimgegeben. 
Speziell für Otto & Andrea: Bis März sind die Bestände gesichert!!


Samstag, 11. Januar 2014

Zum neuen Jahr - auch wenn's schon der 11.1.2014 ist...

... hatt ich wieder mal Lust zum Backen. In stern online stand ein tolles Käsekuchen-Rezept und Insider (huhu Doris!) wissen: Käsekuchen ist mir fast das Liebste...
Das einzige Problemchen war: Der Kuchenboden besteht aus zerkrümeltem Sepkulatius. Es handelt sich nämlich um einen Weihnachtskäsekuchen. Glücklicherweise hatte Herr Lidl in Portimão noch ein 600-Gramm-Paket übrig. Und weil ich ne kleine Springform mein Eigen nenne, langt das also für 6 Kuchen, was seeeehr erfreulich ist.
Das Ergebnis:
Sieht lecker aus, oder? Riechen tut's jedenfalls seeeehr verführerisch....


Das Rezept für den Weihnachts-Cheesecake
Zutaten für die kleine Chica-Springform:
100 g Gewürzspekulatius
40 g Butter
100 g Zucker
2 Eier
400 g Frischkäse
1 Zitrone
Den Ofen auf 150 Grad vorheizen.
Für den Boden:
Die Butter in einem kleinen Topf zerlassen.
Die Spekulatius in einem Plastikbeutel mit einem Nudelholz fein zerbröseln.
Die Brösel mit der Butter vermischen und auf den ungefetteten Springformboden (Durchmesser 26 cm) drücken.
Für den Teig:
2 Eier und 100 g Zucker schaumig schlagen.
400 g Frischkäse und 2 EL frischen Zitronensaft dazu rühren. edit: habs heut mit Orangensaft versucht. Ebenfalls oberlecker!!
Auf den vorbereiteten Boden in die Springform füllen und im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene mindestens 60 Minuten backen.

Am besten mit Topping servieren:
z.B. einfachen Pflaumenmus mit gemahlenem Kardamon mischen oder mit Granatapfelsirup servieren oder mit Orangensirup und Datteln.
Tipps:
Je mehr Luft man in die Eier und den Zucker schlägt, desto fluffiger wird der Cheesecake.
Wer es gerne wie beim American Cheesecake mag – also so richtig kompakt - verzichtet auf das "Luftschlagen" und rührt die Zutaten nur gut zusammen.
Wenn der Cheesecake aus dem Ofen kommt, kurz 2-3 Minuten abkühlen lassen, und dann sofort mit dem Messerrücken den Rand der Springform lösen. So nimmt man Spannung aus der Oberfläche und mit einem bisschen Glück reißt sie so beim Abkühlen nicht auf.
Und hier kommt das Rezept her: STERN-Backschule


Ich hab an Zutaten für meine kleine Springform (Durchmesser 18 cm) genau die Hälfte der Zutaten genommen. In meinem Backofen war 1 Stunde bei weitem nicht asureichend - der Kuchen war 90 Minuten im Backrohr. ICH mags so "dunkel" - und ich werde das erste Stück gleich "ganz pur" ohne Topping genießen.

@Otto und Andrea: Wenn ihr das als Begrüßungs-Geburtstags-Kuchen im März haben wollt... kurze Mail genügt! 

Freitag, 18. Oktober 2013

Der Herbst steht vor der Tür

Die Kastanien sind reif - und fallen sammelfertig vom Baum.
Ich hab bereits Äpfel geerntet und eingelagert und meine erste (!) Feigenmarmelade eingekocht. Saulecker, was selbstverständlich nicht ausschließlich an der halben Flasche Portwein lag, die da drin ist.
Und Gärtner war zugange - die Glyzinie musste dringendst eingedämmt werden. Die wuchert und wuchert... hat den nebenstehenden Madarinenbaum komplett eingesponnen und den blühenden Baum auf der anderen Seite ebenfalls. Die ersticken regelrecht unter den Trieben. So schön Glyzinie ist - das war zuviel!

 Ganz am Anfang vor meinen Einzug in die Casa Leone, als noch alles unbelaubt war, sah es so aus:
Da ist jahrelang nix geschnitten worden, die im Winter kahlen Äste standen in einem Wust gut einen Meter hoch über dem Rankgitter.
 Dann, im Sommer, sah es dann so aus:
 Ist ja ganz nett, der Dschungellook, aber: Der Gärtner musste das echt alle zwei Monate nachschneiden, sonst wär ich wie Dornröschen irgendwann eingesponnen gewesen.
Nun war also die Zeit gekommen, das alles auszulichten bzw. so runterzustutzen, 
dass es Licht und Luft auf der Terrasse gibt.
Ganz links fing der Gärtner an und rückte der Wucherung brutalst zuleibe bzw. zublatte/zuaste:
Nach und nach arbeitete er sich über den Bogen nach rechts vor.


 
 Es stellte sich heraus: Direkt in Pflücknähe, bisher hinter Glyzinienwänden verborgen, in der grünen Hölle sozusagen: ein Orangenbaum, der bestens trägt sowie ein Kumquatbusch (-strauch?). Ebenfalls gut tragend. Die nächsten Marmeladen sind also gesichert.
 
Klar, dass Madame Jenny das Ganze überwachen musste:
Alle an Zweigen, Ästen, Laub wurde nach unten auf die übernächste Terrasse geschafft, wo Zé Branco demnächst mit einem Feuerchen die Überreste verbrennen wird. 
Etliche fast unterarmdicke Stücke hab ich mir aber zuschneiden lassen: Feuerholz für den Grundofen. Noch haben wir zwar gut 20 Grad plus, aber der Winter kommt bestimmt...

Donnerstag, 29. August 2013

Montag, 26. August 2013

Das Kiesbeet

So wars vor dem Umbau der Casa Leone: duster, dunkel, alles wuchernd.
 
Danach entscheiden Gärtner und ich: erst mal alles wachsen lassen, mal schauen, was da so kommt.
Es kam: ein Dschungel.
 
 
Chica und Gärtner waren nicht happy. Dschungel wollten wir nicht, zumindest nicht da.
Deshalb wurde über- und dann angelegt.
Erst mal "ordentliche" Terrassen.
Danach dann Kiesbeete.
Zunächst der Grund ausgekoffert (Chica lernt neue Fachausdrücke), dann Folie aufs Erdereich.
 Gärtners Helferlein packte kräftig mit an - nochmals ein Extra-Dankeschön von mir an Pascal!
 
 
 
 Und weil noch immer Kies übrig war, wurde auch das obere Beet neu gestaltet.
Das fotografier ich aber erst noch...

edit: das habe ich fotografiert
 Kiesbeet auch um den Lorbeerbraum
 Jetzt sieht es unten fast zenmäßig-japanisch aus

Sonntag, 4. August 2013

Cortiça - die Korkschneider sind unterwegs

Leider hab ich sie nicht arbeiten gesehen, aber wie so eine Korkeiche gleich nach dem "Beschneiden" aussieht, ist ja auch interessant. Vor allem, wie sich die Farbe des geschälten Stammes verändert.
Ganz frisch sieht es so aus:
 
 
 Der LKW für den Abtransport
 So etwa sieht der Stamm ein halbes Jahr nach dem Schälen aus:
 
 Diese Aufnahmen entstand 2004 - ein Jahr nach der Korkernte:
 Und der Baum hier ist schon bald wieder "fällig"...
Alle neun Jahre wird Kork geerntet - und die Zahl, die ihr auf den frisch geschälten Stämmen seht, zeigt das Jahr der Ernte an. Neun Jahre später wird der Baum dann erneut geschält.

Wer noch mehr wissen will:

Freitag, 24. Mai 2013

Et läääuuuuuft....

...nämlich das Wasser in mein Plantschbecken.
Hier noch leer - aber immehin schon "innen" gemalert.
Und sooo schön ists geworden!
 
 
 
 Madame Jenny hat ebenfalls entdeckt, dass man in DIESES Becken 
viel leichter und bequemer reinkommt als in den "alten" Pool.





 Ebenfalls erst heute entdeckt (bzw. endlich fotografiert):
diese beiden Zaungäste... 
Echt typisch für meine Vermieter!
In und um beide Häuser (mein "altes und jetzt auch in das Casa Leone) 
finden sich unzählige solch kleine Details.