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Donnerstag, 11. Mai 2023

Der 2. Tag: Senhor Sancho kommt an, zeigt sich aber mäkelig-verwöhnt


Die Herrschaften - äh: Hunde- und Frauchenschaften - lieben es, lange zu pennen. Senhor Sancho passt sich da perfekt an: Es ist nach 9 und beide Tiere schnurcheln noch, während Frauchen social Media guckt.

Ich war brav kurz vor 10 im Loja de Chinês in Monchique. Die beiden durften mit - "aus Gründen" - und haben sich im Auto sehr ordentlich  gezeigt. Senhor Sancho wollte allerdings nicht auf die Rückbank (ebenfalls "aus Gründen"), sondern lieber auf die Beifahrerseite im Fußbereich. 

2x Glückgehabt:
1. Parkplatz direkt vorm Laden und
2. Senhor Sancho gerade noch erwischt, weil er meinte: "Ich darf sicher mit ins Geschäft, MEIN Bett aussuchen!"
So schnell konnte ich gar nicht schauen, wie der neben mir aufm Bürgersteig stand. Er dagegen konnte es gar nicht so recht fassen, dass er nicht bei der Kaufentscheidung anwesend sein sollte/müsste/dürfte. 

Erfolgreichen Einkauf getätigt:

  • 1 Hundebett, mit abnehmbarem Bezug und Extrakissen, knapp 20€. Natürlich gab es eine extra Kuscheldecke dazu, die in der Casa Leone noch vorhanden war. 
  • Puschel für Zerrspiele
  • 2 Knotenbälle oder wie das heißt. Einen hat Senhor Sancho sich gleich gekrallt und in sein Bett verschleppt (Fotobeweis siehe oben)
  • 1 neues schickes Halsband. 
  • Alles zusammen: 34,55€ und es waren sogar noch wasserfeste Pflaster dabei. Nicht aus Vorsorge wegen neuen Hund gekauft, sondern weil keine mehr im Haus.
Das Halsband stellte sich leider als zu klein bzw. kurz heraus und geht deshalb als Spende ans Canil oder in die Aufbewahrungskiste für Hundezubehör (man weiß ja nie).
Senhor Sancho bekommt jetzt - weil in der Kiste noch vorhanden - ein sehr schickes rotes Nylonband. Eben noch schnell gewaschen und nun in der Sonne trocknend. 

Mit dem Fressen zickt Senhor Sancho:
pescoços de frango: "Igittegittbäh!" Kommt allerdings Bela dazu, wird eifersüchtig bewacht und man hört Knurrversuche. Kommt allerdings Bela dazu, wird eifersüchtig bewacht und man hört Knurrversuche. Bela wartet dann ab, bis er mir im Haus zu Füßen liegt... 

Trockenfutter: "Ach nööö, lieber nicht." Bisschen Brühe darüber gegossen: "Ich merk das und mags trotzdem nicht!" Na dann eben nicht. Bela wartet ab, bis er mir im Haus zu Füßen liegt und wird dann schmatzend tätig. 

Getrocknete Hühnerfüße und Leckerlis ausm Kong gehen. Irgendwann wird er ans Trockenfutter müssen, weil ich hab hier noch 10 Kilo stehen, und die werf ich nicht wegen einem heikligen Senhor weg. Oder ist er eigentlich eine Katze???? 



Mittwoch, 10. Mai 2023

Gestatten: Senhor Sancho!

Ein Kerl,  zweieinhalb, geimpft, gechippt, entmannt. Aus dem Tierheim "umme Ecke", nämlich Monchique. Rein optisch könnt' er ein jüngerer Bruder oder gar der Sohn von Bela sein. Kleiner, zierlicher - aber farblich passt es.

 

Bela findet es noch nicht so dolle, der Neue mag aber glücklicherweise (noch) keine pescoços de frango - also bleibt ihr mehr und das fand sie dann doch ganz nett. Vorne im Foto Senhor Sancho, im Hintergrund Lady Boss Bela.

Jetzt pennt er neben mir auf der Terrassencouch - nach eineinhalb Stunden intensiver Schnüffeltour ums Haus an der 15-m-Schleppleine.



 

Donnerstag, 4. Mai 2023

Vorfreude....

 ... ich war heute nämlich im Tierheim der camâra municipal von Monchique...

Ich will wieder auf den Zweithund kommen. Zwei hatte ich mir "ausgekuckt". Geworden ist's - natürlich! - ein ganz anderer. 

Hab lange überlegt, weil ich ja nun nimmer die Jüngste bin. Also war klar: kein*e Welp*in oder gar jugendliche*r Halbstarke*r. 

Hab mich mit Hundefachfrauen beraten und die meinten: so 3-5 Jahre wäre ok. Und am besten kein Hundemädchen, weil die Mädels - wenn beide völlig ausgewachsen - dazu neigen, zickig zu sein. Rüde dagegen denkt sich wohlweislich: "Scheffin im Haus? Na da probier ich erst gar keine Sperenzchen..."

Und das wird's wohl werden... den weißen hatte ich erst überlegt (so ein bisschen Erinnerung an Jenny), aber Aug' in Aug' war er's dann doch nicht. Empfohlen wurde mich auch noch ein Brauner, aber bei dem hat's leider auch nicht gefunkt. 






Donnerstag, 30. Oktober 2014

"Feintuning" im Garten

Mittwoch morgens in Monchique: Zé Branco und auch die neuen Gärtner sind da, um die Palmenreste zu entsorgen bzw. das "Feintuning" im Garten zu machen, auf dass alles wieder schön werde. Das Resultat kann sich sehen lassen...

Hier lagen gestern und vorgestern die ganzen Palmwedels und der Palmenstamm.
 Ein bisschen kahl sieht es jetzt noch aus.
Wobei ich zugeben muss: Ein/e besonders tolle/r Rasen bzw. Wiese war hier
im vergangenen Jahr auch nicht. Denn hier lagerte das Material für die Dachdecker.
Gärtner meint: abwarten, was über den Winter wächst, dann eventuell neu aussäen.
 Das Bett unterhalb vom Parkplatz - gejätet.
Die Johannisbeeren wurden vergangene Woche bereits umgepflanzt.
Und die Aloe Veras sind eine freundliche Spende aus der Schweiz. Märzi.
 Blick auf den Parkplatz von unten.
Der Kieshaufen wird nach dem nächsten Gärtnerbesuch weg sein.
Der Parkplatz oben: Hier wird der Kies ordentlich verteilt werden.
 Und weil das Gras in der Einfahrt wucherte und vor dem Tor schon fast kniehoch stand,
gingen die Gärtner da schnell mal mit der Motorsense drüber.
Der nächste Regen kommt bestimmt und es gibt Angenehmeres,
als durch nasses Gras zu stapfen, um das Tor auf- und zuzumachen.
Außerdem haben sie oberhalb der Mäuerchens gejätet sowie
den wuchernden Wein und die Olive beschnitten.
Die erste der unteren Terrassen: Man sieht, wie schnell es durch den Regen
der vergangenen Wochen bereits wieder grünt: Klee macht sich breit.
Sieht aber ganz hübsch aus und hat gelbe Blüten.
Der Granatapfelbaum vorne links wurde beschnitten und
hat viel mehr Licht, weil der Mandelbaum gefällt wurde.
Die Hortensien (rechts) werden - wenn's kühler und feuchter wird -
nach vorne umgepflanzt. Dahin, wo Madame und Bebê
momentan noch Grabungen veranstalten.
Die "Hochbeete" auf der zweiten unteren Terrasse im Garten:
von Unkraut und "Altlasten" gesäubert.
Frisch angepflanzt: diverse Lavendel. Wächst gut. Braucht im Sommer kaum Wasser.
Duftet aromatisch und ist vor allem Bienen-Schmetterlings-Weide.
Auch hier kommt noch Lavendel hin -
ich hatte die Gärtnerei gestern nur schon leergekauft.
 Das Beet am Haus rechts, neben/unter der Malve:
gejätet, Lavendel und "Knofigras" beschnitten.
 Das Beet am Haus links, neben/unter dem Lorbeer:
gejätet, Lavendel beschnitten.
Die Rosen haben wieder "Luft" und Licht sowieso.
Kiesbeet auf der oberen Wiese:
Hier haben sie eine Topfpalme hingepflanzt, die dumm vorm Haus rumstand und
sich vor der gelben Hauswand und
dem blauen Fisch-Bild nicht nur optisch bestens macht,
sondern sicher gut gedeihen wird.
 Das Lavendelbeet an der hinteren Mauer (die zum oberen Nachbarn):
alles gejätet, Laub vom Efeu entfernt und Lavendel beschnitten
Der kleine Orangenbaum direkt vorm Lavendelbeet:
alles gejätet, alte Blätter vom Boden entfernt.
Der Baum trägt nur alle 2 Jahre - aber dann riesige und süße und kernlose Früchte. 
Freu ich mich dieses Jahr schon drauf!!
 Der "Grabeplatz" von Bebê und Madame.
Hier steht rechts hinten noch eine Grapefruit. 
 
Im Beet direkt davor (= Haupt-Grabungsstätte)
wurde ein alter und total vertrockneter Strauch samt Wurzelwerk entfernt.

Nun hat die Forsythie wieder Luft und wird hoffentlich schön gelb blühen.
Hier sollen außerdem die Hortensien hin,
die momentan im Halbdunkel unter den Obstbäumen
auf der ersten Terrasse stehen.
Alles ist sooo schön geworden. 

Hab mich sogar schon dran gewöhnt, dass die Palme weg ist.
Und natürlich wie immer: Madame auf Inspektionstour:

Achja: Arbeitszeit Gärtner - 2 Mann 1/2 Tag.
Künftig dann quinzenal (=14-tägig) 1 Mann 1/2 Tag. Außer wenn mal was Größeres anliegt, beispielsweise das Beschneiden der Obstbaum im Frühsommer. Aber da ist's noch ne Zeit hin...

Freitag, 15. August 2014

Gestatten? A Bela. Oder la Bella, wenn's jemand lieber italienisch mag.

...und sie ist auch eine schöne. Jawoll. Ob portugiesisch oder italienisch. Sie ist eh polyglott, denn von den Eltern stammt einer sozusagen aus Frankreich. Denn Bela/Bella ist eine Mischung aus nem Beauceron und man weiß nicht was.

Aber erst mal die Geschichte.
Ende Juli hatte ich Kontakt aufgenommen mit dem Canil Municipal in Portimão - d.h. genauer gesagt mit der Associação dos Amigos do Canil de Portimão. Per mail mal angefragt, was denn wie denn wo denn... und dann waren Jenny und ich am 29. Juli mal zum Schauen da. Mit 3 Hunden sind wir nacheinander gemeinsam spazierengegangen. Dann hab ich mich im Canil selbst umgeschaut, während Madame Jenny draußen mit einer der Betreuerinnen wartete (gar nicht so menschenscheu wie sonst). Aber es hat sich schon nach dem Spazierengehen angedeutet:
Signorina Bella... hmmm ... ne ganz ganz feine.

 
 
Diese drei Fotos sind von Patricia von der Associacao dos Amigos do Canil de Portimão. Danke dafür!

Nun ist bei Bella alles anders, als ich eigentlich wollte - wie so oft in Läben.
  • Kein kleiner Hund (wir erinnern uns: Riesentier haben wir schon), 
  • kein mittelalter Junghund (wir erinnern uns: Wunschkadidat sollte so um 4 Monate etwa sein). Aber Bela ist schon knapp 1 Jahr. 
Lange hab ich hin und her überlegt - und dann waren Jenny und ich zwei Tage später nochmals da. Wieder spazierengehen - und nachdem die Damen sich bereits mit Schwanzwedeln begrüßten, war die Sache klar.
Nun hatte ich grad - bis 10. August - noch eine Menge Arbeit, und da schlug Patricia vor: Hund raus aus Canil, lieber ins Hundehotel. Von da aus dann Besuch des Tierarzts für Impfungen, Chippen und OP (denn sie war noch nicht sterilisiert). Und DANN erst hol ich sie heim in die Casa Leone.
Hab in Facebook schon die Tage runtergezählt.

Kurz vor der OP musste ich nochmals nach Portimão runter, und hab das mit einem Besuch im Hundehotel verbunden. Und da hätt ich sie am liebsten gleich eingepackt.
Aber hin und wieder siegt ja auch bei mir die Vernunft. War klar, dass Schreiben und neuer Hund aufm Hof nicht gerade sooo optimal sind. Jetzt aber hab ich richtig Zeit für beide Hunde!

OP war dann am 6. August, abends sprang sie schon wieder fröhlich durch die Gegend, denn Hundehotel-Frau (Danke Marga!!) und ich hatten natürlich via FB und email und sms ständig Kontakt.

Gestern war es dann soweit! Endlich.
Die liebe Eva ist mit mir runtergefahren (noch einmal märzi vielmals) und wir haben Bela abgeholt. Im Auto war sie erst ein bisschen nervös - klar. Musste gleich so viele Kurven die Berge hinauffahren. Aber dann ist sie schon fast in meinen Armen eingepennt. 
Bei der Ankunft war Madame etwas verdutzt: "Was das denn? Bleibt die jetzt etwa???"
Nun muss Jenny natürlich betütelt werden. Fressen immer als erste, Leckerlis ebenfalls und überhaupt 1000x gesagt kriegen, dass sie immer Lieblingshund bleiben wird.
Dann haben die Damen gemeinsam ein gutes Kilo Hühnerflügel verpeist
und im kühlen Haus erst mal eine Runde gepennt.
 
Nachmittags war Madame immer noch ein bisschen verunsichert, was das neue Dingsda soll, wedelte aber dann doch und wälzte sich genüsslich auf der oberen Wiese. 
Danach haben wir gemeinsam ein bisschen Gelände erkundet:
 
 Den Pool hat Bela ebenfalls schon gecheckt 
(mit einmal ausrutschen und reinfallen, dabei sind die Treppen gar nicht glatt.
Aber wenn man natürlich nicht hinschaut, wo die Stufe zu Ende ist...)
Wobei natürlich schon klar ist, wer die Herrin des Pools ist:
 
Sicherheitshalber hat Bela danach Jennys Tennisball beschlagnahmt:
 
Machte Madame aber nix aus. Im Gegenteil.
Sie entdeckte, dass Bela ja möööglicherweise spielen will:

Ist nur ein bisschen schwierig, wenn die eine an der Leine...
aber heute (Freitag) ging es schon ohne.
Und dann:
Hund glücklich.

Selbst wenn sie gestern noch schnell zum Doc hier in Monchique musste, weil kratzte sie sich wie nicht gescheit. Diagnose: Milben.  Spot-on drauf und wieder nach Hause. 
Die Nacht war ruhig, obwohl Madame offensichtlich unmissverständlich auf hündisch ihren Standpunkt klar gemacht hatte: Schlafzimmer mit Frauchen ist (noch) nicht. Hat Signorina Bella also auf dem Teppich im Wohnzimmer gepennt.
Sie hat aber brav gemeldet, dass sie mal rausmüsste (um 1.36. Seufz). Heute morgen um 7 (Seufz - das würde Jenny sich nicht trauen, dazu pennt sie viel zu gerne länger) waren wir bereits im Wald unterwegs. Ungewohnt für Menina Bela, weil: "Wald? Was das?? Was riecht da so???"  Jenny hingegen freute sich über Wildschweinspuren - mal was anderes zu schnuffeln.
Füttern ging heut schon ohne Leine und spielen auf der oberen Wiese ebenfalls.
 
 
 
 
Momentan ists zu heiß draußen, deswegen haben sich die Damen ins Haus zurückgezogen. 
Und Bela hat entdeckt, dass man ja gar nicht auf dem Teppich schlafen muss, sondern dass es da auch noch ein Hundekissen gibt, auf dem eindeutig "BELA" steht:

Weiteres folgt...
Ich kann nur sagen: Bin einfach happy, sie zu haben!


Das Ganze beruht auf folgender Vereinbarung:
Schutzvertrag inkl. Spende/Schutzgebühr und Nachschautermin in ein paar Wochen. Übernahme der Kosten von Chip, OP, Bluttests, Impfungen, Entwurmung und natürlich des Hundehotels. 
Im Gespräch mit den hiesigen Tierschützern habe ich vom Verschwinden Gios vor knapp 3 Jahren berichtet und auch nach dem Radio-Fence gefragt. Keinerlei Problem. Im Gegenteil: Man kennt diesen Zaun und verwendet ihn privat selbst. Und wegen Gio - da kam eher Mitgefühl als unqualifizierte Vorwürfe.