Freitag, 7. März 2025

Trübe Ausschten: Sturm "Jana"

Bissle trübe Aussicht in den Garten und auf die Terrasse...

Seit ca 13 Uhr tobt Sturm Jana draußen. Gut dass ich schon am Vormittag unten im Städtchen war, um für den Gärtner, der morgen kommen sollte und seine Arbeiten wegen des Sauwetters NICHT erledigen kann, am Automaten Geld zu holen. 

Der Senhor war mit, hat mal NICHT gebellt und im Auto randaliert, als ich zum Bankomaten ging. Allerdings hat er das Auto beim Wiederheimkommen sehr schnell verlassen und ist zur Eingangstür gesprintet: Seine Hoheit mag das Wetter auch nicht und bleibt lieber im Warmen und Trockenen

Donnerstag, 27. Februar 2025

Maultaschen im Frühling

Glücklicherweise erfahren wir hier in Portugal ja rechtzeitig, wenn Lidl oder Aldi mal deutsche Leckereien im Angebot haben. In meinen Facebook-Gruppen wird sowas sofort mitgeteilt - und so konnte ich heute aber mal richtig zuschlagen: Maultaschen. Ich liebe sie in Brühe oder geschmälzt mit Zwiebel und/oder Semmelnbröseln. 

Der Frühling ist nimmer aufzuhalten: Auf der Fahrt nach Portimão zeigten sich die ersten blühenden Akazien am Straßenrand:

 

Mittwoch, 19. Februar 2025

Oma hat sich geirrt!

Meine Großmutter war einer festen Überzeugung, die sie als lebenslange Hundebesitzerin gerne und immer wieder kundtat: "Nur ein völlig ausgehungerter Hund nimmt trocken Brot zu sich!"

Oma, du hast nicht recht gehabt bzw. hast leider Senhor Sancho nicht kennenlernen dürfen!

Da geht Frauchen heute Abend in die heiße Badewanne, lässt zwei Körnerbrötchen auf der Küchentheke - OHNE was drauf, ich bin ja lernfähig und nicht völlig verblödet und außerdem aus Erfahrung klug geworden. 

Und eben, nach Robert Habecks TV-Polittalk, geh ich in die Küche... nur noch eines da. 

Harmlos scheinende Blicke Seiner Hoheit täuschen nicht darüber hinweg, dass er der Broträuber ist.

Und nein! Er hat tagsüber NICHT hungern müssen. Es gab getrocknete 2x Hühnerfüße und 2x Hunde-Zahnputz-Sticks und normales Mittagsfutter und er durfte sogar den Rest der Pilzsauce auslecken, der von Frauchens Mittagsmahl übrig war. 

OK, ein Körnerbrötchen reicht mir zum Abendessen, das zweite war eh für morgen früh gedacht. 

Mit strafendem Blick auf den Senhor setze ich mich gemütlich mit Tee und einem lecker Schinkenbrötchen nieder. Und was tut das Untier?!
Es schleppt aus seinem Korb die äußerlich völlig unversehrte Beute herbei und legt sie mir zu Füßen. Genauso wie die tote Maus, die der Senhor mir letzthin auf der Gartenterrasse dargebracht hat. 

Es ist völlig klar, dass Seine Hoheit genauestens abwägt: "Trockenes Brötchen oder lieber Schinkenbrötchen?" SEINE Entscheidung ist offensichtlich. Allerdings leider nutzlos und damit vergebens. Frauchen bleibt hartherzig.

Sooo unschuldig kann Senhor Sancho gar nicht dreinschauen...

Sonntag, 16. Februar 2025

Aus der Reihe "wenn die liebe Ex Nachbarin wieder mal an der Pastamaschine war"...

 ... und sich's nicht nehmen lässt, mit der ganzen family vorbeizuschauen und ausgesprochen leckere Spaghetti mitzubringen. 

Seit neuestem bin ich ja "Backup" für die Kindlein, falls sich bei Lisa und Helge mal Termine überschneiden, und deshalb Kindleinbewachung nötig sein sollte. Kein Problem, denn

  • erstens hat der Senhor die beiden ganz gut im Griff - er liebt bekanntlich Bällchenwerfen via Katapult, und das beherrschen mittlerweile sowohl Yonah als auch Matteo. Noch besser ist
  • zweitens: Ich hab meinen Jenga-Turm ausgegraben, und man glaubt nicht, mit welcher Vorsicht und Achtsamkeit zwei eigentlich lebhafte Jungs sitzen und Holzstückchen verschieben. Und zum
  • dritten lieben beide Asterix & Obelix, die in der Casa Leone komplett vorhanden sind und dazu führen, dass die zwei eigentlich Lebhaften gemeinsam auf der Terrassentreppe sitzend ruhig und konzentriert lesen. Meine Vermieter trauten ihren Augen kaum...

Backup wäre also - hoffe ich - relativ  problemlos.

Die Spaghetti hab ich heute gleich verarbeitet. Ursprünglich hatte ich Pilzsauce geplant, dann aber entschied ich mich um: Spinat-Frischkäse-Mischung pikant mit Chiliflocken abgeschmeckt. Dazu ein Glas 🍷und das Ganze auf der Terrasse in der spätnachmittäglichen Sonne (wobei gerade dicke Regenwolken aufziehen...).

Kuckst du.

Der Senhor bekam EINE laaaange Nudel ab, weil's nix Lustigeres gibt als nen Hund, der Spaghetti isst. Seine Hoheit fand's sehr lecker, wollte mehr, aber nix da. Alles für Frauchen (wobei ich 1x Nudelportion für morgen und 1x eingefroren hab - und da freu ich mich schon drauf!). Senhor Sancho mutierte daraufhin zum Spitz. Kuckst du nochmal.

Donnerstag, 30. Januar 2025

Die nettesten Nachbarn ever!

Das war eine Nacht gestern! 

Ich hatte mich auf einen gemütlichen TV-Abend eingestellt (Dschungelcamp!), als draußen die Hölle losbrach: Donnerschlag und Blitze, dazu wahre Sturzbäche an Regen, die bei starkem Wind fast horizontal an die Fensterscheiben klatschten. Und natürlich: Strom weg. 

Die Sicherung im Haus war raus - nur leider nutzte es nix, die wieder einzuschalten, denn es war die Hauptsicherung, die - wie einige von euch ja wissen - ca. 50 Meter entfernt außerhalb des Hauses liegt.
Ich war not amused. Schließlich war im Dschungelcamp gerade der Höhepunkt der Sendung und mir entgingen damit entscheidende Minuten! 

Zurück im Wohnzimmer warteten zwei Nachrichten der neuen Nachbarn auf mich: "Bei dir der Strom auch weg?" und "Ah, jetzt isser wieder da!"
Ein paar Minuten später: "Und jetzt isser wieder weg."

Damit war klar: Auch die Nachbarn mussten aus ihrem gemütlich warmen Haus. Denn deren Hauptschalter ist am Poolhaus angebracht, praktisch auf meiner Wohnhöhe. Weil's extrem nette neue Nachbarn sind, schrieb Hannah gleich dazu: "Wenn Karim bei uns eh rausmuss, hilft er dir gerne bei deinem Schalter."
Das nahm ich dankbar an.

Es trafen sich also nächtens zwei Gestalten - eine mit Schirm (ich), einer mit Kapuze (Karim), mit Taschenlampen und Spezialschlüsseln für meinen aushäusigen Zählerkasten ausgerüstet, am Tulpentor. Im strömenden Regen. Unter Blitz- und Donnerschlag. Und heulendem Sturm.

Senhor Sancho ließ es sich nicht nehmen, die technischen Fähigkeiten des neuen Nachbars zu begleiten und wohlwollend zu überprüfen. Seine Hoheit weiß: Das ist seine Chance, die doofen (und angeleinten) Nachbarshunde zu verbellen. Außerdem weiß er: Stromzufuhr ist wichtig, weil da auch der Kühlschrank davon abhängt und damit möglicherweise des Senhors leibliches Wohl.

Der edp-Zähler grüßte uns freundlich mit gelbem Lichtlein (der optische Hinweis für "Es stimmt was nicht!"). Ich hielt die Taschenlampe, Karim schraubte und schraubte und entfernte den Zählerdeckel.
Ich hatte die Anweisungen der edp vom letzten Mal noch im Ohr und im Gedächtnis und drückte den orangefarbenen rechteckigen Knopf für 5 Sekunden. Laut mitgezählt.
Es tat sich - nichts.
Dasselbe nochmals - aber der Zähler oder der Knopf waren beleidigt und taten immer noch nichts. 

Ratlosigkeit bei uns beiden. Aber nur kurz, denn ich hatte wohlweislich den zweiten Spezialschlüssel dabei, für den Sicherungskasten HINTER dem Zähler. Also musste ich die Kette auffummeln, die das dortige Tor verschließt. Selbstverständlich war sie diesmal besonders tricky angebracht - man gönnt sich ja sonst nix -, ich fand zunächst trotz Karims Beleuchtung den Haken nicht. Aber dann:

  • Sicherungskasten aufgeschlossen, dabei - man kennt das schon - Schirm und Taschenlampe balanciert.
  • Sicherungshebel nach oben schieben - und zack:
  • Es ward Licht. 

Kluge Frau hatte vorgebaut bzw. vom letzten Mal (siehe Link oben) gelernt und die Außenbeleuchtung am Haus eingeschaltet, damit man von weitem sehe könne, wenn der Strom wieder da ist. Und Mann und Frau sahen. Juhu.
Der Zähler zeigte kein gelb-orangenes Warnlicht mehr. Karim schraubte die Abdeckung wieder drauf und wir konnten zurück in unsere jeweiligen Häuser. Im weiterhin strömenden Regen, unter Blitz- und Donnerschlag und heulenden Windböen, Seit' an Seit' den rutschig-morastigen Weg entlang balancierend. Der Senhor hüpfte fröhlich um uns herum, wollte dann aber doch schnell wieder ins Warme. Und ich hatte letztendlich nur ca. 10 Minuten Dschungelcamp verpasst. 

1000x obrigada an Karim und Hannah - die nettesten und hilfsbereitesten Nachbarn ever. Am Tag vorher hatte Karim mir schon mit einer elektrischen Luftpumpe ausgeholfen, weil einer meiner Reifen platt war.
Die beiden sollten bitte noch jaaaaahrelang hier bleiben und haben lebenslanges Ernterecht für Avocados und Tomarillos und alles andere, was bei mir im Garten gedeiht.

Samstag, 25. Januar 2025

Der Senhor und die "gebadete Maus"

Der Senhor hats geschafft. Er hatte sich nachmittags irgendwo im Dreck gewälzt oder er musste seinen Ball im umgegrabenen Beet suchen.., Jedenfalls war der halbe Rücken Seiner Hoheit vom Fell her ganz verklebt. Ein Bad war also angebracht und angesagt. Zwar betritt Senhor Sancho das Badezimmer ohne zu zögern - allein schon, damit er Frauchen nicht und niemals aus den Augen verliert. In die Wanne aber geht er - weil's bisher erst einmal passiert ist - freiwillig nicht rein. Also hab ich ihn reingehoben. 

Ich sah nach vollbrachter "Arbeit" mehr wie eine "gebadete Maus" aus als er: Denn mir ist der Duschkopf aus der Hand gerutscht und hat - natürlich! - in die richtige Richtung gestrahlt. Aber ich wollte ja heut eh Haarewaschen...

Senhor Sancho stand brav und zitternd mit eingezogenem Schwanz in der Wanne und hat sich abbrausen und schamponieren lassen. Ohne zwischendurch Ausbruchsversuche zu unternehmen. Ich konnte ihn sogar nach vollendetem Bad rechtzeitig - also vor dem Igitt-Wasser-an-meinem-Körper-da-schüttel-ich-mich-doch-mal-ausgiebig - in ein altes Badelaken hüllen. 

Seine Belohnungen hat er gerne einkassiert bzw. eingeatmet: 1x Hühnerfuß,1x Dentalkaustick und 1x Kuhhuf. Danach saß er feucht auf seiner Fensterbank. Raus wollte er nicht, er hoffte wohl auf weitere Belohnungen. 

Das Filmchen ist von seinem ersten Bad vor eineinhalb Jahren - da sah er ähnlich aus...

Mittwoch, 22. Januar 2025

Weltuntergang...

Heute Nacht war echt "Weltuntergang": Es schüttete, Sturmböen rüttelten an Bäumen und Haus. Kurz vor Mitternacht gab's auch noch Gewitter, und das ziemlich lange. Sogar dem Senhor war's nicht recht geheuer. Erst verbellte er den Donner, dann entschied er: "Frauchen, bitte ins Bett und kuscheln! Draußen ist's so gruselig."

Nachdem mein Bett bereits vorgewärmt war - kluge Frau hat schon nach dem ersten Winter in Portugal vor vielen, vielen Jahren vorgebaut und Wärmedecke fürs Bett gekauft -, kam ich Senhor Sanchos Wunsch nur zu gerne nach. Er ist ja offiziell anerkannter "Wärmehund" (besser als jede Wärmflasche, die ja nach und nach kalt wird), schnarcht nicht und wacht nicht mal auf, wenn Frauchen ihn wegen eigener Platzbedürfnisse rigoros zur Seite schiebt. Seine Hoheit ist nämlich der Meinung, dass ihm mindestens die Hälfte des 160-cm-breiten Bettes zustehe. Ich sehe das naturgemäß anders, vor allem, wenn ich schlafen und nicht mehr lesen will. 😃

Viel Schlafen war in dieser Nacht allerdings eh nicht: Das Gewitter war mit Pausen um 3 Uhr nachts noch zu sehen und zu hören, der Starkregen ist zwar, wenn man eingekuschelt warm im Haus ist, erträglich; aber ich machte mir langsam schon Gedanken, ob's nicht doch irgendwo reinregnet. Das hatten wir nämlich schon mal: Wenn starker Wind aus der "richtigen" Ecke bläst, drückt es das Wasser durchaus ins Haus. Ist bisher nur ein-, zweimal passiert, seit ich hier wohne. Aber eben stets bei solchen Witterungsbedingungen. 

Der Strom flackerte auch ein paar Mal - und ich sah mich schon wieder im strömenden Regen nach draußen wandern. Aber diesmal hielt alles. Ich hab nur sicherheitshalber gleich das Handy zum Laden eingestöpselt...

Anbei noch ein paar Fotos - ich will niemandem des Senhors neuesten Spleen nicht vorenthalten: Bei diesem unwirtlichen Wetter, bei dem er ja so gar nicht raus möchte, steht er melancholisch starrend an der Terrassentür, legt sich sogar hin, um trübsinnig in den Regen zu schauen: 

  

Kein Ballspielen heute - Regen ist doof!

Montag, 20. Januar 2025

Regen, Regen, Regen

Bei uns schüttet es seit kurz nach Mitternacht. Kübel- oder eher badewannenweise kommt das Wasser runter. Die Sichtweite beträgt ca 100 Meter, der gegenüberliegende Hügel ist hin und wieder komplett im Nebel verschwunden.

Senhor Sancho weigert sich, das Haus zu verlassen; er macht lieber Blasentraining, als bei diesem Wetter zum Pinkeln rauszugehen. Nasses Gras könnte sein Bäuchein benetzen, und seine Pfoten mögen kalte Regenpfützen ebenfalls nicht. Ein wahres Wunder, wie lange Seine Hoheit einhalten kann...
Die einzige Chance, ihn heute überhaupt schon aus dem Haus zu kriegen, war, als sich der Nachbarshund vor einer halben Stunde dem Zaun näherte und dringend persönlich verbellt werden musste. Keifen nur auf der Fensterbank war zu wenig und offensichtlich nicht so wirksam wie der persönliche Auftritt des Senhors. 

Im Übrigen ist Senhor Sancho der festen Überzeugung: Bei diesem Wetter jagt man keinen Hund vor die Türe und ihn schon mal gleich gar nicht. Seine vorwurfsvollen Blicke zeigen deutlich, dass solch ein Ansinnen einfach un-mög-lich ist. 

Vorwurfsvolle und fassungslose Blicke kann der Senhor gut - ob's um zuwenig Futter oder Streicheleinheiten geht oder um das Ansinnen, er müsste in den Regen hinaus

Frauchen durfte heute sogar mal bis gut nach hlab zehn ausschlafen. Danach hab ich gleich angeheizt und werde mich nachher in eine Decke gekuschelt auf die Couch begeben und lesen und/oder netflixen. 

Gut das der Gärtner am Samstag noch schnell da war:
Die Rosen sind jetzt endlich beschnitten - das muss nämlich vor Neumond im Januar passieren, wie mir von diversen portugiesischen Fachkräften berichtet wird. Das Geburtstagsgeschenk meiner Vermieter war ein wunderschöner, altrosa blühender Rosenstock - der hat jetzt auch seinen Platz gefunden. Und ich muss natürlich bei diesem Wetter nicht zum Gießen raus!

Ein paar Kiwis und Orangen hab ich mir gestern nachmittags noch geerntet. Vitaminmäßig ist also auch alles im grünen Bereich. Der Gärtner brachte als Geschenkle riesige Gemüsezwiebeln mit, die hab ich gestern noch zu leckeren, pikant-süßen Rotweinzwiebeln einkochen lassen - und die wird es nachher zu Kartoffelpüree und Hähnchenbrust geben. Alles in allem ist der Regen also aushaltbar.

Mittwoch, 15. Januar 2025

Raureif und weitere Dschungelbekämpfung

Heute morgen: Die obere Wiese war komplett weiß mit Raureif. Ich mag das nicht leiden, und der Senhor findet kalte Pfoten auch nicht schön. Es ist derzeit saukalt in Portugal, gut, dass wir den Grundofen haben, der muckelig warm macht.

Um halb zehn kamen die Jungs (Carlos und Franco) und heute auch ein Mädel (Kathy) von Algarve Manual Services zur Casa Leone, um meinen Gartendschungel weiter zu bekämpfen. 

Die Glyzinie auf der Terrasse musste als erstes ran - die hat jetzt wahrlich viel Luft, um sich bald entfalten zu können. Wenn da die ersten blauen Blüten zu sehen sind, weiß man: Früüüühling ist praktisch da!


Neben meinem Schwimmbecken hatten sich ein blau blühender Strauch und ein Schmetterlingsstrauch so ineinander verwachsen, dass da ebenfalls ein brutaler Schnitt nötig war. 


Da hat Senhor Sancho jetzt wieder viel Platz zum Laufen und Ball-Nachjagen.

Am Mandarinenbaum rechts an der Terrasse, neben der Hollywoodschaukel, mussten Carlos und Franco ebenfalls tätig werden. Ungern, denn Zitrusbäume schneidet man jetzt um diese Jahreszeit eher nicht. Aber auf der Seite waren eine Menge toter Ästchen - und jedes Mal, wenn ich zum Ernten oder Ball-aus-der-Hecke-Holen für den Senhor unterwegs war, hat es mir die ins Gesicht gehauen. Vor allem am späteren Nachmittag, denn im Gegenlicht des Sonnenuntergangs sehe ich das als old lady ja nimmer so gut. 

Jetzt toben sie sich auf der oberen Wiese aus: Da hat eine Yucca-Palme, die ich vor 12 Jahren, als ich hier einzog, aus einem mittelgroßen Zopf in die freie Natur umsetzen ließ, klammheimlich die Macht ergriffen und meinte, mit drei oder sogar vier Stämmen an der Hausmauer empor Richtung Dach wuchern zu müssen. Man kann sich, wenn man das Gewächs jetzt ansieht, wirklich nicht vorstellen, dass diese Yucca mal in einem Topf gewohnt hat. 


Auch die Zweitpalme wurde gestutzt, die sich heimlich da oben eingenistet hatte. Hinter dem ebenfalls beschnittenen Rizinusstrauch und der Lucia Lima war sie kaum zu sehen gewesen...