das letzte Foto... 2 Tage vor ihrem Tod
Seit 2004 schreibe ich über mein Auswandern in den wilden Südwesten Europas. Zunächst standen Texte & Fotos in einem deutschsprachigen Portugalforum. Das fand so viel Anklang, dass die Idee entstand, die Geschichte(n) als Blog zu veröffentlichen. 2012 gab's "Kann denn Fado fade sein" als Buch bei Heyne, seit 2018 überarbeitet und ergänzt direkt bei amazon: um zu zeigen, wie es einer erging (und ergeht), die auszog, ihre neue Heimat zu erobern. Viel Spaß beim Lesen!
Dienstag, 4. März 2025
Montag, 27. November 2023
Senhor Sancho: Oooops he did it again!
Vor ein paar Tagen hatte ich es ja schon als +++breaking news+++ angekündigt: Der Senhor kann Türen öffnen. Das erste Mal war es, als ich eine Lieferung bekam und den Ausfahrer wie üblich am Parkplatz beim Intermarché traf. Seine Hoheit war im Wohnzimmer, Madame fing ich kurz vorm Einsteigen ins Auto ab und schaffte sie ins Haus. Nicht jedoch, weil ich's ein wenig eilig hatte, zum Senhor ins Wohnzimmer, sondern nur - schnell schnell - in den Hausflur.
Die Türe zum Wohnzimmer: geschlossen. Die Haustüre geschlossen. Ich wähnte mich in Sicherheit und ließ deshalb das Tulpen- und das Haupttor offen. Je schneller ich wieder zurück war, umso besser. Und Senhor Sancho und Madame mussten nicht allzu lange allein verharren. Seine Hoheit zeigte außerdem mit völlig unschuldigem Blick - siehe Foto -, dass er gaaaaaanz bestimmt artig auf Frauchen warten würde...
Ich war ca. 10 Minuten weg. Als ich zurückkehre und in unseren Waldweg einbiege, steht da schwanzwedelnd - Senhor Sancho. Begrüßt mich freudig, rennt noch freudiger dem Auto nach und teilweise voraus, bis wir wieder durch beide Tore durch und auf dem königlichen Gelände der Casa Leone angekommen sind. Die Haustüre war wieder zu (da reicht ein leichter Windhauch), Madame war drinnen - die Wohnzimmertüre allerdings stand sperrangelweit auf.
Ich hab des Senhors Fluchtdrang darauf geschoben, dass seine Madame und er nicht - wie sonst - vereint im Wohnzimmer, sondern furchtbar lange 10 Minuten getrennt verbringen mussten.
Die Wohnzimmertüre schließe ich ab. Dann sind Madame und Seine Hoheit gemeinsam im Wohnbereich, ist eh nur für eine Stunde, weil Perle Fátima dann kommt. Gesagt - getan. Ich merkte allerdings, dass der Schlüssel der Wohntimmertüre sich nicht ganz drehen ließ, doch die Probe durch Klinkendrücken ergab: Die Türe ist zu.
Das Tulpentor schloß ich, ließ aber, weil Fátima ja käme, das Haupttor (auch Eselstor genannt - wir haben hier gerne mit blumig- tierische Benamsungen) offen stehen.
Und dann kam die Story:
Fátima berichtete, Seine Hoheit hätte sie zwei Straßen weiter oben empfangen. Weit weg von der Casa Leone, praktisch auf der Hauptstraße zum Picota bzw. nach Monchique. Als sie zum Haus kam, war das Tulpentor zwar geschlossen, die Haus- und auch die Wohnzimmertüre jedoch standen weit offen. Madame saß hinterm Tulpentor und grüßte Fátima mit freudigem Gebell, der Senhor sprang fröhlich neben ihr aufs Gelände.
Wie der Senhor aus diesem Gelände ausgebrochen ist - wir konnten es uns nicht vorstellen. Der Zaun ist überall dicht, das Törchen am unteren Garten ist mittlerweile dank Lisa ausbruchssicher.
Als ich kurze Zeit später die Gasflasche wechseln musste, wurde mir allerdings klar, wie Seine Hoheit das Königreich verlässt: Er klettert ins Beet neben dem Tulpentor, pirscht sich nach vorne bis zur Laterne durch, balanciert auf dem Mäuerchen entlang und springt dann über die Laterne in die Freiheit. Beziehungsweise auf die Suche nach Frauchen oder einem anderen Menschen, den er kennt und liebt. Die kleine Absperrung rechts neben der Laterne ist zwar doof, aber - wie Frauen und Fátima jetzt wissen! - leicht zu umgehen.
Ich müsste beispielsweise am Kühlschrank ein Spezialschloss anbringen...
Mittwoch, 10. Mai 2023
Senhor Sanchos erste und aufregende acht Stunden
Boss-Madame ließ es zu, dass senhor Sancho sich zur Siesta auf MEINEM Bett niederließ. In der Beziehung sind sich die beiden aber sowas von einig: "Bett ist uns!!"
Von Bela gab's gegen Abend ein paar Spielversuche, die wurden aber von senhor Sancho scharf abgelehnt, weil "Tennisball in Socke gehört mir!!"
Ich werde also morgen früh in den örtlichen loja de chinês eilen und nen Puschel für Zerrspiele kaufen. Bett und neues Halsband für senhor Sancho müssen außerdem her, heute gab's nur eine Notlösung.
Sancho ist nach wie vor draußen an der Schleppleine. Auch im Pool, in den er hysterisch gesprungen ist, weil er dachte: "Jetzt hab ich gerade ein neues Zuhause und dann säuft Frauchen ab??!" Ich konnt' ihn beruhigen und ich denk: An heißen Tagen wird er es genießen...
Dienstag, 28. Juli 2015
Heute vor einem Jahr...
Heute vor einem Jahr war ich unten in Portimão im Canil und hab das erste Mal Bela "besichtigt". Gemeinsam mit Jenny, die Hundedamens müssen sich ja verstehen.
Mittwoch, 29. Oktober 2014
Aufräumarbeiten
und dann im Schubkarren an den Weg transportiert.
Die hat Zé Branco dann mit seinem Pickup nach unten transportiert
Die Stumpf des Stammes sieht man noch.
Dienstag, 2. September 2014
Morgens und abends...
Kaum zu glauben, was die zwei Viechers für eine Energie entwickeln. Aber mittags dann: Siesta. Laaange Siesta, weil draußen viel heiß.
Abends liegen sie friedlich schlafend rum. Bela hat Jennys Hundekorb (der noch von Gio stammt) okkupiert. Jenny pennt abwechselnd unterm Bett (schön kühle Fliesen) oder auf Bettvorleger (schön nah bei Frauchen).
Zwischendurch: nix als Unsinn im Kopp.
Kiesbeet? Guuut zum Graben.
Kindle in Lederhülle? Schmeckt bestens. Gut dass Frauchen bald Familienbesuch bekommt, da wird der neue Kindle mit eingeflogen.
Und so weiter und so fort...
Wenigstens stubenrein isse schon. Seufz.
Freitag, 22. August 2014
Puschel und das Recht auf Eigentum: 10 hündische Gesetze
Die Milben bei Bela haben wir wohl endlich einigermaßen im Griff. Donnerstag vergangene Woche - Spot-on, hat zwei Tage ein bisschen was gebracht.
Dann wieder kratzen-kratzen-kratzen.
Montag dieser Woche: Spritze gegen dieses Ungeziefer, und zusätzlich Antihistamine gegen den Juckreiz.
Hielt 2 Tage vor - dann wars genauso wie vorher.
Mittwochs also wieder zum Doc. Diesmal ein orales Mittel mit der Auflage: Wenns besser wird, kann ichs selbst geben.
Wenns schlechter wird oder unverändert bleibt: noch ne Spritze und dann Stinkebad.
Gestern Abend: eindeutige Besserung. Endlich. Juhu!!
Ich also heute früh beim Doc die Ampullen abgeholt - eine gleich gegeben - und jetzt scheint es wirklich anzuschlagen. Wobei: Fresslust und Spielwille waren ganz und gar nicht eingeschränkt, auch wenn Doc meinte: Die Antihistamine machen den Hund müüüüüüde.
Nix zu merken von.
Im Gegenteil.
Wenn ich's mag, ist 's meins.
Wenn ich's im Maul habe, ist's meins.
Wenn ich's dir wegnehmen kann, ist'es meins.
Wenn ich's vor ner Weile schon mal gehabt habe, ist's meins.
Wenn's meins ist, hast du nie wieder eine Chance, dass es mal deins wird.
Wenn ich was zerkaue, sind alle Teile meins.
Wenn's so aussieht, als ob es meins wäre, dann ist's meins.
Wenn ich's zuerst gesehen habe, ist's meins.
Wenn du etwas weglegst, mit dem du gespielt hast, ist's automatisch meins.
Wenn's kaputt ist, ist's deins.
Gilt für den wiederentdeckten Puschel (siehe Fotos) genauso wie für Jennys heißgeliebten Ringelball.
Montag, 18. August 2014
Bela/Bella ist angekommen.
Kann man nicht anders sagen.
Füttern und spielen ohne Leine, und wenn ich draußen im Garten bin, ist sie ebenfalls ohne Leine. Sie klebt Jenny und mir an den Fersen. Schleppleine nur, wenn ich mal was am Rechner tue (was derzeit nicht viel ist, außer Mails und Blog und Forum). Und nachmittags sind die beiden eh fast lieber im Haus, selbst wenn ich mich auf der Terrasse ergehe, weil: sooooo heiß.

































