Freitag, 25. April 2025

Karma und Schadenfreude

Ich sag mal so: "Karma is a bitch."

Gestern fand die Abholung meines alten TK-Geräts statt. Ihr erinnert euch - meine Mails an die Verkaufsfirma und auch die Spedition hatten Früchte getragen... sie haben schnell reagiert und die sofortige Abholung angeboten. Weil ich das Ding aber in einer FB-Gruppe als Spende angeboten hatte (worauf sich niemand meldete), haben wir "nach Ostern" zum Abholen vereinbart.

Ich bekomme den üblichen "Ich bin jetzt da, wo soll ich hin?"-Anruf des Auslieferers und fahre wie immer los, um den Fahrer in die Casa Leone zu lotsen. Und WER steht unweit meiner Einfahrt bereits parat? Der Transportwagen der Spedition. 

War mir zunächst nicht ganz darüber im Klaren, ob es derselbe oder ein anderer Fahrer war. Als der Herr aber hinter mir her und zur Casa Leone runterfuhr, perfekt umdrehte und rückwärts durchs Eseltor stieß, war ich mir fast sicher...

Noch sicherer war ich, als er wieder weggefahren war und mich sowohl mein Vermieter als auch dessen Landarbeiter Mario fragten, was das denn für ein unfreundlicher Geselle gewesen sei. Die beiden waren nämlich gerade am Anlegen eines Kartoffelackers und Mario grüßte den Herrn freundlich, bekam allerdings keinerlei Resonanz.

Bei mir dagegen: "klammheimliche Schadenfreude". Selbstverständlich war ich freundlich und höflich und habe mich mehrmals bedankt. Aber dem unfreundlichen Gesellen auch "gegönnt", dass er nochmals in die Casa Leone musste. Vor allem, weil er doch bei der Lieferung vor knapp zwei Wochen sauwütend geschimpft und geschworen hatte, er würde mich ganz gewiss nimmer beliefern. 

Naja, hat er ja auch nicht. War ja ne Abholung...

Montag, 21. April 2025

Senhor Sanchos Osteressen 2025

Eigentlich hatten wir ja gehofft, unser Osteressen im Freien veranstalten zu können und in der Sonne auf der Terrasse sitzend Leckereien zu genießen. Aber das Wetter wollte es leider anders. Hat unserer Essenslust und österlichen Feierlaune aber keinen Abruch getan. Kuckt ihr!

Schon das Tischdecken wurde von Senhor Sancho überwacht - danach setzte er sich auf die Fensterbank, in Erwartung der Gäste.

Wie immer gab's ein reichlich bestücktes Buffet. Dank für Thunfischpaste und Muffins (nicht in dieser Kombination verzehrt!) sowie einen bunten Brokkoli-Pinien-Salat an Ute & Uli, an Hans-Georg & Kerstin für rote Wachteleier auf Basilikum, gebratene Blumenkohlröschen und panierte Champignons mit ausgesprochen leckerer Remoulade sowie viel zu wenig Scheiben von selbst gepökeltem Lamm;  ich selbst steuerte Ziegenkäse mit würzigen Rotweinzwiebeln und Tomaten-Zwiebel-Süppchen bei und vinho tinto, auf dass wir nicht alles trocken zu uns nahmen. 


Der Hunger trieb uns zunächst zu den anderen Speisen, und deshalb: "Es ist noch Suppe da!" - die werde ich nach dem heutigen Mittagsmahl einfrieren...

Senhor Sancho überwachte selbstverständlich das Tischdecken und ließ es sich nicht nehmen, gegen Ende der Mahlzeit zu kontrollieren, ob da nicht vielleicht möööööglicherweise Reste vorhanden seien, die er wegräumen könne.

Freitag, 11. April 2025

Die rosarote Brille

Man soll ja Portugal - so sagen manche - nicht durch die rosarote Brille betrachten. Okay.

Aber was macht man, wenn man über 20 Jahre hier lebt und arbeitet (allerdings zugegebenermaßen nicht im Lande bzw nicht für portugiesische Firmen) und man die wirklich negativen Erlebnisse an einer Hand abzählen kann?
Waldbrände nehme ich jetzt mal aus, ich spreche von negativen Erlebnissen im persönlichen Umgang mit der einheimischen Bevölkerung. Und da gab's wirklich so gut wie nix. Also auch KEINE rosarote Brille.

Bis auf vor ein, zwei Wochen.
Die Vorgeschichte:
In meinem TK-Fach im Kühlschrank ist wenig Platz, und weil bei mir im eigenen Garten und bei Nachbars ja nun wirklich Mengen an Obst und vor allem Gemüse anfallen, ich außerdem Brot einfriere und dies auch gerne mit fleischigen Sonderangeboten täte, kam mir im vergangenen Sommer das Angebot einer Bekannten gelegen: Sie hatte einen kleinen, älteren TK-Schrank, den sie mir für nen Zwanziger überließ und sogar anlieferte. Leider fraß das Ding, wie befürchtet, aber mal so richtig Strom, es ließ sich nach ein paar Wochen auch die Schockfrost-Funktion nimmer abstellen, was den Stromverbrauch nochmals in die Höhe trieb.
Langer Rede kurzer Sinn: Ich erstand ein neues Gerät, für meinen Single-plus-Hund-Haushalt passend mit 63 Litern Inhalt. Nach langem Suchen hatte ich ein Gerät mit niedriger Energieklasse, wenig Verbrauch und vor allem geringem Geräuschpegel gefunden. Die Firma lieferte, so war's per Mail vereinbart! - INS Haus (Erdgeschoss) und nahm das Altgerät mit. Perfekt.
Jedenfalls so lange perfekt, bis ich den Auslieferer wie üblich unten im Dorf, bei der cooperativa, traf, um ihm den Weg zur Casa Leone zu weisen. Schon am Telefon schien der Herr nicht sehr amused, aber das tat ich als "schlecht verstanden, weil schlechtes Mobilnetz" ab.
Er fuhr mit seinem Lieferwagen (kein Riesen-LKW, sondern so Sprinter-Größe) hinter mir her, blieb allerdings vor der Einfahrt zum kleinen und ungeteerten Weg stehen und hupte wild, bis ich ebenfalls stoppte.
Dann stieg er aus und sagte in ziemlich barschem Ton, dass er da jetzt nicht weiterführe.
"Und jetzt?", fragte ich. "Wie kommt das Gerät denn bitte in meine Küche?" Das sei ihm egal, er führe da nicht lang.
Mein Einwand, dass kürzlich erst ein Umzugs-LKW problemlos entlang gefahren wäre, wurde mit den Worten abgetan: Sowas hätte ihm letzthin schon jemand erzählt, und wenn sein Wagen kaputt wäre, müsste das ja jemand bezahlen und das sei ganz gewiss nicht er.
Ich bin einfach weitergefahren, um - das hatte ich zumindest vor - mit der Speditionsfirma Kontakt aufzunehmen. Beim Parken vor der Casa Leone sah ich: Der Herr hatte sich besonnen und kam eben samt Lieferauto den Weg runter. Der freundliche Nachbar wies ihn ein, damit er rückwärts direkt vor meine Einfahrt gelangen konnte. Danke sagte er dafür nicht, sondern grummelte weiter.
Hab's dann mit Scherzle versucht à la "Beim nächsten Mal ziehe ich vorher um, wenn ich was Größeres bestelle!"
Antwort: "Ich komme sowieso nie wieder, zu Ihnen liefere ich nichts mehr!" Und das in einem Ton und mit einer Miene, die einfach nur unverschämt waren.
Mit wütendem Gesicht hat er die Sackkarre abgeladen und mir das TK-Gerät vor die Eingangstüre gestellt. Hab ich erwähnt, dass es zu regnen anfing?
"Ich habe vereinbart, dass ins Erdgeschoß geliefert wird." War ihm egal, er liefere nur von Tür zu Tür. Das wiederholte er mehrmals auf Portugiesisch und Englisch, damit ich's auch gewiss verstehe.
Es handelt sich um ca zehn (!) Meter ebenerdig, um von der Eingangstüre in die Küche zu kommen. War ihm egal.
"Sie müssen doch eh das Altgerät mitnehmen!" War ihm egal. Wenn das mitzunehmende Gerät nicht originalverpackt (häh??) vor der Türe stünde, ginge ihn das nix an und er nähme es nicht mit.
Ich hab die Alterskarte gespielt, ich hab auf meine Gehbehinderung hingewiesen. War ihm egal.
Er lud seine Sackkarre ein, knallte die Wagentür zu und fuhr vom Hof. Glücklicherweise war der liebe Nachbar daheim und hat mir das neue Gerät rein- und das alte rausgetragen...
So sauer auf jemanden, über eine Serviceleistung, war ich schon sehr sehr lange nicht mehr. Das konnte und wollte ich nicht einfach abhaken. Deshalb am nächsten Morgen: 2 Emails. Eine an die Firma, eine an die Spedition.
Beide reagierten innerhalb einer Stunde (ohne dass ich mit dem berühmt-berüchtigten "Livro" gedroht hatte).
Beide entschuldigten sich und jetzt wird der Abholprozess nochmals durchgeführt.

Ich hab allerdings drum gebeten, mir einen anderen Fahrer zu schicken... nicht dass ich Senhor Sancho anweisen muss, neben Gebell sein Gebiss einzusetzen, wenn mir derselbe Typ wieder blöd kommt.

Samstag, 5. April 2025

Regenpause am Picota

Und die wird selbstverständlich bestens genutzt. Fünf Stürme - Jana, Konrad, Laurence, Martinho und Núria - mit Regengüssen und Gewittern haben wir bis jetzt überstanden. 

Morgen droht das nächste Tiefdruckgebiet, aber Gärtner Carlos meinte, er käme trotzdem bzw. gerade deswegen am heutigen Samstag vorbei. Auf der oberen Wiese lag vom Baumschnitt nämlich noch eine Riesenmenge Äste rum, und bei der Gelegenheit wurde auch mein altgedienter Gartentisch den Flammen übergeben. Vor knapp 20 Jahren war er das Überbleibsel eines Umzugs von Jens, das er mir in Azóia vorbeibrachte, und da hatte der Tisch schon etliche Jahre auf dem Buckel. Sagen wir mal so: 30 Jahre Leben für einen Gartentisch sind schon ziemlich gut, und nachdem mir letzthin beim Rumschieben auf der Terrasse zwei Teile der Tischplatte in der Hand geblieben waren...
Ein paar alte Bretter vom Holzzaun, der 2018 (!) ein Opfer der Flammen geworden war, wurden ebenfalls mitverbrannt. Ich hatte die immer noch aufgehoben, so als "Mahnmal" ans große Feuer in Monchique.



Der Senhor überwachte selbstverständlich alles, stellte allerdings mit Entsetzen fest, dass sein "Trinknapf", aka Frauchens Schwimmbecken, geleert war und ebenfalls gereinigt wurde. 

Die lieben Nachbarn haben mir von Lidl drei große Flaschen Lixívia mitgebracht: Das portugiesische Allheilmittel ist nämlich bestens für die Poolreinigung geeignet (und dabei preiswerter als alle "Spezialprodukte").
Extratipp sowohl von Carlos wie meiner Perle Fátima: Lixívia von Lidl ist die beste, weil ein bisschen höher konzentriert als zB die vom Intermarché. Macht also schneller sauber und damit weniger "Schrubbarbeit". Fátima benutzt die auch, um die gefliesten Wege rund ums Haus zu säubern - die werden nämlich durch den Winterregen immer sehr rutschig und damit zu einer Gefahrenquelle. In meinem Alter fällt man nicht mehr so gerne auf harte Steine  - Stichwort: Oberschenkelhalsbruch. 😉

Mario, der Landarbeiter meiner Vermieter, hat vor ein paar Tagen nochmals die Quelle oben im Wald saubergemacht. Der Zufluss zu uns runter verstopft gerne mal, wenn sich um Sommer Wildschweine drin suhlen. Jetzt im Winter verperren durch die zahlreichen Stürme runtergefallene Äste und Zweige oft den Abfluss. Das Wasser läuft so stark nach wie seit vielen Jahren nicht. Optimal zum Auffüllen der Schwimmbecken.

Nachbar Karim hat am vergangenen Sonntag den Pool ebenfalls mit Quellwasser (statt "aus der Leitung" bzw. aus dem Bohrloch) gefüllt. Obwohl unsere Stauseen ja gut gefüllt sind, muss man ja nicht unbedingt Trinkwasser für den Pool verwenden...

Nach ca 70 Minuten hatte Carlos das Schwimmbecken und auf die Umrandung oben sauber. Wesentlich schneller und vor allem gründlicher als mit dem Hochdruckreiniger. Außerdem wurde so auch kein Wasser aus dem Bohrloch verschwendet. 


Beim Einfüllen - empfiehlt Carlos schon seit Jahren - immer ein bis zwei große Flaschen Lixívia mit reingeben. Das macht von vornherein klares und sauberes Wasser. 

Freitag, 21. März 2025

Es geht grad so weiter...

Habe ich heute schon erwähnt, dass es am Picota Nord - Monchique - stürmt und schüttet und gewittert und der Strom immer wieder mal wegbleibt?

Na, dann ist dies hiermit nachgeholt. 

Ein Blick auf die Wettervorhersage der IPMA sagt: Regen bis mindestens Sonntag, danach wird's wohl endlich besser. Die zweiTage stehen wir auch noch durch.

Und wenn dann nicht endlich der Frühling kommt... Nächste Woche stellen wir bereits auf Sommerzeit um. Daran sollte sich das Wetter mal ein Beispiel nehmen!

Donnerstag, 20. März 2025

Der gestürzte Baum

Eben war ich unten im Städtchen, weil ich eine Lieferung bzw. den Abholer eines Riesenpakets zu mir hochlotsen musste. Wir erinnern uns: Der Relaxsessel geht zurück.

An der ersten Kurve abwärts war der Übeltäter zu sehen, der den Stromausfall seit etwa Mitternacht verursacht hatte: Ein großer Baum, Stammdurchmesser geschätzt 80-100 cm, lag quer über der Straße. 

Nun ist mir auch klar, warum in der Casa Leone um kurz nach 5 Uhr morgens schon Motorsägen zu hören waren... Das ist ein Riesentrumm. 

Der Wagen der EDP stand daneben (gegenüber ist so ein Verteilerkasten oder wie das heißt -> siehe Foto rechts) und die beiden Herren waren am Werkeln. Die Straße war mit dem umgefallenen dicken Stamm noch ziemlich versperrt, aber etliche freundliche Herren mit Motorsägen leiteten den Verkehr auf den nicht vorhandenen, aber wenigstens festgrundigen Seitenstreifen um.

Auf meiner Rückfahrt wurde schon das Sägemehl aufgefegt, der Restbaum von etlichen Metern Länge lag zumindest nicht mehr komplett auf der Straße, eine Seite der Fahrbahn ist jetzt gut zugänglich. So gut, dass der kleine LKW des Abholers durchpasste (da hatte ich nämlich leichte Bedenken). 

Zuhause angekommen stellte ich erfreut fest: Strom wieder da. Jetzt werden erst mal Handy und Kindle gefüttert...

Auf meiner Terrasse sah es so aus: Die Gartenstühle sind offensichtlich nicht windfest. 

Die Hollywoodschaukel steht noch - das hatten wir auch schon mal anders, denn bei einem Sturm hier oben ist die quer über die Terrasse gehupft... Aber aus Schaden wird man klug und stellt das Ding ein wenig geschützter auf.

Achja: Es regnet übrigens schon wieder. Und der Zivilschutz verschickt auch schon Cell Broadcast Nachrichten, um im ganzen Land zu warnen.


Ich weiß auch nicht, warum ich die Terrasse heute aufgeräumt hab. Sieht nämlich jetzt genauso aus wie nach dem "Nachtsturm". Nachmittags ging's grad so weiter: Sturmböen, Regengüsse wie aus Badewannen, Blitz und Donner. 
Der Senhor findet das nach wie vor nicht in Ordnung! Ich mag auch nimmer. 

Ohne Strom, aber wenigstens macht "Martinho" kurz Pause

Der Strom war seit Mitternacht weg. Ich hatte die EDP um kurz vor 7 Uhr angerufen - nach meiner bei Stromausfall üblichen "Wanderung" hoch zum Zähler und Hauptsicherungsschalter. Um 6:30 morgens - muss ich mehr sagen?"
Bei der EDP wusste man schon Bescheid und meinte: "Gegen 8 kommt jemand." Sie waren wohl auch schon sehr früh am Werkeln - vermute ich. Denn bereits um 5 Uhr morgens klang das gar liebliche Geräusch von Motorsägen an mein Ohr... Irgendwo in der Nähe ist wohl ein Baum umgefallen.

Letzte Nachricht via Nachbars: gegen 11 Uhr soll alles wieder gehen. 

Die tatsächlich gemessenen Spitzengeschwindigkeiten gestern Nacht:

Der meinem "Picota" gegenüberliegende Berg, der Foia, war
Spitzenreiter auf dem portugiesischen Festland.

Mittwoch, 19. März 2025

"Martinho" bringt eine schlaflose Nacht

Seit Nachmittag begann "Martinho", um die Casa Leone zu blasen. Guuut, dass ich mich gleich aufs heiße Zitronen-Hühnersüppchen konzentrieren konnte! 

Regen haben wir (noch) nicht, aber die App von IPMA schreit mich ständig an, um mich zu warnen...

Gegen Abend ging es dann richtig los. Ich war ja auf den Empfang des Schulschiffs Gorch Fock eingeladen, aber das war mir dann doch zu ungut. Die Runterfahrt an die Küste wäre wohl noch problemlos möglich gewesen, aber die Rückfahrt...  Mir ist's einmal, in Deutschland im Schwarzwald, passiert, dass direkt hinter mir ein Baum auf die Straße stürzte. Das muss ich echt nicht nochmal haben - und das letzte Stück von Monchique hoch bis zur Casa Leone ist, wie sich später zeigte, durchaus nicht ungefährlich bei den erwarteten Windgeschwindigkeiten bis zu 120 km/h.

 

"Martinho" tobt jetzt seit ca 2 Stunden um die Casa Leone. Auf dem Foia gab's Sturmböen mit mehr als 140 km/h, die Spitzenmessung der IPMA lag bei 159 km/h.
An der Küste bei Carvoeiro wurden knapp 80 km/h gemessen. 

Ich bin heilfroh, dass ich nicht unten in Portimão war auf dem Empfang auf der Gorch Fock - nachts in Stockdustern mit solchen Sturmböen und waagerecht ankommendem Regen mag ich nicht durch den Wald fahren. Und ich machte mir, ehrlich gesagt, auch Sorgen um Senhor Sancho bei solchem Wetter allein zuhaus'... 

Seiner Hoheit war sichtlich unheimlich - er war zwar kurz draußen, kam aber in den ersten richtig heftigen Regenguss und stand verzweifelt vor der Terrassentür... Jetzt liegt er trockengerubbelt am Fußende meines Betts, ist aber ob der Geräuschkulisse draußen nicht gerade ruhig...

Und nun ist der Strom wech... 

Dienstag, 18. März 2025

Was folgt nach Regen? Genau: Regen. Und Sturm.

Nach einem relativ trockenem Vormittag fing es eben, als ich im Garten ein paar Zitronen ernten war, wieder zu tröpfeln an. "Martinho", das nächste Tiefdruckgebiet mit heftigen Sturmböen und wieder mal REGEN, kündigt sich offensichtlich an. 

Die Zitronen waren unerlässlich, denn es herrscht eindeutig Hühnersüppchen-Wetter. Vielleicht nervt's dann weniger. Seufz.


Sturmtief Martinho wird wohl richtig heftig. Auf Madeira tobt's gerade schon - und der Wind auf der "Blumeninsel" ist so stark, dass die Wasserfälle bei Curral das Freiras nach oben geweht werden...

Dazu kommt diese Meldung vom portugiesischen Zivilschutz für das Festland:

Via Cell Broadcast auf ALLE Handys - nationale Nummern auf Portugiesisch, alle anderen auf Englisch. Eine Warnung, dass es bei uns ab morgen auch losgehen wird.

Montag, 17. März 2025

Trübe Tage

Es schüttet und schüttet und schüttet. Es nervt. Und kein Ende abzusehen. 


Und der nächste ist schon im Anmarsch: "Martinho" kommt morgen an. 

Weil das draußen noch alles nicht genug ist, geht's drinnen ebenfalls nicht gerade erfreulich zu:
Mein neuerworbener Relaxsessel ist keiner. Nach zwei Tagen drin Rumfläzen mit Kindle oder TV - was willst bei dem Wetter anderes machen?! - zeigte sich: Sessel ist von der Sitzhöhe gut für alte Kniegelenke, aber die Rücklehne leider schlecht für - genau: den Rücken. Ich hatte schon nach dem ersten Abend brutale Schmerzen im Lendenwirbelbereich, dachte aber, das käme vom Aufbau bzw. meiner Mithilfe des Ausbaus des guten Stücks. Nach zwei Abenden aber war mir klar: Das Ding ist ein Fehlkauf. 

Ich wollte nun nicht gerade Karim bitten, dass er nach dem Aufbau auch noch den Abbau des Sessels übernimmt. Denn mein Rücksendeantrag ergab: "Wir nehmen das Teil gerne zurück, erstatten auch selbstverständlich den Kaufpreis - aber nur demontiert und im Originalkarton!" 
Also fragte ich mal bei den lieben Ex-Nachbarn nach, ob sie vielleicht willens wären und Zeit hätten...

Sie hatten. Lisa fiel aus wegen weher Schulter, aber Helge war eh grad im Städtchen und kam gegen halb zwölf vorbei. Eine gute Stunde später war alles wieder im Karton. Rücksendung geschieht per Abholer am Donnerstag, und die Frachtkosten von 12€ (mit denen ich absolut leben kann), ziehen sie gleich von der Rückerstattung ab. Perfekt. Ich muss wieder mal sagen: So etwas passiert in Portugal absolut schnell und problemlos.