Samstag, 4. August 2018

Großfeuer in Monchique!

 Update vom Großfeuer bei Monchique - Bericht der Einsatzleitung von 12 Uhr 

- Der Brand ist in schwer zugänglichem Gebiet - an der südlichen Feuerlinie können wohl keine Einsatzfahrzeuge verwendet werden. Hier ist man derzeit auf die Löschflugzeuge angewiesen.

- Die Wetterlage verschlechtert sich: Es kommt Wind auf, mit teilweise starken Böen. Temperatur um 46 Grad mit nur 10% Luftfeuchtigkeit.

- Der Notfallplan der câmara Monchique (seit heute Nacht in Kraft getreten) wird fortgesetzt - selbst wenn man noch keinerlei Vorhersage machen kann, wann man das Feuer unter Kontrolle hat.

- Eine der beiden Feuerfronten (die etwa die Hälfte des Gesamtbrands ausmacht) ist unter Kontrolle.

Von der zweiten Feuerfront sind etwa 20% in unwegsamen Gelände. Hier sind Löschflugzeuge/Helis im Einsatz, außerdem werden mit schwerem Gerät Wege ins Brandgebiet frei gemacht.

- Um 12 Uhr mittags waren 710 Mann im Einsatz, mit 180 Einsatzfahrzeugen und elf Helis/Löschflugzeugen. Die gestern verletzten acht Feuerwehrmänner sind in Ordnung und auf dem Weg der Besserung.

- Zurzeit besteht keine Gefahr für die Bevölkerung. Das Feuer hat einige Gebäude, aber bis jetzt keine Wohnhäuser zerstört, allerdings bis zum Zeitpunkt der Pressekonferenz etwa 1000 Hektar Gelände.

- Es gibt keinerlei Verkehrsbeschränkungen in und um Monchique, allerdings sollte man die Gegend des Feuers - etwa 12 Kilometer nördlich von Monchique - meiden.

Fotos in meinem Garten aufgenommen 

 
 


Donnerstag, 21. April 2016

Ja isss ja gut...

... nachdem hier per Mail, via Facebook und Whatsapp Mahnungen eintreffen, dass ich seit Herbst nix mehr geschrieben hab...
Es geht mir gut. Sehr gut sogar.
Im März war Gesundheitscheck bei "meinem" Doc im HPA Alvor. Ergbenis: Alles bestens!
"Dona Cristina é tres chic e trés fit" (und das übersetz ich jetzt nicht...).
Ultraschall ergab: Herz und Gefäße haben sich wieder auf "Normalmaß" zurückgebildet. Wobei die eine Herzkammer immer etwas größer sein wird, weil eben Herzrhythmusstörungen... Kann man aber gut leben mit, und das tu ich auch.
Medikation leicht geändert, alle halbes Jahr sollt ich mal vorbeischauen.

Winter und Frühling in Portugal
(selbst wenn wirs derzeit arg kühl und regnerisch haben)
Die Kamelien fangen schon Ende Januar zu blühen an... 
 
 Es ist Ende März und die Glyzinie blüht endlich!
Die Gärtnerjungs haben Ende März den Pool sauber gemacht 
(Nein ich geh noch nicht rein.... brrrrrrr)
 Und die Tulpen hier haben Ostern richtig schon geblüht - nun ist die Pracht aber vorbei.
Wollt sie euch aber trotzdem nicht vorenthalten.
 Und die beiden gibbet natürlich auch noch:
Bela...
 ... und Jenny.

Donnerstag, 24. März 2016

Wie Portugiesen Urlaub machen

 Die Zeitungsfrau am Quiosque gibt zwei Wochen vorher Bescheid: „Senhora, wir haben bald geschlossen – Urlaub!“ Der Postbote teilt ebenfalls mit: „Ab nächste Woche kommt dann ein Kollege – ich habe Urlaub!“ Genauso ist‘s beim Talho und im Café um die Ecke, wo ich meinen morgendlichen Meia de leite trinke. Natürlich frage ich freundlich nach: „Und wohin geht es denn?“ Die Antwort: „An die Algarve!“ Zumindest war das immer so, als ich noch im Großraum Lissabon wohnte.

Jetzt an der Algarve ist es allerdings nicht anders. Ich frage grinsend: „Und wo geht’s hin – an die Algarve?“ Zeitungsfrau und Postbote grinsen zurück und murmeln irgendetwas von Strand und Küste und natürlich Familie. Denn jeder weiß: Wenn der Portugiese urlaubt, dann tut er das in zwei Etappen.

Hier geht's weiter -> Wie die Portugiesen Urlaub machen

Mittwoch, 4. November 2015

Was zischeln die Portugiesen so?

 Portugiesen sind ganz schon ruppig, finden einige Reisende. Keiner sagt „Entschuldigung“, wenn er sich in der Metro an jemanden vorbeidrängt oder auf dem Bauernmarkt durchs Gewühl schiebt. Nur so ein merkwürdiges Zischeln hört man immer wieder. Wir gehen dem Zischeln, der com licença Bedeutung, auf den Grund! Das ist ja wohl wirklich kein gutes Benehmen! Dieses Zischeln hörst Du auch, wenn sich ein Portugiese am Telefon verabschiedet. „Kennen die hier kein ‚Auf Wiederhören‘?“ denkst Du Dir dann vielleicht. Irgendwann findest Du heraus: Das Gezischel ist nichts anderes als das typisch portugiesische Nuscheln, also die allgemein übliche Silbenschluckerei. Wenn man genau hinhört, versteht man’s sogar: 

Hier geht's weiter -> Was zischeln die Portugiesen so? Die Bedeutung von "com licença"

Und noch viel mehr Wissenswertes rund um Portugal und die Portugiesen
findet man in meinem neuen - dem zweiten - Portugalbuch: 






Donnerstag, 1. Oktober 2015

Das zweite Portugalbuch: "Korkesel und Sardinenblüte"

 Urlaub in Portugal – da gerät man ins Träumen: Sonne und Strand. Lecker essen und noch leckerer trinken – und alles so billig! Da gibt es Märchenschlösser und maurische Burgen, fast jeden Tag irgendwo ein zünftiges Fest. Hier kann man sich’s richtig gut gehen lassen! Das wissen alle, die schon mal in Portugal waren und gerne immer wieder kommen.

Portugal, das Land der Seefahrer und Entdecker, liegt, so meinen viele, „irgendwo hinter Spanien“. So ist es nicht verwunderlich, dass so mancher bei seinem ersten Besuch in diesem Teil der Iberischen Halbinsel Portugiesen und Spanier in einen Topf wirft und so zielsicher in eines der größten Fettnäpfchen tappt. Damit nicht genug: Dutzende weitere Fallen lauern hinterlistig auf den nichtsahnenden Besucher Portugals. Vor allem, wenn man nicht nur Sonne und Strand sucht, sondern sich für Land und Leute interessiert. 

Wenn Sie nicht anecken möchten, wenn Sie im Urlaub oder bei einem Langzeitaufenthalt in Portugal „überleben“ wollen und müssen, sollten Sie ein paar Dinge wissen und beherzigen… sagt die Autorin, die es vor elf Jahren der Liebe wegen ins kleine wilde Land im äußersten Südwesten Europas verschlagen hat. Und die noch immer kämpft mit den Unwägbarkeiten des portugiesischen Amtsschimmels, der Silben verschluckenden Sprache und so manch merkwürdiger Sitten und Gebräuche.

Der „Hahn von Barcelos“, ein bekanntes Wahrzeichen Portugals, begleitet den Leser auf den oft merkwürdig verschlungenen Pfaden des portugiesischen Alltagslebens, zeigt so manches Fettnäpfchen auf und hilft mit wichtigen Informationen und Tipps weiter.

als eBook bei amazon (epub bitte auf Anfrage direkt bei wortwerke), ASIN: B011BM4B8O

 

ab Mai 2016 beim Verlag Ganymed Edition, ISBN: 978-3-946223-02-3



Rezensionen:

Freitag, 18. September 2015

Was man an Portugiesen merkwürdig finden könnte

 OLIMAR hatte mich gebeten, ein paar Wahrheiten über “die Portugiesen” zu verraten…

Neun wichtige Infos über Portugiesen. Mit einem kleinen Augenzwinkern, aber einem absolut wahren Kern. 



Freitag, 7. August 2015

Die Seeprozession in Sagres

 Mitte August gibt es einen Feiertag, den man in Deutschland nur in eher katholischen Regionen kennt: Mariä Himmelfahrt am 15. August. Hier in Portugal ist Assunção de Nossa Senhora gesetzlicher Feiertag. Die Madonna ist die Schutzpatronin vieler Gemeinden und gilt als Nossa Senhora dos Mares als besondere Schutzheilige der Seefahrer und Fischer. In Nazaré etwa findet an diesem Tag eine weithin berühmte Prozession von Booten an der Küste statt, zu Ehren der Nossa Senhora da Nazaré.

An der Algarve gibt es Ähnliches.  


Hier geht's weiter -> Die Seeprozession in Sagres


Dienstag, 28. Juli 2015

Heute vor einem Jahr...

... war der Entschluss gefallen: Neuer Zweithund muss her.
Heute vor einem Jahr war ich unten in Portimão im Canil und hab das erste Mal Bela "besichtigt". Gemeinsam mit Jenny, die Hundedamens müssen sich ja verstehen.
Und das ist aus dem schüchternen Mädel geworden:




 Schön, dass sie bei uns ist. Möcht sie nimmer missen!

Freitag, 24. Juli 2015

'ne Menge passiert.

Lange nichts mehr geschrieben. Aber es ist eine Menge passiert in den vergangenen Monaten.

Mal im Zeitraffer:
Familienbesuch (2 Wochen) im September.
Ab Oktober ständig Husten - Schnupfen - scheinbar gesund. Und dann ging's wieder von vorne los. Ist ja für die Jahreszeit nicht sooo ungewöhnlich..

Ein paar Tage vor Weihnachten: dicke Augen. Ohne vorherigen Alhoholgenuss oder andere Sünden. Ich konnte morgens nach dem Aufstehen kaum was sehen. Alles dick geschwollen. Auch an meinem Geburtstag – ganz toll.
Vermutung schon seit November: irgendeine Allergie. Hoffentlich nicht auf den neuen Hund – das wär echt schlimm.

Kurz nach Weihnachten: Besuch beim Homöopathen meines Vertrauens. Globuli und Tropfen mitbekommen. Nach ein paar Tagen: eindeutige Besserung.
Ab Mitte Januar geht das Spielchen von Neuem los: Husten - Schnupfen - scheinbar gesund.

Familienbesuch (2 Wochen) Anfang Februar.
Am 13. Februar jagt mich mein Mütterlein zum "richtigen" Arzt.
Und der sagt: „Das ist keine Allergie, das kommt vom Herzen.“
Ich fall aus allen Wolken.
Er sagt: "Wenn Sie jetzt in meiner Praxis im HPA Alvor wären, wären Sie schon auf dem Weg zum EKG und anderen kardiologischen Untersuchungen." Und: "Ich verschreib Ihnen jetzt was, und wenn es dann nicht besser ist - sofort zum Kardiologen! Sofort – und nicht erst in ein paar Wochen. Sie spielen mit Ihrem Leben!“

Seit 1. März ist dann Muttern wieder im Haus wg. Wartezeit auf Platz im betreuten Wohnen. Ende des Besuchs ist offen, weil wir nicht wissen, wann was frei wird. Dass so ein Dauerbesuch, auch wenn es die liebsten Leutz von der Welt sind, Stress bedeutet, brauch ich wohl niemandem zu erzählen.

Gesundheitlich geht es mir ein bisschen besser. Ich hatte aber trotzdem Termin in der Kardiologie gemacht. Der Doc hat mir Angst eingejagt.
Termin bei Kardiologin im HPA Alvor: 4. März 2015.
Diagnose: Herzrhythmusstörungen und davon ausgelöst: Nierenprobleme, Magen-Verdauungsprobleme, Atmungsprobleme. Überhaupt Probleme. Größtes Risiko für einen Schlaganfall. Panik bei mir.
Nach etlichen Untersuchungen: Elektro-Kardioversion (das ist eine Art Elektroschock, bei der man sozusagen auf "reset" drückt) und Echokardiografie – diesmal im HPA Faro/Gambelas, weil Kardioversion machen sie nicht in Alvor.
Ergebnis: Herz vergrößert und die entsprechenden Gefäße ebenfalls. Aber arbeiten tut alles bestens.
Zwei Tage lang ging's mir glänzend.
Erneuter Check bei Kardiologin in Alvor: Herzrhythmusstörungen sind immer noch da.

Und dann ging das Ganze wieder los: ständig müde und abgeschlagen, Heiserkeit, Hüsteln, diesmal dazu noch heftige Atemnot.
Hin und her, immer wieder Untersuchungen, Medikamentenwechsel.
Ich weiß nicht mehr weiter.

Am 30. März bricht Muttern sich das rechte Handgelenk. Deshalb Besuch in Notaufnahme HPA Alvor.
1. April (leider kein Aprilscherz!): Notaufnahme für mich wegen der Herzrhythmusstörungen. Da kennen sie mich dann schon.
Eine Nacht im Krankenhaus. Wieder Elektro-Kardioversion - insgesamt 5x (!).
Keine Besserung der Herzrhythmusstörungen.
Wieder neues Medikament. Gegen einige der bisher verschriebenen Medikamente bin ich nämlich allergisch.
Und die Kardiologin macht dringlichen Termin beim Lungenfacharzt wegen der schweren Atemprobleme.

Termin dort am 7.4. - und in der Nacht vorher denk ich wirklich, dass es mit mir zu Ende geht: Ich kann nicht mehr schnaufen, ich brauch nach einem Meter gehen Pause und ringe nach Luft. Meinen Puls kann ich gar nicht mehr fühlen. Der flattert nur noch. Jede Bewegung ruft Atemnot hervor, zum Anziehen brauch ich eine halbe Stunde und dabei keuche ich wie eine Lokomotive.
Glücklicherweise muss ich nicht selber runterfahren, eine gute Freundin bringt mich. Dort wanke ich in die Notaufnahme, treffe den Arzt von der Vorwoche und bitte um einen Rollstuhl samt helfender Hand. Ich kann keinen Meter mehr gehen, und der Lungenarzt ist im zweiten Stock.

Der untersucht mich dann gar nicht erst lang. Fühlt nur den Puls (185!), greift sofort zum Telefon und ruft den diensthabenden Kardiologen in die Notaufnahme.
Der hängt mich erst mal an die Sauerstoffflasche: eine Erleichterung, endlich kann ich wieder atmen.
Ich will wieder heim. Gegen den Rat des Notfallteams. Aber: Wie kommt Muttern daheim mit den Hunden klar? Mit der gebrochenen rechten Hand? Ich habe Glück im Unglück: Freunde helfen aus. Meine Perle Fátima sagt zu, täglich zu kommen; sie hilft Muttern im Haushalt, beim Waschen, beim Hundefüttern und sie kocht auch für sie. 
Also bleibe ich in der Klinik.

Vier Nächte und fast fünf Tage: Untersuchungen, Labor, Tests. Am zweiten Tag um Mitternacht beispielsweise mal eben TAC (portugiesisch: Computertomografie). Da wird einem dann schon anders, wenn sie dich nachts in die Röhre schieben...
Ergebnis: Flüssigkeit in der Lunge.
Die Medikation wird an die neue Situation angepasst.
Nach 2 Tagen endlich schlagen die Medikamente an.

Entlassung am 11.4.
Aber: Ich soll ein paar Wochen später nochmals zum Nierencheck vorbeikommen und vor allem zu einer Myokardszintigrafie (da kriegt man ein radioaktives Kontrastmittel gespritzt), um festzustellen, ob am und rund ums Herz irgendwelche Gefäße "verstopft" oder sonst wie verändert sind.
Ergebnis am 5.5. 2015: Alles okay, Nierenwerte bestens und die Szintigrafie ergab nichts Negatives. Die Vergrößerung des Herzens und der entsprechenden Gefäße kann - so meint der Kardiologe beim Abschlussgespräch - sich wieder normalisieren. Das hing unter Umständen mit den Herzrhythmusstörungen und vor allem dem rasenden Puls und der Atemnot zusammen. Alle 3 bis 4 Monate soll ich zum Check kommen.

Mutter ist am 8.5. abgereist und wohnt in einer schönen neuen Umgebung. Lebt sich dort auch schnell ein. Also war dieser mentale Stress auch weg.

Ich habe 22 Kilo abgenommen (okay, natürlich ist das vor allem Flüssigkeit. Aber trotzdem!), fühle mich nicht nur leicht, mir fällt auch alles leichter. Da muss sich seit vielen Jahren was aufgebaut haben, meint "mein" Doc, dem ich - wie dem gesamten Notfall- und Pflegeteam im HPA Alvor - sowas von dankbar bin. Ohne den... ich weiß nicht, wo ich da heut wäre...

Ich hab mit Sport angefangen. Mir als kleine Belohnung einen Fitnesstracker gekauft (PolarLoop), der mich seit Mitte Mai motiviert und aktiviert, dass ich täglich meine Übungen mache: jetzt im Sommer im Pool, ab Herbst wieder richtig mit den Hunden raus. Das ging ja seit November nicht mehr. Außerdem mach ich ein Yoga-Pilates-Programm.
Meine Medikamentenliste: 6 Pillen/Tag. Aber mir geht es gut.
Ich genieße diesen Sommer. Lebe bewusst. Freue mich am Leben, den Hunden, meinen Freunden.
Ich hab den Warnschuss kapiert.