Dienstag, 4. Juli 2023

Update zu Madame Bela

Nachdem mir vorhin via Facebook von zwei Freundinnen nahgelegt wurde, es gleich mit der Wunderspritze Librela zu versuchen, habe ich mit Dra Ana konferiert. Librela - für künftig 1 Spritze pro Monat - ist bestellt.

Wenn sie da ist, bekommt Madame Bela ihre erste Injektion. Auf dass sie bald wieder schmerzfrei ist! 

Wer mehr über Librela wissen möchte -> klickt hier!

Senhor Sancho als Krankenbegleiter - eher ein Fehlschlag. Tag 55

Madame Bela geht's seit ein paar Tagen nicht so dolle. Ihr "Hintergestell" ist schwach und schwächer, seit ein paar Tagen leckte sie ständig an der linken Vorderpfote. Frauchen konnte nichts entdecken, aber als das Auftreten mit der Pfote offensichtlich mit Schmerzen verbunden war, hieß es wieder mal: Besuch bei Dra Ana. Selbstverständlich fand das alles am Wochenende statt... aber glücklicherweise kann man Dra Ana per WhatsApp anschreiben, und so hatte Madame Bela am Montagvormittag um 11 Uhr Termin. 

Nur: Was macht man mit Senhor Sancho? Kurzfristig war kein Hundesitter erreichbar. Aber Seine Hoheit ausgerechnet in einem solchen Fall, in dem nicht absehbar ist, wie lange es dauert, zum allerersten Mal allein daheim zu lassen? Eher keine gute Idee. Also durfte der Senhor mit. Betrug sich mustergültig auf dem Rücksitz, während die arme Kranke auf der Beifahrerseite einsteigen durfte. 

Schon kurz nach 10 Uhr war's brutheiß draußen - den Senhor im Auto zu lassen, selbst mit Schattenparkplatz, war also keine Option. Madame Bela hinkte schon mal vorab in die Praxis, Frauchen spurtete dann zurück zum Auto, um Seine Hoheit zu holen. Senhor Sancho tat ausgesprochen lautstark kund, dass selbst eine 5-minütige Vernachlässigung dieser Art ganz und gar nicht in seinem Sinne sei. 

Während Madame Bela zum Röntgen geführt wurde, begrüßte der Senhor erst mal die Sprechstundenhilfe und eine weitere Menschin, verhielt sich brav und legte sich ruhig zu Boden. Jedenfalls solange, bis ein wahrer Riesenhund es wagte, das Wartezimmer zu betreten. In Verkennung von Größenunterschieden und Revierbesitz flippte Senhor Sancho völlig aus. Hielt sich für den Größten, für den Hüter von Haus und Hof und Tierarztpraxis. Stand wild bellend und mit gesträubtem Rückenfell da und ließ sich nur widerwillig dazu herab, wenigstens "Sitz" zu machen und die Bellerei einzustellen. Frauchen fühlte sich verpflichtet, sowohl bei Dra Ana wie den Riesenhundbesitzern um Entschuldigung für das eindeutige und anmaßende Fehlverhalten Seiner Hoheit zu bitten. Lange Wartezeit hin oder her: So geht's nicht, Senhor Sancho!

Den Abgang des Riesentiers bekam Seine Hoheit dann gar nicht mit. Denn Dra Ana ist clever und stellte einfach einen Paravent auf, damit der Senhor den gar furchtbaren Feind nicht mehr zu Gesicht bekam. Keinen Mucks tat er, blieb brav liegen - obwohl seine Nase ja sehr fein ist, Speisen noch in 10 Kilometer Entfernung riecht und demzufolge die Verabschiedung des Riesenhunds rein geruchsmäßig nicht an ihm vorbeigegangen sein dürfte...

Madame Bela hingegen geht's leider gar nicht gut: Alle vier Beine/Pfoten sind arthritisch entzündet. Jetzt kriegt sie erst einmal Tabletten, aber es tut einem in der Seele weh, sie so hinken zu sehen. Sie kann beinahe nur auf zweieinhalb Beinen laufen. Will raus in ihren Garten, aber jede Treppenstufe scheint eine Qual zu sein. Will spielen und es geht einfach nicht. Will zum Tor rennen und pöse Nachbarn verbellen - macht das auch, bricht dann aber fast zusammen und legt sich hin. Ins Bett klettert sie mit Müh und Not immer noch, schmusen mit Frauchen ist ihr wichtig, und das ist auch okay so. Selbst wenn der Senhor das gestern Abend nicht so gerne sah und leicht knurrte, weil er nämlich seinen Kauknochen in der Nähe versteckt hatte. Seine Hoheit wurde von Frauchen streng verwarnt und darauf hingewiesen, dass seine Krankenpflegerfähigkeiten doch sehr stark unterentwickelt zu sein scheinen und er daran arbeiten müsse.

Drückt uns die Daumen, dass die Tabletten anschlagen. Wenn nicht, gibt's spezielle Injektionen, die - so sagt Fraa Rotlocke, wirklich gut helfen, den Schmerz nehmen und ihr das Hundeleben wieder schöner machen. Sie ist ja noch nicht mal 10 Jahre alt...



Samstag, 24. Juni 2023

Senhor Sancho ist doch ein Jagdhund. Tag 46.

Gestern Nacht hat sich herausgestellt: Seine Hoheit hat eindeutig Jagdhund-Gene. Möglicherweise nicht in Hinblick auf Frösche (wobei das ja noch werden kann), aber in Hinblick auf dicke, Maikäfer-artige Brummer, die sich des Nachts ins Schlafzimmer verirren und dort lautstark durch die Gegend fliegen. 

Der Senhor sprang wild aufs Bett, raste durchs Zimmer und sprang fast aus dem Fenster und dem Brummtier hinterher, als dieses endlich wieder ins Freie flog. Sehr beeindruckend das Ganze, es führte allerdings dazu, dass im Eifer des Gefechts Kissen wild durch die Gegend geschleudert wurden, der Senhor mit seinen scharfen Krallen den Unterarm von Frauchen erwischte und so - weil ich blutverdünnende Medikamente nehmen muss - ein mittleres Blutbad anrichtete. Glücklicherweise kenn ich das schon, hab also immer Desinfektionsmittel im Haus. 

Es war Seiner Hoheit ein bisschen peinlich, dass die wilde Jagd erfolglos blieb und dass er dabei auch noch so ungestüm ohne Rücksicht auf Verluste durch die Gegend gesprungen war. Und Frauchen ersparte ihm die Gardinenpredigt wegen der Verletzungen. 

Heute Mittag gab's dann den endgültig letzten Spargel der Saison. Diesmal mit ein bisschen Sauce Hollandaise und gebutterten Semmelbröseln. Man gönnt sich ja sonst nix. 

Draußen war's so heiß, dass Hunde und Mensch heilfroh waren, nach dem Mahl wieder ins kühle Haus flüchten zu können. Morgen und Montag soll es nochmals 3-4 Grad mehr werden: Für Monchique sagt IPMA 38 Grad voraus. Der Ventilator steht schon parat. 

Ach ja: Ihr ahnt es sicher... Morgen wieder lecker Soße für Seine Hoheit und Madame Bela! 

Freitag, 23. Juni 2023

Senhor Sancho lernt dazu. Tag 45.

Hach!!! Sooo gut.


Senhor Senhor verschmäht Spargel aufs Entschiedenste. Sauce Hollandaise hingegen.... mmmh fein. Gerne auch öfter. Sagt er. Kriegten Seine Hoheit und Madame also den Rest ausm Topf übers Trockenfutter. Suuuuuperlecker. 

Seine Hoheit ahnt natürlich nicht, dass Frauchen ihm die Soße nicht extra zubereitet hat, sondern dass der Soßenrest im Topf mit Wasser verdünnt und leicht erwärmt übers Futter gegeben wurde. So viel Macht hat er denn doch (noch) nicht, dass ich speziell für die Vierbeiner edle französische Soßen zubereite.

Äußerst wissbegierig zeigte sich Senhor Sancho heute vor dem feinen Mittagsmahl:
Frauchens Vermieterin kam zu Besuch und zur Avocadoernte vorbei. Als sie erfuhr, dass die Froschplage am Vorabend erneut begonnen hatte, erwies sich die Vermieterin als begabte Froschjägerin. Lässig stieg sie auf die Poolumrandung - okay, das kann der Senhor auch. Allerdings kann er nicht den Kescher in die Hand nehmen und innerhalb kürzester Zeit den einen Frosch aus dem Wasser fischen, der da seit gestern Nacht wieder sein quakend Unwesen trieb. 

Sowohl Frauchen als auch Vermieterin wiesen Seine Hoheit nachdrücklich darauf hin, dass die Jagd von Fröschen und anderem Getier im Grunde seine Aufgabe sei. Er nahm's zur Kenntnis. Wir werden sehen, ob er's irgendwann wirklich versucht... momentan ist's eh viel zu heiß. Die Hitzewelle ist voll in Portugal angekommen - und am Wochenende soll es sogar in Monchique weit über 35 Grad geben. 

Da werden Senhor Sancho, Madame Bela und Frauchen ganz sicher nicht aus dem glücklicherweise kühlen Haus gehen. Morgens und abends Pool - mehr nicht.
Eisgekühlte Melone. Spargel als kalter Salat. Und natürlich G&T als abendliches Erfrischungsgetränk. Sommer halt. 

Dienstag, 20. Juni 2023

Senhor Sancho stellt sich dem Löwenkopf. Tag 42.

Das Frauchen Seiner Hoheit ist wirklich tapfer: Seit Samstagnacht läuft Quellwasser in den Pool, und das ist - brrrrrrr. Sagen wir mal: sehr erfrischend. Maßeinheit für die Männerwelt: 2-3 Zentimeter. Nix für Warmduscher. 

In Sachen Tapferkeit steht Senhor Sancho seinem Frauchen nicht nach: Er durfte heute mit nach Lagos, weil es da beim Holländer den letzten Spargel der Saison 2023 gab und Frauchen überhaupt noch keinen gehabt hatte. Da sollte es wenigstens am Ende der Spargelzeit noch was geben.
Seine Hoheit ist bereits gespannt, wie das wohl schmecken wird. Schlimmstenfalls würde er sich, meint er, mit einem Löffelchen Sauce Hollandaise abspeisen lassen, solange dies über sein Trockenfutter geträufelt wird. 

Anfangs war's auf der Einkaufsfahrt angenehm kühl, aber gegen 11 Uhr wurde es denn doch schwül-warm für Mensch und Tier. Grund genug, dass Frauchen sofort nach der Rückkehr ins quellkalte Wasser sprang. Selbstverständlich unter Bewachung von Senhor Sancho in seinem Amt als hündischer Bademeister. Eifrigst lief er am Beckenrand hin und her, wagte sich sogar auf den schmalen Rand in unmittelbarer Nähe des Wasser speienden Löwenkopfs. Natürlich bevorzugt Seine Hoheit frisches Quellwasser, deshalb biss er mehrmals energisch in den sprudelnden Wasserstrahl, um den Durst von der langen Autofahrt zu stillen. Leider gibt's da kein Foto, denn das Handy hatte Frauchen nicht mit im Pool.

Besonders interessiert zeigte sich Senhor Sancho am neu erworbenen Badethermometer. Zu gern hätte er es gefangen und zerkaut. Leider schwamm dieses Spielzeug gemeinerweise gut eine Pfotenbreite außer Reichweite. Und so streckte und streckte sich Seine Hoheit, bis er - plumps! - ins Becken fiel. Klatschnass hangelte er sich über die Stufen hinaus, verbellte Thermometer und sein lachende Frauchen, schüttelte alles überflüssige Nass energisch von sich und streckte allen Anwesenden die Zunge raus. Ein Bademeister lässt sich von so einem kleinen Missgeschick nicht beeindrucken! Der Zeitpunkt wird kommen, weiß Senhor Sancho, wo Frauchen nicht aufpasst und das Thermometer in Pfotennähe ist. Aber dann...!

 

  

Samstag, 17. Juni 2023

Senhor Sancho übt sich als Bademeister. Tag 39/Teil 2

Der Nachbar, der heute Wasserrecht hat, braucht's anscheinend nicht.  Oder er holt sich's erst später. Für mich jedenfalls sehr erfreulich, denn damit läuft in mein Becken jetzt frisches Quellwasser - hoffentlich ohne Froschlaich. 


Senhor Sancho zeigt sich weiterhin unerschrocken: Er geht problemlos ins für ihn mittlerweile fast bauchhohe Wasser und scheut auch nicht vom herabfallenden Wasserstrahl aus dem "Löwenkopf" zurück. Seine Hoheit ist sehr tapfer. Oder ein Wasserhund.

Senhor Sancho übt sich als Bademeister. Tag 39/Teil 1

Dass Seine Hoheit keine große Angst vor Wasser hat, bewies er ja schon am ersten Tag in der Casa Leone. Er stürzte sich todesmutig nur wenige Stunden nach seiner Ankunft in die Fluten, um sein neues Frauchen bzw. die Verwalterin seines Futternapfs und Hüterin des hündischen Nachtlagers zu retten, als diese ein bisschen schwimmen ging. 

Danach mutierte das Schwimmbecken allerdings recht schnell zum Froschparadies 🐸, damit konnten sich weder Frauchen noch Senhor Sancho so richtig anfreunden. Als das Wasser jedoch abgelassen und alle froschigen Überreste sowie Algen entfernt waren, inspizierte der Senhor das nunmehr leere Becken voller Wissbegier. Vor allem der Abfluss am Boden hatte es ihm angetan: Wohin dieses Loch wohl führen möchte??

Leider musste der Einbau der Filteranlage verschoben werden. Weil Frauchen es jedoch ohne Pool nicht mehr aushält - heiße Sommertage sind angebrochen! -, wird das Becken ab heute langsam neu befüllt. Selbstverständlich unter Aufsicht seiner Hoheit, der absolut keine Bedenken hatte, im bereits knöchelhohen Wasser herumzuspringen, genauestens den Wasserzulauf per Schlauch zu untersuchen und sogar so clever zu sein, den Durst am Wasserschlauch zu stillen anstatt am bereits eingelaufenen Wasser. Frisches Wasser schmeckt auch Senhor Sancho besser als bereits (seit einer Stunde!) stehendes...


Mal schauen, wie der Senhor sich morgen anstellt, wenn Quellwasser aus dem "Löwenkopf" zufließt (wir haben erst ab Sonntag Wasserrecht an der gemeinschaftlichen Quelle). Man darf gespannt sein, ob er dann immer noch so cool bleibt, wenn das Wasser von oben kommt und nicht aus dem am Boden liegenden Gartenschlauch.


Wünschen würd ich's Seiner Hoheit, denn was gibt's wohl Erfrischenderes als an superheißen Tagen ins kühle Wasser zu gehen...



Mittwoch, 14. Juni 2023

MEO - a never ending Telefonstory.

Ich gehöre ja zu den anscheinend wenigen Residenten in Portugal, die mit MEO (das ist der ehemalige Anbieter PTelecom) im Grunde zufrieden sind.
Konnte und kann mich nicht beschweren, wenn wieder mal eine avária wegen Regen, Gewitter, Sturm oder schlicht Stromausfall vorliegt, sind die Jungs von der Technik meist innerhalb von 48 Stunden nach dem obligatorischen Anruf vor Ort. Entweder unten in Monchique am "central" oder eben bei mir oben am Haus.
Gestörtes Festnetztelefon krieg ich meist sogar nicht einmal mit, außer meine liebe Freundin Bille kommt wieder mal nicht durch... und beschwert sich dann via WhatsApp, dass mein Telefon offensichtlich gestört ist. Fast alle anderen Gespräche macht man ja heutzutage eher via Mobiltelefon und da, so es kein nationales Gespräch ist, über WhatsApp oder Messenger.

Heute hatte es mir irgendwie gereicht. Gestern hatte Bille mich nicht erreicht und nachdem das jetzt innerhalb weniger Monate zum wiederholten Mal passiert war, riss mir der Geduldsfaden, In einer meiner Gruppen hatte jemand vom relativ neuen Anbieter "WOO" geschwärmt (der zu NOS gehört). Ein Blick auf deren Website zeigte: Die haben seeeehr interessante Pakete im Angebot. Unter anderen eben wirklich "nur" Internet und Mobiltelefon, weil ich - siehe oben - nicht lebensnotwendigerweise ein Festnetztelefon benötige. Und 1001 TV-Sender brauch ich auch nicht - genau das bieten aber die "großen", also MEO/NOS/Vodafone gerne und immer im Paket an. 

Ich also erst mal bei MEO angerufen, um zu erkunden, wie lange meine Verträge noch laufen. Halleluja: Zumindest der Handyvertrag war sofort kündbar. Kleine Konferenz mit Claudio von der Facebook-Gruppe "Leben in Portugal" ergab: Tarif bei WOO mit 4GB statt nur 2GB und mehr Minuten und SMS/MMS kostete doch tatsächlich knapp 7 Euro weniger als ich jetzt bei MEO  bezahle. Klar, dass ich da sehr heftig übers Wechseln nachdenke. Nummer kann man mitnehmen, ist also auch ok. Kriegt man sogar noch extra GB gutgeschrieben.

Zweiter Anruf bei MEO, um den Vertrag fürs Handy zu kündigen. Sofort durchgekommen, auch entsprechend weiter verbunden worden. Ich hatte nämlich erst eine Brasilianerin dran, und man möge mir verzeihen: Aber ich versteh die einfach nicht. Und bevor ich bei einer Vertragsangelegenheit Unsinn baue... lieber nen Englisch sprechenden Agenten. Kaum hörte der gute Mann, dass ich kündigen wollte, wurde er aktiv... Sehr aktiv. 

Jetzt hab ich 5 GB, 3.500 Minuten Gesprächszeit (muss nur noch Leute finden, denen ich künftig ein Ohr abkaue!) und 3.500 SMS/MMS (ich werde also künftig nicht mehr whatsappen, sondern wieder simsen). Das Ganze für 24 Monate und 9,99 Euro. Geht doch.
Bestätigung ist schon per Mail angekommen.

Am Ende des Gesprächs fragte ich den netten und so kooperativen Herrn noch, ob er mich mit der Technikabteilung verbinden könne: Wir hatten gestern kurzen Stromausfall und das Festnetztelefon zeigte sich wieder mal tot. Ging problemlos. Ich wünschte dem Herrn noch eine schöne Woche und viel Spaß bei den Festivitäten zu den Santos Populares. 

Dem Technikkollegen schilderte ich mein Leid in düsteren Farben. Auch erwähnte ich, dass dies jetzt das zweite Mal innerhalb von knapp 3 Wochen sei und dass die Geschwindigkeit beim Speedtest (den ich nebenher durchgeführt hatte) doch eher unter aller Sau... Er stimmte mir zu und versprach, dass spätestens morgen ein Techniker sich der Sache annehmen würde. Und ob ich damit einverstanden sei, dass man mir einen Monat Telefon/Internetgebühren gutschreibt, wegen der Unannehmlichkeiten.  

Da sag ich natürlich nicht nein. Und bin jetzt weiterhin Kunde von MEO.

Foto ist ein Symbolbild:
Einer meiner unzähligen freundlichen MEO-Techniker
hoch oben auf der Leiter - damals in Azóia.
 

Dienstag, 13. Juni 2023

Senhor Sancho geht aus. Tag 35 und 36.

Große Aufregung bei Seiner Hoheit. Schon morgens schnallte Frauchen ihm das Brustgeschirr um. "Zum Drangewöhnen". Kurz vor 12 - und glücklicherweise NACHDEM Senhor Sancho zu Mittag gespeist hatte - ging's ins Auto. 

Madame Bela wollte mit, durfte einsteigen, wurde aber hinterhältigerweise nach der Durchfahrt durchs Tor wieder aus dem Auto und in den Hof gebeten. Denn die Aufgabenverteilung ist derzeit glasklar: Der Senhor ist ein unsicherer Kandidat, was das ordentlich Daheimbleiben und Aufs-Haus-Aufpassen anbelangt; Madame Bela hat das hingegen voll drauf, außerdem dachte sie sich: "Endlich mal Ruhe vor dem hin und wieder anstrengenden Hausgenossen und bestimmt bringt Frauchen was Tolles mit!"

Senhor Sancho musste zunächst das Auto bewachen, während Frauchen den Intermarché besuchte, um hoffentlich Knabberzeugs für Seine Hoheit zu erstehen. "Hat geklappt", fand der Senhor schnell heraus, als die Einkäufe in Nasennähe eingeladen wurden. Dann ging's den Berg runter in ein Lokal, wo zunächst Verweilen samt Knabberknochen im Auto angesagt war. 

Glücklicherweise jedoch war Frauchen mit zwei liebenswerten Menschen zum Essen verabredet, die darauf bestanden, Senhor Sancho persönlich kennenzulernen und an bzw. unter den Tisch zu bitten. Im "Pimenta Rosa" sind Hunde auf der Terrasse erlaubt, man serviert ihnen sogar sofort eine Schale Wasser.
Noch - so stellte Seine Hoheit umgehend fest - waren keine leckeren Schmankerln auf dem Tisch, er konnte sich also beruhigt zu Frauchens Füßen niederlassen und erkunden, was in der Nähe anknabbernswert wäre. Ein Kabel wurde ihm entzogen, dafür gab's den Kauknochen, an dem er wenig lustvoll ein bisschen herumnagte. 

Ein paar Minuten später jedoch erreichten verführerische Düfte Senhor Sanchos Nase: Das Essen für Frauchen und die beiden Mitmenschen wurde serviert.
Seine Hoheit tat zu Kund' und Wissen, dass er anwesend sei und forderte dringendst den ihm zustehenden Anteil ein. Zu seinem Leidwesen wurde ihm das verwehrt, also legte er sich gottergeben wieder hin.  Doch etwa 20 Minuten zeigte der Himmel ein Einsehen: Plötzlich fiel kleines Stückchen ausgesprochen leckeres Osso Bucco zu Boden und praktisch direkt in Senhor Sanchos Schnauze. Und es wurde ihm versprochen, dass der Rest eingepackt und spätestens am nächsten Mittag für Seine Hoheit persönlich von Frauchen angerichtet würde. So, findet Senhor Sancho, lässt es sich leben. Und Vorfreude soll ja die schönste Freude sein. 

Senhor Sanchos Fazit: In Restaurants brav unterm Tisch liegen lohnt sich ganz entschieden. 

Das Mittagsmahl am heutigen Tag 36 war ein Fest: Reis und Soße und Fleischreste und Trockenfutter. Madame Bela war ebenfalls ausgesprochen erfreut. Außerdem stellten die beiden hündischen Nasen schnell fest: Es scheinen noch zwei Knochenstücke übrig zu sein, die dann wohl das morgige Menü aufpeppen. 

Danke nochmals an Ralf und Kieth für ein ausgesprochen vergnügliches Mittagsmahl mit tollem Blick über die Serra und guten Gesprächen. Gerne und immer wieder.




Samstag, 10. Juni 2023

10. Juni - Dia de Portugal

 ... deshalb spendiert Google einen extra Doodle: 


Gesegnet das Land, sagte einst jemand, das den Todestag eines seiner berühmtesten Dichter zum Nationalfeiertag macht.
Der "Dia de Portugal, de Camões e das Comunidades Portuguesas" (deutsch: "Tag von Portugal, Camões und den portugiesischen Gemeinschaft") erinnert an den Nationaldichter Luís de Camões, der das Nationalepos "Die Lusiaden" schrieb und der heute vor 443 Jahren gestorben ist.