Montag, 22. April 2024

Senhor Sancho wird von Allergien geplagt.

Der Senhor musste gestern in die Badewanne - ein besonderes Shampoo, weil Seine Hoheit an einer Allergie leidet. Freudenwälzen des Herrn,  nachdem er dem Bade entstiegen ist - und er war sehr sehr brav in der Wanne. Frauchen war praktisch nicht nass 😉 

Jetzt hat wenigstens das intensive Kratzen aufgehört,
aber seine Äuglein sehen aus wie die einer älteren Schildkröte:

Als Belohnung neben den üblichen Scheußlichkeiten à la Hühnerfuß bzw getrockneter Rinderkopfhaut gab's heute eine Lieferung von Temu mit einem schicken neuen Geschirr: 

Man gönnt sich ja sonst nix, meint Senhor Sancho. 🙂


Ich hab den Parkausweis!

 Meine Geduld wurde belohnt. Dauerte ein paar Tage, aber ich fahr ja auch nicht jeden Tag runter zu meinem Briefkasten... 

Aber nun ist der Parkausweis endlich da, mit dem ich mein Auto auf den entsprechend ausgewiesenen Plätzen abstellen darf. Bin heilfroh. 






Montag, 15. April 2024

Senhor Sancho überwacht das jährliche Anbaden

Blauer Himmel.
Nicht mal Zierwölkchen.
Außentemperatur in der Sonne: gefühlte Endzwanziger-Temperaturen.
Wassertemperatur (gemessen): 17 Grad im unteren Bereich des Beckens, an der Wasseroberfläche 20 Grad.

Langer Rede kurzer Sinn: ANBADEN!
Zwei Bahnen geschwommen. 

Symbolfoto von vor einigen Jahren. Ich kann nämlich nicht schwimmen und gleichzeitig das Handy/die Kamera halten. Und der Senhor kapiert das mit dem Fotografieren einfach nicht!

Der Senhor verweigert (noch) das Jagen und Aus-dem-Wasser-Holen seines blauen Hais. Zu kalt. 

Seine Hoheit findet heute: "Ohne Wasser apportier ich gerne. Aber geh mir wech, wenn ich mit den Pfoten und dem Mäulchen ins Wasser soll!"

Donnerstag, 11. April 2024

Aus der Reihe "Wenn die liebe Ex-Nachbarin vorbeischaut und eine ganz besondere Leckerei mitbringt".

 Gestern hat mich Lisa wieder mal zum Ernten besucht (immer wieder gerne Limonen und Avocados) und brachte mir selbst gemachtes "Sauerkraut" mit - sooooo lecker. 

  

Früher, in meiner Kindheit, gab's das immer auf dem samstäglichen Markt  in Ingolstadt von einem befreundeten Bauern frisch aus dem Fass und wir haben das gern frisch und roh (bzw milchvergoren) "einfach so" gegessen.
Das geht mit Lisas "blauem Sauerkraut" auch, aber noch besser hat's mir heute Mittag mit einfachen Kartöffelchen und einer gegrillten Geflügelbratwurst gemundet. So à la Krautsalat. 😉

Das Kraut hält sich, sagt Lisa, im Kühlschrank rein theoretisch ewig, wenn's nicht vorher aufgefressen wird...

Dienstag, 9. April 2024

#IStandWithIsrael #AmYisraelChai

Ein paar Videos und Artikel zum Thema "Urban Warfare"... 

Weil's mich wirklich aufregt, wie weit die Propaganda der Hamas nicht nur in den Medien, sondern leider auch in der Köpfen all der Deppen, die auf der Straße nach einer neuen Intifada brüllen, Fakten verfälscht. Oder gar nicht erst berichtet, was tatsächlich passiert. 

Vielleicht sollte man mal echte Experten mehr zu Wort kommen lassen. Und nicht nur die "Meinung" von Leuten gelten lassen, 

  • die ungefiltert Zahlen und Infos von der Hamas (zB der "Gesundheitsbehörde von Gaza") übernehmen. 
  • Von Leuten auch bei der UN, die Wochen (!) gebraucht haben, um überhaupt anzuerkennen und zu verurteilen, was am 7. Oktober 2023 eigentlich passiert ist. 
  • Von Leuten, auch bei der UN und der UNRWA, die den Filmen und Fotos der Greueltaten, die die Terroristen selbst ins Internet gestellt haben, nicht trauen - aber dafür Israel der Lüge bezichtigen.
  • Von Leuten - und das ist leider die Mehrheit, zumindest scheint es so, weil sie lauter schreien -, die mit zweierlei Maß messen, wenn es um Israel geht. 
  • Und last but not least von all den schweigenden Muslimen, die sich nicht laut und öffentlich gegen den Terror von Hamas in Gaza, Hizbollah im Libanon, Huthis im Jemen und anderen stellen.
    Sondern nur dann das Maul aufreißen, wenn es gegen Israel geht. 
Man kann Israel selbstverständlich kritisieren, vor allem die Politik, die von Netanjahu betrieben wurde und wird. Das Messen mit zweierlei Maß jedoch hat allzuoft, leider immer öfter nicht nur die Tendenz, sondern ist blanker Antisemitismus. 

Jonathan Sacerdoti

Jonathan Sacerdoti ist ein britischer Runfunksprecher, Journalist und Fernsehproduzent mit Sitz im Vereinigten Königreich. Er berichtet über das Vereinigte Königreich und Europa sowie über Terrorismus und Extremismus, die Beziehungen zwischen den Rassen, Analysen des Nahen Ostens und und setzt sich gegen Antisemitismus ein. 
In seinem Interview spricht Jonathan Sacerdoti mit Mark Zlochin. Der Informatiker und Datenanalyst hat die von der Hamas veröffentlichten Statistiken durchforstet, um die Ungereimtheiten, Manipulationen und Lügen hinter den Fake-News-Zahlen aufzudecken, die auf der ganzen Welt wiederholt werden.


Auch das Washington Institute for Near East Policy zweifelt die "offiziellen Zahlen" der Hamas schon länger an - im Gegensatz zu leider den meisten Medien. Dabei würde es ausreichen, wie Jonathan Sacerdoti am Ende des oben stehenden Interviews sagt, nachzufragen. Zum Beispiel danach, inwieweit Zahlen aus verifizierbaren und seriösen Quellen stammen, inwieweit sie - falls nötig - revidiert und korrigiert werden, inwieweit man den Quellen überhaupt trauen kann. 

Zwei militärische Fachleute auf dem Gebiet der Kriegsführung

Sowohl John Spencer wie - siehe unten - Colonal Richard Kemp sind Experten auf dem Gebiet der Kriegsführung. Beide sind mehrmals vor Ort in Israel und Gaza gewesen bzw. immer wieder dort.

John Spencer

Lehrstuhlinhaber für Urban Warfare Studies am Modern War Institute, Co-Direktor des Urban Warfare Project und Moderator des Urban Warfare Project Podcast in West Point






Mehr von John Spencer, dem weltweit anerkannten Experten für "Urban Warfare", der übrigens - im Gegensatz zu manch anderem - vor Ort in Gaza und auch im Norden Israels war. Und der dort unzählige Interviews sowohl mit Politikern wie führenden Militärs, aber auch "einfachen Soldaten" geführt hat. 

Colonel Richard Kemp

britischer Offizier, der den größten Teil seines Lebens mit der Bekämpfung von Terrorismus und Aufständen verbracht hat. Er kommandierte britische Truppen an der vordersten Front in einigen der schwierigsten Krisenherde der Welt, darunter Afghanistan, Irak, der Balkan und Nordirland.
-> Website 






Und zum Schluss: 
Was ich mich auch immer wieder frage. 

Montag, 8. April 2024

Seufz. Nach knapp 20 Jahren in Portugal...

 ... sollt' ich es wirklich besser wissen. 

Wie heißt bekanntlich das portugiesische Zauberwort? Genau: paciência. 

Es ging und geht um meinen offiziell anerkannten Status als Person mit "Incapacidade Multiúso", also Behindertennachweis, vor allem ging es mir um die Bescheinigung durchs IMT, dass ich auf den entsprechend ausgewiesenen Parkplätzen stehen darf.  Hier die Vorgeschichte.

Aber hin und wieder ist trotz langem Aufenthalt im gelobten Land einer meiner zahlreichen Vornamen "ich-will-das-jetzt-und-gleich". Deshalb war ich natürlich nach knapp einer Woche ungeduldig, weil ich nach der obligatorischen Eingangsbestätigungsmail vom IMT nichts mehr hörte bzw. gelesen habe. 

Nachdem ich eh im Städtchen war, nutzte ich also die Gelegenheit, in unserem Espaço de Cidadão im Rathaus vorbeizuschauen, um Weiteres zu erkunden. 


Hier im Rathaus von Monchique ist der "Espaço de Cidadão",
also das Bürgerbüro, in dem man neben vielem Anderem 
auch den Führerschein erneuern kann. 

Leider leider konnte man mir da gar nicht weiterhelfen - auch meine Frage, ob denn in meinem Führerschein irgendwas einzutragen sei und ob wir das nun gleich erledigen könnte, wurde abschlägig beschieden bzw. man wusste es ebenfalls nicht. Nur dass ich ganz sicher den Führerschein umtausche müsse, und dafür benötigt man bekanntlich die ärztliche Bestätigung, dass man noch in der Lage ist, ein Fahrzeug zu führen.
Seufz.

Weil also keiner Bescheid wusste, trat der Notfallplan in Kraft. Mit anderen Worten: Simão muss ran. ;)
Der liebe Simão sagte zwei Dinge: "paciência!" und er hätte Zeit, aber erst ab 15. April. Seine Agentur "Help4Portugal" läuft so gut, dass momentan vorher leider keine Möglichkeit...
Für mich also: sozusagen Doppel-paciência!

Es gab allerdings einen Hoffnungsschimmer: In meinem persönlichen Bereich beim IMT online war mittlerweile mein pedido in der Liste aufgeführt. 

Heute nun die freudige Überraschung (lange VOR dem 15. April):
Ich erhielt eine eMail vom IMT. Meinem Antrag sei stattgegeben, man bräuchte allerdings bitte noch eine Kopie meines Ausweises/Reisepasses und den Nachweis meiner portugiesischen Adresse. Leider steht die ja nicht mehr als dem neuen Cartão de Residência Permanente und auch nicht im Reisepass, wohl aber im DUA, dem Documente Único de Automóvel, also den Fahrzeugpapieren. 

Als gewiefte und langjährige Residentin hat man sowas selbstverstandlich eingescannt und als maßgerecht verkleinerte pdf-Datei auf dem Rechner. 😏 Und somit konnte ichs umgehend ans IMT zurückschicken. Bin gespannt, wie es nun weitergeht. Die Lesebestätigung der Sachbearbeiterin ist schon mal da. Und ich gelobe, mich ab sofort und künftig wieder auf "paciência" zu besinnen, bevor ich Simao wuschig mache. ;)

UPDATE: 

  • Meine Antwort ans IMT - gesendet 11:15
  • Lesebestätigung - 11:59
  • Antwort "IMT - Pedido Concluído" - 12:35.
  • Sie senden mir die Bestätigung per Post zu. Juhu. 

Samstag, 30. März 2024

Senhor Sancho: "Zwei Seelen wohnen, ach, in seiner Brust"

In seinem Heim wird auf Bücher und Literatur großen Wert gelegt. Deshalb weiß Seine Hoheit selbstverständlich Zitate deutscher Hochkultur zu schätzen, die ihn, sein zauberhaftes Wesen und seinen edlen Charakter beschreiben. So viel Zeit und Mühe müsse einfach sein, findet er. Und es sei, so denkt er außerdem, seiner königlichen Würde nur angemessen. 


Zwei Seelen - Engelchen und Teufelchen - leben in Senhor Sancho.


EINERSEITS: 
Seine Hoheit benötigt keinerlei "Verstecken" in Leberpastete oder Frischkäse, wenn er seine 2x täglich zu nehmende Tablette angeboten bekommt. Er frisst sie aus der Hand. Wirklich toll. Hatten wir schon anders, und das sogar bei Pillen, die vom Hersteller als besonders hundefreundlich angepriesen worden waren. So leckerli-mäßige. Momentan gibt's aber jeweils eine halbe "ganz normale" Tablette, die vom Senhor mit Freude und einem einzigen Happs runtergeschluckt wird. Problemlos. 

Daher ist Frauchen sehr sehr stolz auf Senhor Sancho, lobt ihn über alle Maßen, schiebt ein extra Leckerli übern Tisch als Dankeschön für die gute Zusammenarbeit und geht wohlgemut ins Bad zum Haarewaschen. 
Die Türe zu Küche und Wohnzimmer schließt sie, damit die Wärme im Raum und die Kälte aus dem Hausflur jeweils dort verbleiben. 

Wir haben bekanntlich Sauwetter, sozusagen einen Wintereinbruch mit teilweise Schnee (!) in Portugal, da möchte man's im Haus schön muckelig warm haben. Auch, aber nicht nur, wenn man mit feuchten Haaren im Fernsehsessel fläzt, um endlich all jene Serien zu bingen, zu denen man wegen des vermaledeit guten Wetters bis jetzt nicht so richtig gekommen ist (Danke an dieser Stelle Ilona für ein paar gute TV-Tipps!).

ANDERERSEITS: 
Während das Wasser rauscht und Frauchen ihren Kopf shampooniert und das Haar mit Pflegemitteln besonders schön macht fürs Osterwochenende, meint sie, einen leichtes Scheppern aus der Küche zu vernehmen. Denkt sich aber nix dabei, sondern vermutet, dass der Senhor möglicherweise gegen den Besen gerumpelt ist und diesen umgeworfen hat. 

Dies stellt sich einige Minuten später als Trugschluss heraus. Denn zwar Frauchen findet zwei (angeblich) friedlich schlafende Hunde auf der Couch (seufz) vor, allerdings auch eine Bratpfanne auf dem Küchenboden, in der VOR ihrem Badezimmerbesuch noch zwei Grillwürstchen warteten. Sie waren für menschliche Abendessen vorgesehen. 

In der Pfanne ist jetzt keinerlei Wurst mehr zu entdecken. Auch war das Kochgerät offensichtlich bereits gespült worden, denn es sind keinerlei Fettspuren und nicht mal mehr minimalste Reste des mittags darin angebratenen Kartoffelpürees zu entdecken. 

Nun wissen wir ja: 
Es ist wenig sinnvoll, Hunde nicht sofort, sondern in diesem Fall etwa eine Viertelstunde nach vollbrachter Untat zu bestrafen. Aber glücklicherweise ist der Kühlschrank wohlgefüllt - Frauchen hatte ein anderes Abendmahl, mit einen großen Glas leckersten vinho tinto (glücklicherweise mögen den weder Senhor Sancho noch Madame Bela). Und dann hab ich erst einmal die bereits sooo saubere Pfanne in sehr heißem Wasser eingeweicht...


Den Unschuldsblick, gepaart mit einer leichten Hinterhältigkeit, hatte er schon im Canil drauf, als er dort gerade angekommen war. Man beachte die leicht eingeklemmte Oberlippe, die eindeutig darauf hinweist, dass es nie und nimmer zuviel an Essen geben kann. Und wenn's nix gibt, kaut man auf der eigenen Lippe rum...


Seiner Hoheit Fangzahn, den er auch benutzt, um Würstchen aus der Pfanne zu klauen.


Freitag, 29. März 2024

Dienstag, 26. März 2024

Der Senhor nun wieder. Seufz.

Seit Tagen ist er am Kratzen und sich schubbern und leckt stundenlang an seinen Füßen rum. Die Äuglein Seiner Hoheit zeigen Tränenränder und auf der Nase waren seit gestern viele kleine "Pickel". Trotz Salbe keine Besserung.
Deshalb war also gestern wieder mal der Besuch bei Dra Ana Silva nötig. "Nur" angeleint am Halsband, was ich ungern mache. Denn Senhor Sancho zeigt sich manchmal ungebärdig, da kleide ich ihn lieber in sein schickes schwarzes Geschirr. Ging heute aber nicht, weil einer der beiden Verschlüsse zerbrochen war.
Nein: ausnahmsweise nicht die Schuld Seiner Hoheit, wohl eher Materialermüdung, weil das Geschirr schon etliche Jahre auf dem Buckel hat.

Glücklicherweise zeigte Senhor Sancho sich beim kurzen Leinengang in die Praxis mustergültig. Er geht ja gerne zum Doktor, weiß er doch, dass alle ihn da lieben. Seine "Erstmutter" Zélia hatte Dienst und beschmuste ihn, die zweite Arzthelferin Maria war ebenfalls von seinem Charme bezaubert. Was sollte da also schiefgehen?!

Es ging auch alles bestens - zunächst: Seine Hoheit leidet unter einer Allergie, bekam flugs eine Spritze und weil wir schon mal da waren, wurden die beiden "Wolfskrallen" (auch Daumenkrallen genannt) an den Vorderläufen gekürzt. Sooo lang waren die zwar nicht, aber messerscharf. Und weil der Senhor gerne seinen Wünschen gerne mit der Pfote Nachdruck verleiht, muss Frauchen, die Blutverdünner einnimmt, bei Kratzern allzu oft mit Pflaster oder sogar Strips hantieren... 

An seinen Pfoten lässt Seine Hoheit sich nur höchst ungern rumfummeln. Und so kam es, wie es bei seinem Gezappel unvermeidlich war: Beim Senhor flossen zwei, maximal drei Minitröpfchen Hundeblut. Dem empörten Gequieke nach jedoch, das im Sprechzimmer erschallte, hätte man glauben können, ein Ferkel würde geschlachtet. Selbst das Belohnungsleckerli versöhnte Senhor Sancho diesmal nicht - obwohl er es selbstverständlich auffraß.

Der Weg aus der Praxis geschah durch die Hintertüre, die direkt auf den Parkplatz führt. Dabei vergaß der Senhor jegliches eingebildetes Leid: Lauerten doch draußen mehrere Katzen auf ihn, die er lautstark zurechtweisen und verjagen musste... Ich konnte ihn kaum bändigen und ins Auto schaffen! 

Danach ruhte der Herr - nicht ohne vorher 
einen riesigen Büffelhautknochen verzehrt zu haben.


Seit heute gibt es täglich Tabletten für Seine Hoheit, genügend Leberpastete ist im Haus. Drei Wochen lang muss er Pillen schlucken...